Senf dazu: WeChat vs. X, Musks Idee ist zum Scheitern verurteilt
WeChat ist eine Super-App, die in China praktisch jeder nutzt. Sie ist das Vorbild, nach dem Musk X zur "Everything"-App umbauen möchte. Daher geht es hier um zwei Dinge: Was genau ist WeChat und was kann die App alles? Und wieso wird Musk scheitern, "X" nachzubauen?
Ich bin überzeugt, dass diese Idee zum Scheitern verurteilt ist, was sowohl an Elon Musk als auch an China liegt. Um verstehen zu können, was Elon Musk da genau vorhat und wieso das nicht hinhauen wird, müssen wir aber zuerst darüber reden, was dieses "WeChat" überhaupt ist, was die Super-App auf dem Kasten hat und wieso diese App so umstritten ist.
Besonders intensiv beschäftigt sich Tencent mit dem Thema Gaming: So ist Riot Games (League of Legends) seit 2015 eine hundertprozentige Tencent-Tochter. An Epic Games ist man zu 40 Prozent beteiligt, an Supercell (Clash of Clans, Clash Royale) sogar zu 84 Prozent - und auch bei vielen weiteren großen Namen wie Ubisoft und Activision Blizzard ist Tencent mit an Bord. Apropos Beteiligungen: Tencents Geld steckt unter anderem auch in Snapchat, Spotify, Discord und sogar Tesla.
Oft - wie beim Live-Standort - gab es die Funktionen bei WeChat lange, bevor es sie bei WhatsApp gab. Aber WeChat ist auch weit mehr als das, was der Messenger aus dem Hause Meta zu bieten hat. Abgehoben hat die App dadurch, dass sie über Chat-Funktionen hinaus sehr früh deutlich aufgebohrt wurde. Egal ob Business-Features, Spiele oder Service-Leistungen: Alle denkbaren Tools können einfach in WeChat integriert werden.
Auf diese Weise wurde WeChat in China so etwas wie ein Schweizer Armeemesser: Eine Allzweckwaffe, die dafür sorgt, dass die chinesischen Nutzer fast alles innerhalb der App erledigen können - egal ob es Chatten, Bezahlen oder Spielen ist.
Eher findet Ihr in China eine Auswahl an Mobile-Payment-Lösungen, als jemanden, der Bares annimmt
Das geht ganz unkompliziert vonstatten, indem lediglich ein QR-Code gescannt und dann der gewünschte, zu zahlende Betrag eingegeben wird. Egal, ob Ihr im Supermarkt seid, eine Bahnfahrkarte oder ein Flugticket kauft oder Eure Miete/Strom/Gas bezahlen wollt: Man bezahlt in Sekunden über diese App - selbst Immobilien lassen sich per WeChat erwerben.
Im Gegensatz zu den Gepflogenheiten hierzulande, könnt Ihr wirklich immer und überall per Smartphone zahlen. Das gilt auch für Straßenverkäufer, und selbst obdachlose Bettler können via WeChat Geld erhalten. Ihr werft also keinen Euro in einen Hut oder leeren Kaffeebecher, sondern scannt schlicht den QR-Code der Person.
Natürlich könnt Ihr mit WeChat auch Freunden unkompliziert Geld senden. Zudem könnt Ihr im WeChat Wallet auch Kreditkarten hinterlegen und unkompliziert damit bezahlen. Kreditkarten selbst werden in China dagegen eher selten akzeptiert.
WeChat Pay ist in Deutschland nicht bzw. nur eingeschränkt über diverse Umwege möglich. Mittlerweile erhöht sich aber zumindest die Zahl der Shops, die Chinesen in Deutschland das Bezahlen per WeChat ermöglichen.
Auch in Deutschland bietet uns WeChat neben dem Chat den Momente-Feed und die Scan-Funktion
Auch diese Funktion ist außerhalb Chinas verfügbar. Ich habe sie gerade erstmals ausprobiert und kann Euch nicht sagen, ob das Feature in Deutschland tatsächlich von vielen Nutzern eingesetzt wird.
