Twitter/X schuldet seinen Angestellten noch mehrere Millionen Dollar
Ein US-Richter hat jetzt entschieden, dass Twitter gegen eine vertragliche Regelung verstoßen hat, die Bonuszahlungen an Mitarbeiter vorsieht. Es geht dabei um ausgebliebene Auszahlungen in Millionenhöhe.
In seiner Klage behauptete Schobinger, dass Twitter seinen Mitarbeitern vor und nach der Übernahme durch den Milliardär Elon Musk im vergangenen Jahr 50 Prozent der für 2022 angestrebten Boni versprochen, diese aber nie ausgezahlt habe. Sein Fall ist kein Einzelfall.
Ein US-Bezirksrichter lehnte Twitters Antrag auf Klageabweisung ab und entschied, dass Schobinger einen Anspruch auf Vertragsbruch nach kalifornischem Recht plausibel dargelegt habe.
"Sobald Schobinger tat, was Twitter verlangte, wurde das Angebot von Twitter, ihm im Gegenzug einen Bonus zu zahlen, zu einem verbindlichen Vertrag nach kalifornischem Recht. Und durch die angebliche Weigerung, Schobinger seinen versprochenen Bonus zu zahlen, hat Twitter diesen Vertrag verletzt", erklärte der Richter.
In den Klagen wird u. a. behauptet, dass X ältere Mitarbeiter, Frauen und Behinderte diskriminiert und Massenentlassungen nicht im Voraus angekündigt hat. Das Unternehmen bestreitet jegliches Fehlverhalten.
Siehe auch:
Mündliches Boni-Versprechen abgegeben
Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Geklagt hatte ein ehemaliger Mitarbeiter, der das Unternehmen im Mai 2023 verlassen hatte: Mark Schobinger war bei Twitter als Senior Director of Compensation tätig und verklagte das Unternehmen im Juni wegen Vertragsbruchs.In seiner Klage behauptete Schobinger, dass Twitter seinen Mitarbeitern vor und nach der Übernahme durch den Milliardär Elon Musk im vergangenen Jahr 50 Prozent der für 2022 angestrebten Boni versprochen, diese aber nie ausgezahlt habe. Sein Fall ist kein Einzelfall.
Ein US-Bezirksrichter lehnte Twitters Antrag auf Klageabweisung ab und entschied, dass Schobinger einen Anspruch auf Vertragsbruch nach kalifornischem Recht plausibel dargelegt habe.
"Sobald Schobinger tat, was Twitter verlangte, wurde das Angebot von Twitter, ihm im Gegenzug einen Bonus zu zahlen, zu einem verbindlichen Vertrag nach kalifornischem Recht. Und durch die angebliche Weigerung, Schobinger seinen versprochenen Bonus zu zahlen, hat Twitter diesen Vertrag verletzt", erklärte der Richter.
Weitere Klagen gegen Twitter/X
Die Anwälte von Twitter argumentierten dagegen, dass das Unternehmen nur ein mündliches Versprechen gegeben habe, das keinen Vertrag darstelle, und dass man texanisches Recht heranziehen müsse. Seit Musk das Unternehmen gekauft und mehr als die Hälfte der Belegschaft entlassen hat, ist Twitter mit zahlreichen Klagen ehemaliger Mitarbeiter und Führungskräfte konfrontiert.In den Klagen wird u. a. behauptet, dass X ältere Mitarbeiter, Frauen und Behinderte diskriminiert und Massenentlassungen nicht im Voraus angekündigt hat. Das Unternehmen bestreitet jegliches Fehlverhalten.
Zusammenfassung
- US-Richter: Twitter verletzte Bonus-Vereinbarung
- Ehemaliger Mitarbeiter klagte wegen Vertragsbruchs
- Twitter soll 50% der Boni 2022 nicht gezahlt haben
- Anspruch auf Vertragsbruch nach kalifornischem Recht
- Twitter sieht mündliches Versprechen als nicht bindend
- Mehrere Klagen nach Übernahme durch Elon Musk
- Vorwürfe gegen Twitter umfassen Diskriminierung und Entlassungen
Siehe auch:
- Threads Start-Termin bestätigt - Warten auf Twitter/X-Klon hat ein Ende
- "Go fuck yourself" - Elon Musk beschimpft Ex-Werbepartner von Twitter
- eXodus geht weiter: Große Hollywood-Marken tauchen auf Twitter ab
- Werbe-Exodus bei Twitter/X: So teuer wird die Hetze von Musk
- Twitter bringt Headlines zurück, das könnte aber neue Probleme geben
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