NASA schafft optische Datenverbindung über 16 Millionen Kilometer
Optische Kommunikation gehört für viele Internetnutzer inzwischen zum Alltag. Die Raumfahrtingenieure können sich ebenfalls dafür begeistern und stellten jetzt einen neuen Rekord auf: Sie stellten eine Datenverbindung bis in den tiefen Raum her.
Genau dies ist den Technikern des Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA jetzt gelungen. Sie hatten der Psyche-Sonde, die sich auf dem Weg zum gleichnamigen Metall-Asteroiden befindet, eine Box mit ihrem Deep Space Optical Communications (DSOC)-Experiment mitgegeben. Dieses wurde nun erstmals erfolgreich getestet.
Die Ingenieure übertrugen hier nun Daten über eine Distanz von rund 16 Millionen Kilometern - das entspricht etwa dem 40-Fachen der Entfernung von Erde und Mond. "Der Empfang des ersten Lichts ist einer von vielen kritischen DSOC-Meilensteinen in den kommenden Monaten, die den Weg zu einer Kommunikation mit höherer Datenrate ebnen, mit der wissenschaftliche Informationen, hochauflösende Bilder und Videostreams gesendet werden können", sagte Trudy Kortes, Direktorin für Technologie-Demonstrationen im NASA-Hauptquartier in Washington.
Die Technologie ist nicht nur wichtig, um immer leistungsfähigere Instrumente in die Tiefen des Sonnensystems zu schicken. Auch für bemannte Marsmissionen wird die Technik entscheidend sein, da sie viel höhere Übertragungsraten als Funkverbindungen ermöglichen. Diese werden auch benötigt, um Astronauten auf ihrer langen Reise zum nächsten Planeten mit psychisch wichtigen Kommunikations-Möglichkeiten zu versorgen.
Siehe auch:
- Neue Datenverbindung ins All aufgestellt
- Laserkommunikation effizienter als Funk
- NASA-JPL erfolgreich mit DSOC-Test
- Daten über 16 Mio. km übertragen
- Testdaten gesendet, Prozesse verfeinern
- Ziel: Hohe Bandbreite über Distanz
- Wichtig für künftige Marsmissionen
Perfekte Ausrichtung nötig
Normalerweise übertragen Sonden und Instrumente, die sich weit von der Erde entfernen, ihre Daten per Funk. Aufgrund der Streuung der Signale wird hier aber mehr Energie benötigt als unbedingt nötig. Optische Verbindungen per Laser sind da wesentlich effizienter, erfordern aber eben auch eine perfekte Ausrichtung zwischen Sender und Empfänger über gigantische Distanzen hinweg.Genau dies ist den Technikern des Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA jetzt gelungen. Sie hatten der Psyche-Sonde, die sich auf dem Weg zum gleichnamigen Metall-Asteroiden befindet, eine Box mit ihrem Deep Space Optical Communications (DSOC)-Experiment mitgegeben. Dieses wurde nun erstmals erfolgreich getestet.
DSOC: NASA-Ingenieure erklären die neue Technik
Die Ingenieure übertrugen hier nun Daten über eine Distanz von rund 16 Millionen Kilometern - das entspricht etwa dem 40-Fachen der Entfernung von Erde und Mond. "Der Empfang des ersten Lichts ist einer von vielen kritischen DSOC-Meilensteinen in den kommenden Monaten, die den Weg zu einer Kommunikation mit höherer Datenrate ebnen, mit der wissenschaftliche Informationen, hochauflösende Bilder und Videostreams gesendet werden können", sagte Trudy Kortes, Direktorin für Technologie-Demonstrationen im NASA-Hauptquartier in Washington.
Daten für die Mars-Mission
Über die Verbindung wurden erst einmal ausschließlich Testdaten verschickt. In nächster Zeit will man nun an der Verfeinerung der Prozesse bei der Kontaktaufnahme arbeiten. Anschließend will man es schaffen, die längere Aufrechterhaltung hoher Bandbreiten bei einer Verbindung über viele Millionen von Kilometern zu demonstrieren.Die Technologie ist nicht nur wichtig, um immer leistungsfähigere Instrumente in die Tiefen des Sonnensystems zu schicken. Auch für bemannte Marsmissionen wird die Technik entscheidend sein, da sie viel höhere Übertragungsraten als Funkverbindungen ermöglichen. Diese werden auch benötigt, um Astronauten auf ihrer langen Reise zum nächsten Planeten mit psychisch wichtigen Kommunikations-Möglichkeiten zu versorgen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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