Außerdem gibt es noch - ebenfalls in Deutschland verfügbar - die Funktion "People Nearby", die Euch, wie bei Snapchat, Leute anzeigt, die sich in Eurer Nähe befinden. Auch hier besteht unmittelbar die Möglichkeit, sofort das Profil des anderen zu checken und den Chat zu eröffnen.
Leute kennenlernen? Das klappt bei WeChat mitunter durch Schütteln
Mit der scannt Ihr aber nicht nur beim Bezahlen oder Kennenlernen. Haltet die Kamera auf einen Gegenstand und WeChat erkennt das Objekt und wirft Euch einen Link zu, wo Ihr den Gegenstand direkt kaufen könnt. Scannt Ihr einen Text, beispielsweise in einer Speisekarte, könnt Ihr diesen direkt übersetzen lassen.
Auch das Installieren der Mini-Programme funktioniert, indem Ihr lediglich den QR-Code scannt, ausgeführt werden die Programme in der Cloud. Als Beispiel seien die Programme Meituan und Didi genannt - die wichtigsten Apps in China, wenn man etwas zu essen oder ein Taxi bestellen möchte.
Das ist tatsächlich nur ein kleiner Überblick über die Kernfunktionen. Es gibt in China noch die Möglichkeit Games zu zocken, Filme zu streamen, Nachrichten zu lesen und Restaurants in der Nähe zu buchen. Ihr reserviert Plätze im Kino, im Zug oder im Flieger, ruft den Handwerker, holt Euch Arzttermine, mietet eine Wohnung, hinterlegt Ausweisdokumente und unendlich viel mehr. Ganz vieles davon wird über die "Mini-Programme" realisiert.
Der Discover-Tab ist mit Moments, Scan, Shake und People Nearby dünner bestückt als in China
Apropos: Ihr könnt ja spaßeshalber mal bei der Privacy-Checker-Plattform Exodus vorbeischauen. Dort erfahrt Ihr, dass WeChat sage und schreibe 72 (!) Berechtigungen verlangt, darunter viele bedenkliche. Wollt Ihr tatsächlich, dass eine chinesische App immer weiß, wo Ihr seid, was Ihr bezahlt und mit wem Ihr was kommuniziert?
Allein die schiere Größe bzw. der Umfang der App entwickelt sich zu einem Problem: Kann alles in einer einzigen App erledigt werden, landen auch alle Daten, die tagtäglich anfallen, bei einem einzigen Unternehmen. Umso schlimmer ist das dann, wenn wir befürchten müssen, dass all diese Daten brühwarm an die chinesische Regierung weitergereicht werden.
Das ist kein Spaß in einem Land, das nach wie vor an einem Social-Scoring-System feilt. Ach, übrigens: Während in Europa die Handynummer reicht, um einen Account einzurichten, ist das in China direkt an die offizielle China-ID gekoppelt. Gläserner Bürger? Ja, in China ist das längst so.
Und ja: Die Regierung in China liest nicht nur mit, sie entscheidet auch darüber, was überhaupt gelesen werden darf. Private und Gruppennachrichten werden in Echtzeit (!) zensiert. Kritik an Xi Jinping oder regimefeindliche Memes kommen gar nicht erst beim Empfänger an. Teilt Ihr kritische Beiträge im "Momente"-Newsfeed, wird immerhin binnen zehn Minuten gelöscht. Systemkritiker werden zudem von der Plattform ausgeschlossen.
Noch einmal zusammengefasst: Die schöne, neue Alles-aus-einer-Hand-Welt bezahlt Ihr durch den miesen bis nicht vorhandenen Datenschutz und Zensur.
