Sternenexplosion: Eine Nova soll bald am Himmel zu sehen sein

Für begeisterte Sternengucker wird demnächst ein höchst seltenes Schauspiel am Himmel zu sehen sein: Eine Nova. Allerdings handelt es sich hier nicht um das Sterben eines Sterns, sondern um eine Explosion, die sich aus dem Zusammenspiel zweier Sterne ergibt.
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Besonderes Zwillings-System

Auslöser ist T Coronae Borealis, ein etwa 3000 Lichtjahre von der Erde entferntes Doppelsternsystem. Dieses besteht aus einem Weißen Zwerg und einem Roten Riesen, die sich gegenseitig umkreisen. Der Weiße Zwerg zieht dabei beständig Materie von seinem Nachbarn ab, die sich in seiner Umgebung sammelt und immer heißer wird. Erreicht die Sache einen kritischen Punkt, kommt es zu einer Explosion.

Dies ist in etwa alle 80 Jahre der Fall. Astronomen, die das Zwillings-System regelmäßig beobachten, wollen nun Anzeichen dafür gefunden haben, dass die nächste Nova bevorsteht. Wann genau der Punkt erreicht ist, lässt sich derzeit noch schwer sagen - allerdings soll es bis spätestens September so weit sein, berichtet CNN unter Berufung auf die NASA.

T Coronae Borealis ist von der Erde aus mit bloßem Auge faktisch nicht zu sehen. Während der Nova-Explosion steigt die Helligkeit des Doppelsterns aber massiv an und am Nachthimmel wird ein neuer Lichtpunkt auftauchen. Man würde aber zu viel erwarten, wenn man nun denkt, dass die Erscheinung nicht zu übersehen wäre. Die wahrgenommene Helligkeit dürfte in etwa mit dem Polarstern vergleichbar sein, der für Unkundige oft nicht so einfach zu finden ist.

Mehrere Tage sichtbar

Schon vor einiger Zeit maßen die Astronomen, dass T Coronae Borealis langsam immer dunkler wird. Aufgrund der Daten, die man aus der letzten Nova im Jahr 1946 zur Verfügung hat, weiß man, dass dies das Zeichen für einen baldigen Ausbruch ist.

Wenn es so weit ist, wird am Himmel für einige Tage ein neuer Lichtpunkt auftauchen - dieser liegt zwischen den Sternbildern Bärenhüter und Herkules. Die Position kann man sich schon einmal rechtzeitig mit der passenden Himmels-App auf dem Smartphone zurechtlegen. Dieser ist dann ohne Hilfsmittel für einige Tage, mit einem kleinen Teleskop auch gut eine Woche zu sehen. Anschließend verschwindet T Coronae Borealis wieder für etwa 80 Jahre.

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Zusammenfassung
  • Seltene Nova am Himmel bald sichtbar
  • Explosion durch Doppelsternsystem T Coronae Borealis
  • Weißer Zwerg und Roter Riese in 3000 Lichtjahren Entfernung
  • Materieanhäufung führt zu periodischer Nova-Explosion
  • Nächste Explosion bis spätestens September erwartet
  • Nova macht T Coronae Borealis temporär sichtbar
  • Helligkeit vergleichbar mit dem Polarstern
  • Dunkelwerden des Sterns deutet auf baldige Nova hin
  • Neuer Lichtpunkt zwischen Bärenhüter und Herkules
  • Mit Smartphone-App Position für Beobachtung finden
  • Nach Nova verschwindet Stern wieder für ca 80 Jahre

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