Convoy ist pleite: Bill Gates und Jeff Bezos erleiden Fehlschlag
Nicht alles, was die beiden Milliardäre Bill Gates und Jeff Bezos anfassen, wird zu Gold. Das von ihnen finanziertes Startup Convoy ist pleite und muss den Betrieb einstellen, weil es weder am Markt noch bei möglichen Käufern ein Interesse gibt.
Lewis zeigte sich weiterhin davon überzeugt, eigentlich auf das richtige Pferd gesetzt zu haben. Nur seien die Umstände schlecht gewesen. Mit seinem Angebot habe man am Markt nicht punkten können, weil der gesamte Logistikbereich mit einer massiven Rezession zu kämpfen habe. Und auch die Kapitalmärkte befänden sich derzeit eher in einem Rückzugsgefecht, sodass es kaum möglich ist, zusätzliche Gelder zu bekommen, mit denen man dann bis in bessere Zeiten durchhalten kann.
Im April letzten Jahres wurde der Wert des Startups noch auf 3,8 Milliarden Dollar beziffert. Und dass sein Geschäftskonzept durchaus sinnvoll ist, dürfte jedem einleuchten. Das Ziel des Unternehmens bestand immerhin darin, die Effizienz der Logistikbranche deutlich zu verbessern. Daran arbeitete Lewis, ein ehemaliger Manager Amazons, bereits seit 2015.
Trotz hochkarätiger Investoren, deren Interesse Geld zu versenken sich aber auch irgendwann erschöpft, fand sich bei der jüngsten Suche nach einem potenziellen Käufer keine Lösung. Convoy wurde dem Vernehmen nach bei Konzernen wie Walmart über Amazon bis hin zu Maersk vorstellig, konnte aber keinen von diesen überzeugen, eine Übernahme anzustoßen.
Siehe auch:
- Von Gates und Bezos finanziertes Startup Convoy ist insolvent
- Kein Interesse am Markt oder von potenziellen Käufern
- Geschäftsführer informierte Mitarbeiter über Betriebseinstellung
- Unternehmen hatte mit Rezession im Logistikbereich zu kämpfen
- Convoy baute Online-Plattform zur Optimierung von LKW-Fahrten
- Ziel war Minimierung von Leerfahrten für Ökonomie und Ökologie
- Trotz prominenter Investoren fand sich kein Käufer
Immer diese Umstände
Der Gründer und Geschäftsführer von Convoy, Dan Lewis, teilte den Mitarbeitern gestern in einem internen Memo mit, dass "heute Ihr letzter Tag im Unternehmen ist" und dass das Unternehmen "strategische Optionen für die Zukunft prüft und bewertet", berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.Lewis zeigte sich weiterhin davon überzeugt, eigentlich auf das richtige Pferd gesetzt zu haben. Nur seien die Umstände schlecht gewesen. Mit seinem Angebot habe man am Markt nicht punkten können, weil der gesamte Logistikbereich mit einer massiven Rezession zu kämpfen habe. Und auch die Kapitalmärkte befänden sich derzeit eher in einem Rückzugsgefecht, sodass es kaum möglich ist, zusätzliche Gelder zu bekommen, mit denen man dann bis in bessere Zeiten durchhalten kann.
Im April letzten Jahres wurde der Wert des Startups noch auf 3,8 Milliarden Dollar beziffert. Und dass sein Geschäftskonzept durchaus sinnvoll ist, dürfte jedem einleuchten. Das Ziel des Unternehmens bestand immerhin darin, die Effizienz der Logistikbranche deutlich zu verbessern. Daran arbeitete Lewis, ein ehemaliger Manager Amazons, bereits seit 2015.
Interesse an Win-Win-Win mäßig
Die Firma baute an einer Online-Plattform, die LKW-Fahrer und Logistikunternehmen enger zusammenbringen und die Auftragsvergabe optimieren sollte. Das Ziel bestand in erster Linie darin, die immer noch recht häufigen Leerfahrten zu minimieren. Dies wäre letztlich ein Gewinn für alle: Die LKW-Besitzer optimieren ihre Auftragslage, Frachtfirmen können allgemein mit geringeren Preisen rechnen und die Umwelt profitiert von einer gesunkenen Menge an Fahrkilometern.Trotz hochkarätiger Investoren, deren Interesse Geld zu versenken sich aber auch irgendwann erschöpft, fand sich bei der jüngsten Suche nach einem potenziellen Käufer keine Lösung. Convoy wurde dem Vernehmen nach bei Konzernen wie Walmart über Amazon bis hin zu Maersk vorstellig, konnte aber keinen von diesen überzeugen, eine Übernahme anzustoßen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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