Highspeed-Ende: Freenet Funk kündigt alte 225 MBit/s-Tarife

Der Mobilfunkanbieter Freenet Funk kann nicht immer seine angebot­enen Tarifoptionen einhalten und kündigt aktuell Nutzern mit Altverträgen. Aufgefallen ist das durch einen Kunden mit einem 225 MBit/s Altvertrag des Flatrate-Angebots.
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Unlimited-Tarife nur noch mit 15 MBit/s

Über einen Bericht des Online-Magazins Teltarif sind wir auf einen solchen Fall aufmerksam gemacht worden. Dabei kritisierte ein Freenet Funk-Nutzer, dass ihm eine Kündigung ins Haus geflattert ist, ohne dass eine Begründung dabeistand - die ist zwar nicht erforderlich, das wirft aber Fragen auf.

Seine Vermutung: Es hat etwas damit zu tun, dass Freenet Funk mittlerweile nur noch Unlimited-Tarife mit 15 MBit/s anbietet. So hat es zumindest den Anschein.


Der gekündigte Unlimited-Nutzer fragte sich, was es mit seiner Kündigung auf sich hat und schrieb: "Aufgrund des Empfangs konnte ich die 225 MBit/s sowieso nicht zu Hause nutzen. Ich habe max. 50 MBit/s erhalten und ich habe haupt­säch­lich Twitch/YouTube/Netflix gestreamt, also kann es nicht daran liegen, dass ich ein Power-User sei. Den Vertrag habe ich seit Januar 2023 als Fest­netz-Internet­alter­native genutzt, weil die Kabel im Ap­par­te­ment-Haus zu schlecht sind."

Freenet Funk hat auf Nachfrage gegenüber Teltarif erklärt, dass diese Kündigung nichts mit den Altverträgen zu tun habe: "Freenet Funk kündigt aktuell nicht allen Kunden mit Altverträgen mit 225 MBit/s im Unli­mited-Tarif! Auch das indi­vidu­elle Nutzungs­ver­halten ist nicht zwin­gend mono­kausal für eine Kündi­gung. Viel­mehr sind es unter­schied­liche Faktoren, die im Einzel­fall zu einer Kündi­gung seitens des Unter­neh­mens führen können.

Unter anderem gehen wir in diesem Zusam­men­hang auch Hinweisen des Netz­betrei­bers auf eine Gefähr­dungs­situa­tion für die Netz­werk­sta­bilität nach. In diesem Fall sind wir in der part­ner­schaft­lichen Verant­wor­tung, ggf. einzelne Kunden zu kündigen."

Was Verbraucherschützer fordern

Interessant ist das auch durch den Vorstoß von Verbraucherschützern, der besagt, dass Mobilfunkkunden ihre Rechnungsbeträge reduzieren können, wenn die Netz­be­trei­ber sie nicht gut genug versorgen. Das ist aber in Deutschland aktuell nur aufgrund der fehlenden Unterstützung durch die Bundesnetzagentur bisher nicht gängig.

Vielen Dank für die Übermittlung dieses News-Tipps!

Zusammenfassung
  • Freenet Funk kündigt Alt-Verträge mit 225 Mbit/s
  • Kunde berichtet über unerklärte Kündigung
  • Unlimited-Tarife jetzt nur mit 15 Mbit/s
  • Nutzer nutzte Vertrag als Festnetz-Alternative
  • Unternehmen: Kündigung nicht nur wegen Altverträgen
  • Netzstabilität kann Kündigungsgrund sein
  • Verbraucherschutz fordert Anpassung bei schlechter Versorgung


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