Radioblitze: Neue Puzzleteile zu mysteriösen Weltraumsignalen entdeckt

Kosmische Radioblitze faszinieren die Forschung seit ihrer Entdeckung. Jetzt hat ein Team mit einem speziellen Teleskop neue Erkenntnisse zu den mysteriösen Weltraumsignalen gewonnen. Die Suche nach deren Ursprung gelingt auch dank Microsoft Co-Gründer Paul Allen.
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Radioblitze: Teleskop enthüllt neue Geheimnisse

Schaut man mit den entsprechenden Instrumenten in den Weltraum, zeigen sich immer wieder kurze, intensive Radiosignale, Fast Radio Bursts (FRB). Während die meisten davon nie wiederkehren, ist die Forschung von sogenannten "Repeatern" fasziniert, die in regelmäßigen Abständen "funken". Jetzt hat ein Team aus Wissenschaftlern des SETI-Instituts (Search for Extraterrestrial Intelligence) großen Aufwand betrieben, um eine dieser Quellen genau zu untersuchen.

FRB 20220912A, so der Katalog-Name des Phänomens, ist als sich wiederholendes Radiosignal schon länger bekannt. Mit dem Allen Telescope Array (ATA) hatten Forscher jetzt das erste Mal ein Teleskop an der Hand, das extra für die Untersuchung von Radioblitzen umgebaut wurde. "Es ist aufregend zu sehen, wie das ATA drei Jahre nach Beginn der Renovierung in der FRB-Forschung eingesetzt wird", sagte Dr. Wael Farah, SETI Institute ATA Project Scientist und Co-Autor laut Phys.


Wie die Arbeit der Forschergruppe im Magazin Monthly Notices of the Royal Astronomical Society beschreibt, hatte der untersuchte Repeater in 541 Beobachtungsstunden 35 Radioblitze ausgesendet. Dabei konnte bekannte Eigenschaften des FRB bestätigt werden, besonders fasziniert die Wissenschaftler aber die Entdeckung neuer "Muster."

Allen Telescope Array (ATA)Allen Telescope Array (ATA)Allen Telescope Array (ATA)Allen Telescope Array (ATA)
Allen Telescope Array (ATA)Allen Telescope Array (ATA)Allen Telescope Array (ATA)Allen Telescope Array (ATA)

So konnten Zusammenhänge zwischen Bandbreite, Frequenz und Dauer der Blitze beobachtet werden. Über die zweimonatige Beobachtungszeit fiel vor allem die Mittenfrequenz des Bursts deutlich ab, die Forscher ziehen hier den Vergleich zu einer "kosmischen Kolbenflöte"

Wie Co-Autorin Dr. Sofia Sheikh beschreibt, helfen die neuen Ergebnisse, die möglichen Quellen von FRBs einzugrenzen, wie beispielsweise extreme Objekte wie Magnetare. "Aber kein existierendes Modell kann alle Eigenschaften erklären, die bisher beobachtet wurden", so Sheikh. Studien, die dank Werkzeugen wie ATA möglich werden, können hier "einen neuen Blickwinkel auf die außergewöhnlichen Rätsel in der FRB-Wissenschaft bieten."

Übrigens: Seinen Namen hat das Allen Telescope Array (ATA) dank des großzügigsten Spenders für den Aufbau: Microsoft Co-Gründer Paul Allen. Auch Nathan Myhrvold (ehemaliger Chief Technology Officer von Microsoft) hatte Gelder für das große Projekt des SETI-Instituts bereitgestellt.

Zusammenfassung
  • Radioblitze faszinieren Forscher seit ihrer Entdeckung
  • SETI-Institut untersucht regelmäßige Radiosignale
  • FRB 20220912A mit umgebautem Teleskop ATA erforscht
  • In 541 Stunden 35 Radioblitze registriert
  • Neue Muster in Bandbreite, Frequenz und Dauer entdeckt
  • Modelle können FRB-Eigenschaften noch nicht voll erklären
  • ATA benannt nach Microsoft-Mitgründer Paul Allen

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