Apple kann nicht alles: Wichtiger Chip muss weiter eingekauft werden
Wenn die Führungskräfte Apples heute Abend auf die Bühne treten, um ihre neuesten Produkte zu präsentieren, dürfte wieder der Eindruck eines Unternehmens erweckt werden, dem scheinbar alles gelingt. Einen wichtigen Chip bekommt man aber seit Jahren nicht selbst hin.
Das freut vor allem Qualcomm. Der Chiphersteller beliefert seit vielen Jahren auch Apple und ist in dem Markt für Chips, in denen diverse Funktechnologien in Silizium-Schaltkreisen abgebildet werden, nahezu unangefochten. Und das wird vorerst so bleiben, wie ein Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zeigt.
Zwischen Apple und Qualcomm wurde demnach ein neuer Liefervertrag unterzeichnet. Laut diesem wird Qualcomm die Mobilfunkmodems für die Apple-Smartphones bereitstellen, die in den Jahren 2024, 2025 und 2026 auf den Markt kommen. Das Abkommen schließt dabei an den bisherigen Vertrag an, der mit den heute gezeigten iPhones auslaufen wird.
Apple hingegen muss sich hier wohl eingestehen, dass es Aufgaben gibt, die sich auch die eigene Entwicklungsabteilung als ziemlich schwierig herausstellen. Immerhin begann man nicht einmal bei null, sondern konnte auf die im Jahr 2019 von Intel übernommene Entwicklung von Funkmodems zurückgreifen, die bereits die Grundlagen mitbrachte.
Siehe auch:
- Apple präsentiert heute Abend neue Produkte
- Apple scheitert seit Jahren daran, eigene Mobilfunk-Modems zu entwickeln
- Qualcomm beliefert Apple weiterhin mit Modems für iPhones
- Neuer Liefervertrag zwischen Apple und Qualcomm für 2024, 2025 und 2026
- Qualcomm bleibt unangefochten im Markt für Funktechnologie-Chips
- Apple ist Qualcomms größter Einzelkunde, bringt bis zu 1/4 des Gesamtumsatzes
- Apple nutzt Entwicklung von Funkmodems von Intel, trotzdem schwierig
Gerüchteküche kaltgestellt
Bereits seit Jahren arbeitet man bei dem Konzern intensiv daran, auch die Mobilfunk-Modems für iPhones und Co. in der eigenen Chip-Schmiede entwickeln zu lassen. Entsprechend gibt es immer wieder Gerüchte, dass das jeweils nächste Apple-Smartphone auch bei dieser Komponente autark werden könnte. Bisher zeigt sich aber vor allem, dass die Sache weniger einfach ist als oft gedacht.Das freut vor allem Qualcomm. Der Chiphersteller beliefert seit vielen Jahren auch Apple und ist in dem Markt für Chips, in denen diverse Funktechnologien in Silizium-Schaltkreisen abgebildet werden, nahezu unangefochten. Und das wird vorerst so bleiben, wie ein Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zeigt.
Zwischen Apple und Qualcomm wurde demnach ein neuer Liefervertrag unterzeichnet. Laut diesem wird Qualcomm die Mobilfunkmodems für die Apple-Smartphones bereitstellen, die in den Jahren 2024, 2025 und 2026 auf den Markt kommen. Das Abkommen schließt dabei an den bisherigen Vertrag an, der mit den heute gezeigten iPhones auslaufen wird.
Massiver Erfolg
Damit dürfte die Frage, wer die Modems der iPhones liefert, wohl für die kommenden Jahre kein besonders hitzig zu diskutierendes Thema mehr sein. Für Qualcomm bedeutet die Fortführung des Zulieferabkommens dabei eine wichtige Säule für die kommende Geschäftsentwicklung. Immerhin ist Apple der größte Einzelkunde des Chipherstellers und soll bis zu einem Viertel des Gesamtumsatzes einbringen.Apple hingegen muss sich hier wohl eingestehen, dass es Aufgaben gibt, die sich auch die eigene Entwicklungsabteilung als ziemlich schwierig herausstellen. Immerhin begann man nicht einmal bei null, sondern konnte auf die im Jahr 2019 von Intel übernommene Entwicklung von Funkmodems zurückgreifen, die bereits die Grundlagen mitbrachte.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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