NASA schmeißt Projekt zur Betankung und Wartung von Satelliten hin

Die US-Raumfahrtbehörde stoppt jetzt ein Projekt, in dessen Rahmen Technologien zur Wiederbetankung von Satelliten entwickelt werden sollten. Trotz eines Etats von rund 2 Milliarden Dollar ist die Sache damit nun erst einmal gescheitert.
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Zu viele Probleme

In einer Erklärung teilte die Raumfahrt-Behörde mit, dass sie das Projekt "On-orbit Servicing, Assembly and Manufacturing 1" (OSAM-1) nach fast einem Jahrzehnt Arbeit einstellen wird. Grund dafür seien "anhaltende technische, finanzielle und terminliche Herausforderungen" sowie eine breitere Entwicklung weg von der Betankung darauf nicht speziell vorbereiteter Raumfahrzeuge, was zu einem Mangel an engagierten Partnern geführt habe.

OSAM-1 befindet sich seit 2015 in der Entwicklung. Das Ziel bestand hier vor allem darin, den US-amerikanischen Satelliten Landsat 7 zu unterstützen, indem er in der Umlaufbahn aufgetankt und repariert wird, um seine Lebensdauer zu verlängern. Das sollte letztlich als Referenzprojekt dienen, um die Satelliten-Wartung insgesamt voranzubringen.

"Wir sind zwar enttäuscht über die Entscheidung, das Programm einzustellen, aber wir werden die NASA bei der Suche nach potenziellen neuen Partnerschaften oder alternativen Verwendungsmöglichkeiten für die Hardware unterstützen, während sie die Stilllegung abschließt", hieß es seitens des Unternehmens Maxar, das der Hauptpartner der NASA in dieser Angelegenheit war.

Idee ist gut

Die Mission von Satelliten ist derzeit hauptsächlich durch ihren Treibstoff-Vorrat begrenzt. Denn auch in den Orbits der Erde sind immer noch geringe Reste der Atmosphäre vorhanden, die die Flugkörper nach und nach abbremsen. Daher ist es in regelmäßigen Abständen nötig, die Geschwindigkeit wieder zu erhöhen, damit der Satellit nicht in Richtung Erde fällt und verglüht. Im Falle Landsats war außerdem auch eine Aktualisierung der Hardware geplant, die durch die Weiterentwicklung der Telekommunikations-Technik nötig wird.

Wenn es möglich wäre, standardisierte Wartungsmaßnahmen durchzuführen, könnte dies die Betriebsdauer von Satelliten erheblich steigern. Die Folge wäre natürlich, dass sowohl die Kosten als auch der ökologische Fußabdruck kleiner würden, wenn beispielsweise ein Wartungsraumschiff mehrere Systeme im Orbit upgradet und betankt, statt dass hier jeweils Nachfolge-Missionen geplant und umgesetzt werden.

Zusammenfassung
  • US-Raumfahrtbehörde stellt Satelliten-Wiederbetankungsprojekt ein
  • Etat von 2 Milliarden Dollar reicht nicht für OSAM-1
  • Technische und finanzielle Probleme beenden fast 10-jährige Arbeit
  • Landsat 7 sollte durch OSAM-1 in Umlaufbahn repariert werden
  • Maxar als Hauptpartner unterstützt NASA bei Hardware-Weiterverwendung
  • Satellitenbetrieb oft durch begrenzten Treibstoffvorrat limitiert
  • Standardisierte Wartung könnte Lebensdauer und Kosten optimieren

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