100.000 Systeme in Infrastrukturen und Industrien leicht angreifbar
Stromnetze, Ampelsysteme, Sicherheits- und Wasser-Infrastrukturen sowie Industrieanlagen weisen eklatante Sicherheitslücken auf und können durch Angriffe massiv gestört werden. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung des Security-Dienstleisters BitSight.
Zu den gefährdeten ICS gehören Einheiten diverser Größenklassen - es reicht von vernetzten Sensoren und Schaltern über Gebäudemanagementsysteme bis hin zu Steuerungen für kritische Infrastrukturen. Um entsprechende Systeme zu finden, müssten interessierte Angreifer letztlich nur einen breiten Scan durch das Internet durchführen. Die am stärksten exponierten Länder sind dabei natürlich die großen Industriestaaten mit einem hohen Maß an Digitalisierung und Vernetzung:
Die Situation ist insbesondere auch deshalb von Bedeutung, weil die Fälle, in denen Malware, die von staatlich gesponserten Akteuren entwickelt wurde, unsichere ICS infiziert, immer stärker zunimmt. Man muss hier also davon ausgehen, dass es vermehrt zu größeren Störungen in entsprechenden Systemen und Infrastrukturen kommen kann.
Die BitSight-Forscher verwiesen zusätzlich auf die Tatsache, dass sich viele Betreiber solcher Systeme der Risiken bewusster werden. Das zeigt sich im Vergleich zu vorhergehenden Untersuchungen: Seit 2019 verzeichnet man eine sinkende Zahl angreifbarer ICS.
Siehe auch:
Industriestaaten im Fokus
Die Sicherheitsforscher des Unternehmens haben 100.000 industrielle Kontrollsysteme (ICS) identifiziert, die über das Internet zugänglich sind und die über bekannte Schwachstellen verfügen. Sie können also im Grunde jederzeit von Angreifern kompromittiert werden. Die Bedrohung zieht sich durch diverse Sektoren und betrifft eine Vielzahl an Ländern.Zu den gefährdeten ICS gehören Einheiten diverser Größenklassen - es reicht von vernetzten Sensoren und Schaltern über Gebäudemanagementsysteme bis hin zu Steuerungen für kritische Infrastrukturen. Um entsprechende Systeme zu finden, müssten interessierte Angreifer letztlich nur einen breiten Scan durch das Internet durchführen. Die am stärksten exponierten Länder sind dabei natürlich die großen Industriestaaten mit einem hohen Maß an Digitalisierung und Vernetzung:
- USA
- Kanada
- Italien
- Großbritannien
- Frankreich
- Niederlande
- Deutschland
- Spanien
- Polen
- Schweden
Die Situation ist insbesondere auch deshalb von Bedeutung, weil die Fälle, in denen Malware, die von staatlich gesponserten Akteuren entwickelt wurde, unsichere ICS infiziert, immer stärker zunimmt. Man muss hier also davon ausgehen, dass es vermehrt zu größeren Störungen in entsprechenden Systemen und Infrastrukturen kommen kann.
Besserung in Sicht
Allein auf der Grundlage der Daten von Bitsight ist es jedoch schwierig abzuschätzen, wie viele der 100.000 gefährdeten ICS tatsächlich so angegriffen werden können, dass ein gravierender Schaden eintritt. So ist es durchaus möglich, dass Probleme, die von bekannten Schwachstellen verursacht werden, durch nachgelagerte Sicherungen wie Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA), rollenbasierte Zugriffskontrolle (RBAC) oder Netzwerksegmentierung abgefangen werden.Die BitSight-Forscher verwiesen zusätzlich auf die Tatsache, dass sich viele Betreiber solcher Systeme der Risiken bewusster werden. Das zeigt sich im Vergleich zu vorhergehenden Untersuchungen: Seit 2019 verzeichnet man eine sinkende Zahl angreifbarer ICS.
Zusammenfassung
- Sicherheitslücken in Stromnetzen, Ampelsystemen und Industrieanlagen
- 100.000 industrielle Kontrollsysteme mit Schwachstellen identifiziert
- Bedrohung betrifft viele Sektoren und Länder
- Malware-Infektionen durch staatlich gesponserte Akteure nehmen zu
- Unsicher, wie viele ICS tatsächlich Schaden erleiden können
- Nachgelagerte Sicherungen könnten einige Probleme abfangen
- Betreiber werden sich der Risiken bewusster, sinkende Zahl seit 2019.
Siehe auch:
Thema:
Neueste Downloads
Beliebt im Preisvergleich
- Internet Security:
Neue Nachrichten
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen