Ubisoft: Französische Polizei hat jetzt fünf Ex-Manager verhaftet
Die Ermittlungen gegen mehrere ehemalige Führungskräfte des Spieleherstellers Ubisoft laufen nun bereits seit Jahren. Jetzt hat die französische Polizei die Beschuldigten festgenommen und zu Befragungen in die jeweiligen Dienststellen gebracht.
Wer die drei anderen Personen sind, ist bisher nicht genauer geklärt. Es geht in der Sache allerdings um Vorwürfe über sexuelle Übergriffe und Belästigungen innerhalb des Unternehmens, die bereits im Jahr 2020 zur Freistellung und der nachfolgenden Entlassung oder freiwilligen Kündigung mehrerer Führungskräfte in dem Spieleunternehmen geführt hatten. Dies war das Ergebnis einer ersten internen Untersuchung der Vorfälle und einer Befragung der Mitarbeiter.
In der Belegschaft gab es allerdings trotz dessen anhaltenden Unmut über den Umgang der Unternehmensführung mit den Anschuldigungen. Im Sommer 2021 wurde daraufhin durch die Gewerkschaft Solidaires Informatique und zwei Opfern von sexuellen Übergriffen Anzeige bei der Polizei gestellt. Die dadurch ausgelösten Ermittlungen führten nun also zu den Festnahmen.
Allerdings dürfte die Sache für das Unternehmen weiterhin nicht erledigt sein - auch wenn keiner der nun verhafteten Ex-Manager mehr bei Ubisoft arbeitet. Denn die Betroffenen erklärten von Beginn an immer wieder, dass die Angelegenheit über individuelles Fehlverhalten einiger Führungskräfte hinausgehe und auch die "systemische sexuelle Gewalt" im Unternehmen und auch weiten Teilen der Spielebranche angegangen werden müsse.
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Jahrelange Auseinandersetzung
Zu den fünf Verhafteten gehören der ehemalige Chief Creative Officer Ubisofts, Serge Hascoët, und der ehemalige Leiter des Bereichs redaktionelle und kreative Dienstleistungen, Tommy François. Das geht aus einem Bericht der Zeitung Liberation hervor.Wer die drei anderen Personen sind, ist bisher nicht genauer geklärt. Es geht in der Sache allerdings um Vorwürfe über sexuelle Übergriffe und Belästigungen innerhalb des Unternehmens, die bereits im Jahr 2020 zur Freistellung und der nachfolgenden Entlassung oder freiwilligen Kündigung mehrerer Führungskräfte in dem Spieleunternehmen geführt hatten. Dies war das Ergebnis einer ersten internen Untersuchung der Vorfälle und einer Befragung der Mitarbeiter.
In der Belegschaft gab es allerdings trotz dessen anhaltenden Unmut über den Umgang der Unternehmensführung mit den Anschuldigungen. Im Sommer 2021 wurde daraufhin durch die Gewerkschaft Solidaires Informatique und zwei Opfern von sexuellen Übergriffen Anzeige bei der Polizei gestellt. Die dadurch ausgelösten Ermittlungen führten nun also zu den Festnahmen.
Es geht nicht nur um Einzelne
Seitens des Spieleunternehmens hieß es, dass man zu den aktuellen Vorgängen nichts sagen könne und man keine Kenntnis über den genauen Stand der Ermittlungen habe. Auch die polizeilichen Ermittler hielten sich mit Informationen zurück, was dem Schutz der Persönlichkeitsrechte der Beschuldigten geschuldet ist.Allerdings dürfte die Sache für das Unternehmen weiterhin nicht erledigt sein - auch wenn keiner der nun verhafteten Ex-Manager mehr bei Ubisoft arbeitet. Denn die Betroffenen erklärten von Beginn an immer wieder, dass die Angelegenheit über individuelles Fehlverhalten einiger Führungskräfte hinausgehe und auch die "systemische sexuelle Gewalt" im Unternehmen und auch weiten Teilen der Spielebranche angegangen werden müsse.
Zusammenfassung
- Ermittlungen gegen ehemalige Führungskräfte von Ubisoft
- Festnahme von fünf Personen, darunter Serge Hascoët und Tommy François
- Vorwürfe: Sexuelle Übergriffe und Belästigungen im Unternehmen
- Anzeige durch Gewerkschaft und Opfern führte zu Ermittlungen
- Ubisoft äußert sich nicht zum aktuellen Stand der Ermittlungen
- Keiner der Beschuldigten arbeitet mehr bei Ubisoft
- Betroffene fordern Aufarbeitung "systemischer sexueller Gewalt" in der Branche
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