Googles neuartiges Geothermie-Kraftwerk hat Betrieb aufgenommen
Google bezieht einen Teil seines Stroms für den Betrieb von Datenzentren ab sofort aus einer neuen Geothermie-Anlage. Diese ist auf Basis eines neuen Konzepts im US-Bundesstaat Nevada errichtet worden und begann jetzt offiziell mit der Einspeisung.
Die Zusammenarbeit mit Fervo ist ein wichtiger Baustein Googles bei der Umsetzung des Plans, bis zum Jahr 2030 vollständig mit Strom aus erneuerbaren Quellen zu arbeiten. Damit dies funktionieren kann, muss der Konzern auch einiges an Eigenleistung bei der Erschließung entsprechender Energiequellen liefern - wenn man sich ausschließlich auf Einkäufe von herkömmlichen Versorgern verlässt, wird es schwierig.
"Wenn man bedenkt, wie sehr wir Wind- und Solarenergie und Lithium-Ionen-Speicher vorangetrieben haben, sind wir hier sozusagen bei der nächsten Stufe. Und wir sind überzeugt, dass Unternehmen bei der Förderung dieser Technologien eine große Rolle spielen müssen", erklärte Michael Terrell, Senior Director für Energie und Klima bei Google.
Das Kraftwerk wurde am Rande eines bestehenden geothermischen Feldes gebaut, wo es heißes Gestein, aber keine Wasservorkommen gibt. Um dort geothermische Energie zu erzeugen, musste Fervo zwei horizontale Brunnen bohren, durch die Wasser gepumpt wird. Man drückt kaltes Wasser durch die Risse im Gestein, wodurch es sich erhitzt und an der Oberfläche wieder Dampf erzeugt. Es handelt sich um einen geschlossenen Kreislauf, sodass das Wasser wiederverwendet wird - ein wichtiges Merkmal in einer von Trockenheit bedrohten Region wie Nevada.
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Kleine Pilotanlage
Google arbeitet hier mit dem Startup Fervo zusammen, das eine neue Technologie zur Nutzung geothermischer Energie entwickelt hat. Da das erste Kraftwerk nach dem neuen Verfahren noch viel eines Pilotprojekts in sich hat, handelt es sich um ein relativ kleines System mit einer Kapazität von 3,5 Megawatt. Der Strom wird in ein lokales Netz eingespeist, an das auch zwei Datenzentren Googles angeschlossen sind.Die Zusammenarbeit mit Fervo ist ein wichtiger Baustein Googles bei der Umsetzung des Plans, bis zum Jahr 2030 vollständig mit Strom aus erneuerbaren Quellen zu arbeiten. Damit dies funktionieren kann, muss der Konzern auch einiges an Eigenleistung bei der Erschließung entsprechender Energiequellen liefern - wenn man sich ausschließlich auf Einkäufe von herkömmlichen Versorgern verlässt, wird es schwierig.
So funktioniert das neue Geothermie-Kraftwerk Fervos und Googles
"Wenn man bedenkt, wie sehr wir Wind- und Solarenergie und Lithium-Ionen-Speicher vorangetrieben haben, sind wir hier sozusagen bei der nächsten Stufe. Und wir sind überzeugt, dass Unternehmen bei der Förderung dieser Technologien eine große Rolle spielen müssen", erklärte Michael Terrell, Senior Director für Energie und Klima bei Google.
Ohne Wasservorkommen
Das Projekt ist seit 2021 in Arbeit, als Google die "weltweit erste Unternehmensvereinbarung zur Entwicklung eines Geothermieprojekts der nächsten Generation" bekannt gab. Geothermische Energie nutzt die Wärme, die aus dem Erdinneren austritt. Bei diesem Projekt handelt es sich jedoch nicht um ein gewöhnliches geothermisches Kraftwerk, das normalerweise heiße Flüssigkeiten aus natürlichen Reservoirs ansaugt, um Dampf zu erzeugen, der Turbinen antreibt.Das Kraftwerk wurde am Rande eines bestehenden geothermischen Feldes gebaut, wo es heißes Gestein, aber keine Wasservorkommen gibt. Um dort geothermische Energie zu erzeugen, musste Fervo zwei horizontale Brunnen bohren, durch die Wasser gepumpt wird. Man drückt kaltes Wasser durch die Risse im Gestein, wodurch es sich erhitzt und an der Oberfläche wieder Dampf erzeugt. Es handelt sich um einen geschlossenen Kreislauf, sodass das Wasser wiederverwendet wird - ein wichtiges Merkmal in einer von Trockenheit bedrohten Region wie Nevada.
Zusammenfassung
- Google nutzt Geothermie-Strom aus Nevada
- Neues Kraftwerk von Startup Fervo entwickelt
- Kleine Versuchsanlage mit 3,5 Megawatt
- Ziel: ab 2030 nur Strom aus erneuerbaren Energien für Google
- Eigenleistungen zur Erschließung nötig
- Technologieförderung durch Unternehmen wichtig
- Pilotprojekt nutzt heißes Gestein, Wasser bleibt im Kreislauf
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