Sehr langsame Doppelsterne stützen alternative Theorie zur Gravitation
Albert Einstein hat vor über hundert Jahren den Zusammenhang von Masse und Gravitation beschrieben. Allerdings gibt es noch andere Faktoren, die einen Einfluss auf die Schwerkraft haben und die den meisten Menschen kaum bewusst sind.
Die damals aus den Daten berechneten Effekte konnten nun von Kyu-Hyun Chae, einem Professor für Physik und Astronomie an der Sejong-Universität in Seoul, Südkorea, bestätigt werden. Dieser analysierte dafür die Daten des europäischen Weltraumteleskops Gaia, das seit einigen Jahren die Milchstraße kartografiert und dabei auch die Bewegung der sichtbaren Objekte misst.
Die Daten zeigen, dass die Bahnbewegungen in Doppelsternen größere Beschleunigungen erfahren als die Newtonschen Gesetze und Einsteins Arbeiten es hergeben. Dies gilt allerdings dann, wenn die gegenseitige Gravitationsbeschleunigung schwächer als etwa 1 Nanometer pro Sekunde im Quadrat ist.
Vielmehr stimmt die erhöhte Beschleunigung gut mit dem überein, was modifizierte Gravitationstheorien wie etwa MOND (Modified Newtonian Dynamics) vorhersagen. Das MOND-Paradigma wurde vom Physiker Mordehai Milgrom vorgeschlagen. Sie gilt gemeinhin als Alternative zur Hypothese der Dunklen Materie.
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Seltsame Beschleunigung
Eine neue Studie untermauert die Beweise, wonach auch die Beschleunigung eines Körpers einen Einfluss auf dessen Gravitationskraft hat. Das geht aus einem neuen Paper hervor, dass im The Astrophysical Journal veröffentlicht wurde. Erste Hinweise hatte es bereits durch die Beobachtung sogenannter Wide Binaries gegeben. Dabei handelt es sich um weit voneinander entfernte Doppelsterne.Die damals aus den Daten berechneten Effekte konnten nun von Kyu-Hyun Chae, einem Professor für Physik und Astronomie an der Sejong-Universität in Seoul, Südkorea, bestätigt werden. Dieser analysierte dafür die Daten des europäischen Weltraumteleskops Gaia, das seit einigen Jahren die Milchstraße kartografiert und dabei auch die Bewegung der sichtbaren Objekte misst.
Die Daten zeigen, dass die Bahnbewegungen in Doppelsternen größere Beschleunigungen erfahren als die Newtonschen Gesetze und Einsteins Arbeiten es hergeben. Dies gilt allerdings dann, wenn die gegenseitige Gravitationsbeschleunigung schwächer als etwa 1 Nanometer pro Sekunde im Quadrat ist.
MOND passt eher
Diese erhöhte Beschleunigung in großen Doppelstern-Systemen kann nicht mit der noch immer rätselhaften Dunklen Materie erklärt werden, da die erforderliche Dichte der Dunklen Materie aufgrund der galaktischen Dynamik und der kosmologischen Beobachtungen nicht erreicht wird.Vielmehr stimmt die erhöhte Beschleunigung gut mit dem überein, was modifizierte Gravitationstheorien wie etwa MOND (Modified Newtonian Dynamics) vorhersagen. Das MOND-Paradigma wurde vom Physiker Mordehai Milgrom vorgeschlagen. Sie gilt gemeinhin als Alternative zur Hypothese der Dunklen Materie.
Zusammenfassung
- Einstein beschrieb den Zusammenhang von Masse und Gravitation
- Beschleunigung beeinflusst laut Studie auch die Schwerkraft
- Kyu-Hyun Chae bestätigte Effekte mit Daten von Gaia-Teleskop
- Doppelsterne zeigen größere Beschleunigungen als von Newton/Einstein erwartet
- Erhöhte Beschleunigung nicht durch Dunkle Materie erklärbar
- Befunde passen zu MOND-Theorie als Alternative zur Dunklen Materie
- MOND wurde von Physiker Mordehai Milgrom vorgeschlagen
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