Optische Medien: Forscher knacken 1-Petabit-Marke - oder eben 125 TB
Im Alltag der meisten Nutzer spielen optische Datenträger zwar kaum noch eine Rolle, trotzdem geht die Entwicklung leistungsfähigerer Technologien voran. Forscher haben nun eine Disc in DVD-Größe vorgestellt, die ein Petabit Daten aufnehmen kann.
Wissenschaftler der Universität in Shanghai haben es nun aber geschafft, sehr viele Datenschichten in einer Disc unterzubringen. Wie aus einem Paper, dass sie im renommierten Journal Nature veröffentlichten, hervorgeht, stapelte man hier 100 Layer, die jeweils nur einen Mikrometer voneinander entfernt sind.
Die größte Herausforderung besteht dabei darin, die Informationen auch genau schreiben und auslesen zu können. Dieses Problem hat man aber wohl durch den Einsatz eines 54-Nanometer-Lasers gemeistert. So konnten die Forscher nun verkünden, dass sie insgesamt ein Petabit Daten auf der Disc ablegen können - das entspricht rund 125 Terabyte.
Um den Durchbruch überhaupt zu schaffen, mussten die Forscher ein neues Material für die Speicherschichten zum Einsatz bringen. Dieses wird im Paper als "farbstoffdotierter Fotolack mit aggregationsinduzierten Emissionsluminogenen" bezeichnet - was sich letztlich als AIE-DDPR abkürzen lässt.
Siehe auch:
Sehr viele Layer
Die Speicherung von Informationen erfolgt bei optischen Medien, indem feine Strukturen in einen reflektierenden Layer gebrannt werden. Um die Kapazität zu steigern, wurde bereits in der Vergangenheit daran gearbeitet, mehrere solcher Schichten in einen Datenträger zu bringen - allerdings handelte es sich dabei stets um wenige Layer.Wissenschaftler der Universität in Shanghai haben es nun aber geschafft, sehr viele Datenschichten in einer Disc unterzubringen. Wie aus einem Paper, dass sie im renommierten Journal Nature veröffentlichten, hervorgeht, stapelte man hier 100 Layer, die jeweils nur einen Mikrometer voneinander entfernt sind.
Die größte Herausforderung besteht dabei darin, die Informationen auch genau schreiben und auslesen zu können. Dieses Problem hat man aber wohl durch den Einsatz eines 54-Nanometer-Lasers gemeistert. So konnten die Forscher nun verkünden, dass sie insgesamt ein Petabit Daten auf der Disc ablegen können - das entspricht rund 125 Terabyte.
Neuer Fotolack
Damit könnten sich optische Medien einen Vorteil zurückerobern, den sie aktuell in der Praxis schlicht nicht mehr haben: Mehr Speicherplatz bereitzustellen, als es bei Festplatten und SSDs aktuell möglich ist. Es wird zwar noch etwas dauern, bis die neuen Speichermedien in der Praxis auftauchen, doch sollten sie perspektivisch insbesondere im Archiv-Bereich zu finden sein.Um den Durchbruch überhaupt zu schaffen, mussten die Forscher ein neues Material für die Speicherschichten zum Einsatz bringen. Dieses wird im Paper als "farbstoffdotierter Fotolack mit aggregationsinduzierten Emissionsluminogenen" bezeichnet - was sich letztlich als AIE-DDPR abkürzen lässt.
Zusammenfassung
- Optische Datenträger werden leistungsfähiger entwickelt
- Forscher stellen DVD-große Disc mit 1 Petabit Kapazität vor
- Speicherung erfolgt durch Brennen feiner Strukturen in Layer
- Shanghaier Universität stapelt 100 Datenschichten pro Disc
- 54-Nanometer-Laser ermöglicht Schreiben und Lesen der Daten
- Neue Speichermedien könnten Vorteil im Archiv-Bereich bieten
- Einsatz von "farbstoffdotiertem Fotolack mit AIE-DDPR"
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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