Die EU hat genug: Europaparlament schmeißt Amazon-Lobbyisten raus
Lobbyisten sind überall dort zu finden, wo politische Entscheidungen getroffen werden, ihre Aufgabe ist es schließlich, diese zu beeinflussen. Im Fall von Amazon sind diese zu weit gegangen bzw. wurden vom Unternehmen hängen gelassen - und das hat auf EU-Ebene Folgen.
Denn wie die Financial Times berichtet, wurden den Vertretern von Amazon nun die Hausausweise entzogen, damit verlieren sie diverse Befugnisse (das Parlament selbst dürfen sie aber nach wie vor betreten). Der Streit zwischen der EU und Amazon ist nicht neu: Konkret geht es insbesondere darum, dass der US-amerikanische Versandhausriese sich wiederholt geweigert hat, mit Europaabgeordneten über Arbeitnehmerrechte und Arbeitsbedingungen zu sprechen.
Daraufhin haben mehrere Mitglieder des Europaparlaments gefordert, dass die Interessenvertreter von Amazon ihr Hausrecht verlieren. Das Motto dabei: Wenn die Amazon-Vertreter ohnehin nutzlos sind, dann brauchen sie auch kein entsprechendes Recht.
Der Streit geht (zumindest) auf das Jahr 2021 zurück, damals wurde Amazon aufgefordert, sich zu den Arbeitnehmerrechten zu äußern, doch im Wesentlichen ignorierte Amazon das. Seither gab es mehrere solcher Anfragen, mit dem jeweils selben Ergebnis, nämlich keinem.
Amazon sieht das Ganze naturgemäß anders und ließ gegenüber dem Spiegel ausrichten: "Wir sind überzeugt, dass wir uns mit dem besten Willen engagiert haben, im Gegensatz zu einigen Kritikern, denen es mehr darum zu gehen scheint, einen Sieg zu erringen, als das Verständnis, wichtige Themen voranzubringen." Die Sprecherin des Konzerns gab dabei zu, dass man sich geweigert habe, an einer Anhörung teilzunehmen, sie meinte aber, dass Amazon diese als einseitig wahrgenommenen habe.
Die Amazon-Lobbyisten sind mit dem Verlust des Hausrechts in "bester" Gesellschaft: Denn das ist erst das zweite Mal, dass die EU Unternehmensvertretern die Hausausweise entzieht, das erste Mal war es beim Agrarkonzern Monsanto der Fall.
Siehe auch:
EU gegen Amazon ist eine längere Geschichte
Die Europäische Union ist mittlerweile fast täglich auf die eine oder andere Weise mit den großen IT-Konzernen dieser Welt beschäftigt, denn schließlich spielen diese im Alltag wie auch in der Politik eine immer bedeutendere Rolle. Entsprechend wimmelt es in EU-Büros und Konferenzräumen nur so an Lobbyisten, allerdings sank diese Zahl dieser Tage etwas.Denn wie die Financial Times berichtet, wurden den Vertretern von Amazon nun die Hausausweise entzogen, damit verlieren sie diverse Befugnisse (das Parlament selbst dürfen sie aber nach wie vor betreten). Der Streit zwischen der EU und Amazon ist nicht neu: Konkret geht es insbesondere darum, dass der US-amerikanische Versandhausriese sich wiederholt geweigert hat, mit Europaabgeordneten über Arbeitnehmerrechte und Arbeitsbedingungen zu sprechen.
Daraufhin haben mehrere Mitglieder des Europaparlaments gefordert, dass die Interessenvertreter von Amazon ihr Hausrecht verlieren. Das Motto dabei: Wenn die Amazon-Vertreter ohnehin nutzlos sind, dann brauchen sie auch kein entsprechendes Recht.
Der Streit geht (zumindest) auf das Jahr 2021 zurück, damals wurde Amazon aufgefordert, sich zu den Arbeitnehmerrechten zu äußern, doch im Wesentlichen ignorierte Amazon das. Seither gab es mehrere solcher Anfragen, mit dem jeweils selben Ergebnis, nämlich keinem.
Amazon sieht das Ganze naturgemäß anders und ließ gegenüber dem Spiegel ausrichten: "Wir sind überzeugt, dass wir uns mit dem besten Willen engagiert haben, im Gegensatz zu einigen Kritikern, denen es mehr darum zu gehen scheint, einen Sieg zu erringen, als das Verständnis, wichtige Themen voranzubringen." Die Sprecherin des Konzerns gab dabei zu, dass man sich geweigert habe, an einer Anhörung teilzunehmen, sie meinte aber, dass Amazon diese als einseitig wahrgenommenen habe.
Die Amazon-Lobbyisten sind mit dem Verlust des Hausrechts in "bester" Gesellschaft: Denn das ist erst das zweite Mal, dass die EU Unternehmensvertretern die Hausausweise entzieht, das erste Mal war es beim Agrarkonzern Monsanto der Fall.
Zusammenfassung
- Lobbyisten beeinflussen politische Entscheidungen
- EU entzieht Amazon-Lobbyisten Hausausweise
- Streit um Arbeitnehmerrechte mit Amazon
- Amazon ignoriert EU-Anfragen seit 2021
- Amazon kritisiert einseitige Anhörungen
- Entzug von Hausausweisen seltenes Vorgehen
Siehe auch:
- Amazon Prime Video: Die neuen Filme und Serien im März 2024
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- Amazon streicht Funktionen: Viele Fire-TV-Apps jetzt unbrauchbar
- Echo Hub: Amazons Smart-Home-Zentrale startet in Deutschland
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Thema:
Amazons Aktienkurs in Euro
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