Neue Simulation: So kann Asteroiden-Abwehr mit Atombomben klappen
Was in Filmen für spektakuläre Rettungen taugt, ist in der Realität keine besonders gute Idee: Die Abwehr von Asteroiden mit Atomwaffen. Forscher haben die möglichen Auswirkungen nun mit Simulationen untersucht und vielleicht doch einen Weg gefunden, der funktioniert.
Forscher des Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) in den USA haben nun aber ein Modellierungswerkzeug entwickelt, mit dem eine Atombomben-Explosion über der Oberfläche eines Asteroiden simuliert werden kann. Das Tool trägt dazu bei, besser zu verstehen, wie die Strahlung einer Nuklearexplosion mit der Oberfläche eines Asteroiden interagiert, und untersucht auch die Stoßwellendynamik, die das Innere des Asteroiden beeinflussen könnte.
Das Konzept bestünde hier dann nicht darin, den Brocken zu zerlegen. Es ginge eher darum, einen Teil der Asteroidenoberfläche mit einer als nukleare Ablation genannten Sprengtechnik zu verdampfen. Der dabei entstehende explosive Schub könnte ausreichen, um die Geschwindigkeit des Asteroiden - und damit seine Flugbahn - ausreichend zu verändern, um einen Zusammenstoß mit der Erde zu verhindern.
Dank der DART-Mission (Double Asteroid Redirection Test) - bei der ein kinetischer Impaktor absichtlich in einen Asteroiden eingeschlagen wurde, um dessen Flugbahn zu verändern - haben die Wissenschaftler viel darüber gelernt, was nötig wäre, um einen gefährlichen Asteroiden umzulenken. Die dabei erlangten Erkenntnisse flossen bereits in die neuen Simulationen ein.
Siehe auch:
Sprengung ist problematisch
Eine Atombombe kann kleinere Asteroiden durchaus unschädlich machen - dann ist der Aufwand aber meist größer als der eventuelle Nutzen. Spannender wird es, wenn wirklich ein größeres Objekt auf Kollisionskurs Richtung Erde fliegt. Da ist es eine schlechte Idee, den Felsbrocken erst kurz vor unserem Planeten mit einer gewaltigen Explosion zu sprengen - denn dann kann es passieren, dass man eben mehrere mittelgroße Asteroiden herausbekommt, die unkontrolliert Richtung Erde fliegen.Forscher des Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) in den USA haben nun aber ein Modellierungswerkzeug entwickelt, mit dem eine Atombomben-Explosion über der Oberfläche eines Asteroiden simuliert werden kann. Das Tool trägt dazu bei, besser zu verstehen, wie die Strahlung einer Nuklearexplosion mit der Oberfläche eines Asteroiden interagiert, und untersucht auch die Stoßwellendynamik, die das Innere des Asteroiden beeinflussen könnte.
Das Konzept bestünde hier dann nicht darin, den Brocken zu zerlegen. Es ginge eher darum, einen Teil der Asteroidenoberfläche mit einer als nukleare Ablation genannten Sprengtechnik zu verdampfen. Der dabei entstehende explosive Schub könnte ausreichen, um die Geschwindigkeit des Asteroiden - und damit seine Flugbahn - ausreichend zu verändern, um einen Zusammenstoß mit der Erde zu verhindern.
Mit Vorwarnzeit geht es
"Wenn wir genügend Vorwarnzeit haben, könnten wir einen nuklearen Sprengsatz abschießen und ihn Millionen von Meilen weit weg zu einem Asteroiden schicken, der auf die Erde zusteuert", so die Forscherin Mary Burkey vom LLNL. "Wir würden dann den Sprengsatz zünden und den Asteroiden ablenken, sodass er unversehrt bleibt, aber kontrolliert von der Erde weggestoßen wird. In großer Entfernung könnte man den Asteroiden aber auch so zertrümmern, sodass er in kleine, sich schnell bewegende Fragmente zerfällt, die den Planeten ebenfalls verfehlen würden, zeigen die Daten der Simulation.Dank der DART-Mission (Double Asteroid Redirection Test) - bei der ein kinetischer Impaktor absichtlich in einen Asteroiden eingeschlagen wurde, um dessen Flugbahn zu verändern - haben die Wissenschaftler viel darüber gelernt, was nötig wäre, um einen gefährlichen Asteroiden umzulenken. Die dabei erlangten Erkenntnisse flossen bereits in die neuen Simulationen ein.
Zusammenfassung
- Atomwaffen gegen Asteroiden in Realität schlechte Idee
- Simulation untersucht nukleare Abwehr von Asteroiden
- Atombomben könnten Flugbahn von großen Asteroiden ändern
- LLNL-Forscher entwickeln Modellierungstool für Nuklearexplosionen
- Nukleare Ablation könnte Asteroiden ohne Zerstörung ablenken
- Vorwarnzeit ermöglicht kontrollierte Ablenkung durch Atomwaffen
- DART-Mission trägt zu Erkenntnissen über Asteroidenabwehr bei
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