Apple wird jetzt sogar noch abhängiger von einem einzigen Produkt

Apple gelingt es trotz einiger Versuche nicht, die Einnahmen zu diversi­fizieren. Die Abhängigkeit vom iPhone als Umsatzquelle hat sich zuletzt sogar noch verschärft, nachdem die Verkäufe bei allen anderen eigenständigen Produkten zurückgegangen waren.
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iPhone 15 startet extrem stark

Apple hat im letzten Quartal einen Umsatz von insgesamt 89,5 Milliarden Dollar generiert - das ist 1 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der starke Start der neuen iPhone-15-Generation sorgte allerdings dafür, dass die direkten Einnahmen aus den Smartphone-Verkäufen auf einen neuen Höchststand kletterten - zumindest was die Vergleichswerte aus anderen dritten Quartalen angeht.

43,8 Milliarden Dollar spülte das iPhone in die Kassen des Konzerns, das sind 2,8 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Damit machen die Geräte direkt 49 Prozent des Konzernumsatzes aus. Das Services-Geschäft war mit 22,3 Milliarden Dollar Umsatz erneut der zweitgrößte Bereich, was einem Anstieg von 16,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Hier schafft es das Unternehmen, zumindest etwas unabhängiger von den reinen Hardware-Verkäufen zu werden. Apple Umsatz Q4 2023Die Umsatz-Entwicklung Apples Alle anderen Geschäftsbereiche verbuchten allerdings geringere Umsätze als im letzten Jahr. Der Mac erzielte etwa Einnahmen von 7,6 Milliarden Dollar, ein Rückgang von 33,8 Prozent. Das iPad erzielte einen Umsatz von 6,4 Milliarden Dollar, was einem Rückgang von 10,2 Prozent entspricht. Und Wearables, Home und Zubehör kamen auf 9,3 Milliarden US-Dollar, was 3,4 Prozent weniger sind.

iPhone ist Wirtschaftsmacht

Produktsegmente wie Services, Wearables, Home und Accessoires sind dabei allerdings weitgehend auch vom iPhone und seiner breiten Installationsbasis abhängig. Entsprechend lässt sich zumindest schätzungsweise sagen, dass deutlich über 80 Prozent des Konzernumsatzes direkt oder indirekt von dem Smartphone abhängen. Damit ist Apple in ähnlichem Umfang von einem Produkt abhängig, wie beispielsweise Google vom Werbemarkt.

Für Apple wäre es von Vorteil, wenn es gelänge, die Einnahmen auf mehr Säulen zu verteilen. Allerdings handelt es sich hierbei auch um Luxusprobleme. Immerhin kann das kalifornische Unternehmen allein mit dem iPhone und den dazugehörenden Diensten, Inhalten und Zubehör mehr Einnahmen generieren, als das nach Apple zweitwertvollste Unternehmen der Welt - Microsoft - mit all seinen Produkten. Die Redmonder kamen im letzten Quartal auf 56,5 Milliarden Dollar.

Zusammenfassung
  • Apples Abhängigkeit vom iPhone steigt
  • Quartalsumsatz bei 89,5 Milliarden Dollar, 1% weniger als im Vorjahr
  • iPhone-Verkäufe erreichen mit 43,8 Milliarden Dollar neuen Höchststand
  • Services-Geschäft als zweitgrößter Bereich mit 22,3 Milliarden Dollar Umsatz
  • Umsatzrückgang in allen anderen Geschäftsbereichen, z.B. Mac und iPad
  • Über 80% des Konzernumsatzes hängen direkt oder indirekt vom iPhone ab
  • Apple hat mehr Einnahmen als Microsoft, trotz Einnahmekonzentration auf iPhone

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