Musks Pläne, eine Super-App zu entwerfen
Twitter entwickelt sich zu einer reinen Berg-und-Tal-Bahn, seit sich Elon Musk die Bude für schlappe 44 Milliarden US-Dollar gekrallt hat. Okay, eigentlich geht es sogar nur bergab, seit er die Geschicke der App leitet, die jetzt statt "Twitter" "X" genannt wird. Ihm geht es aber nicht nur darum, Twitter optisch, namentlich und durch einige neue Features zu verändern. Viel mehr möchte er aus der App eine Super-App nach dem Vorbild von WeChat machen.Ich bin überzeugt, dass diese Idee zum Scheitern verurteilt ist, was sowohl an Elon Musk als auch an China liegt. Um verstehen zu können, was Elon Musk da genau vorhat und wieso das nicht hinhauen wird, müssen wir aber zuerst darüber reden, was dieses "WeChat" überhaupt ist, was die Super-App auf dem Kasten hat und wieso diese App so umstritten ist.
Das ist WeChat
WeChat - in China als "Weixin" bekannt - ist aus dem chinesischen Alltag nicht mehr wegzudenken. Etwa 1,3 Milliarden Menschen nutzen die App von Tencent auf monatlicher Basis, der Löwenanteil davon in China. Lasst uns darüber reden, welches Unternehmen hinter WeChat steckt, was die App tut und wieso es Gründe gibt, sie skeptisch zu sehen.Tencent: Das ist der Konzern hinter WeChat
Das Unternehmen Tencent wurde 1999 gegründet und als erstes eigenes Produkt brachte man einen Instant Messenger an den Start, der damals noch gegen ICQ positioniert wurde. QQ - so heißt der Dienst (zuvor QICQ) - brachte es 2008 schon auf mehr als 100 Millionen Nutzer. Tencent ist eines der größten Tech-Unternehmen der Welt und als solches ähnlich umtriebig, wie wir es von westlichen Giganten wie Google oder Meta kennen: Es gibt News-Portale, Social-Media-Plattformen und Messenger, aber auch Telekommunikation und Werbung gehören zu den Schwerpunkten.Besonders intensiv beschäftigt sich Tencent mit dem Thema Gaming: So ist Riot Games (League of Legends) seit 2015 eine hundertprozentige Tencent-Tochter. An Epic Games ist man zu 40 Prozent beteiligt, an Supercell (Clash of Clans, Clash Royale) sogar zu 84 Prozent - und auch bei vielen weiteren großen Namen wie Ubisoft und Activision Blizzard ist Tencent mit an Bord. Apropos Beteiligungen: Tencents Geld steckt unter anderem auch in Snapchat, Spotify, Discord und sogar Tesla.
WeChat: So wurde die App zur "Super-App"
Tencent hat noch lange vor Facebook bereits versucht, WhatsApp zu kaufen. Das klappte bekanntermaßen nicht, also baute das Unternehmen die App 2011 kurzerhand nach und taufte sie WeChat. Anfangs war die App, die es auch in Deutschland für Android und iOS gibt, ein reiner WhatsApp-Klon. Chatten, Sticker versenden, Sprachnachrichten, Anrufe und Video-Calls, Gruppen - die Liste der Features, die sich beide Dienste teilen, ist lang.Oft - wie beim Live-Standort - gab es die Funktionen bei WeChat lange, bevor es sie bei WhatsApp gab. Aber WeChat ist auch weit mehr als das, was der Messenger aus dem Hause Meta zu bieten hat. Abgehoben hat die App dadurch, dass sie über Chat-Funktionen hinaus sehr früh deutlich aufgebohrt wurde. Egal ob Business-Features, Spiele oder Service-Leistungen: Alle denkbaren Tools können einfach in WeChat integriert werden.
Auf diese Weise wurde WeChat in China so etwas wie ein Schweizer Armeemesser: Eine Allzweckwaffe, die dafür sorgt, dass die chinesischen Nutzer fast alles innerhalb der App erledigen können - egal ob es Chatten, Bezahlen oder Spielen ist.
WeChat: Das sind die wichtigsten Funktionen
Wir können WeChat auch in Deutschland nutzen, müssen aber damit leben, dass der Umfang der Anwendung gegenüber China deutlich abgespeckt ist. Im Wesentlichen wird WeChat in Deutschland zum Chatten in bester WhatsApp-Manier genutzt. Es gibt aber die Funktionen "Moments", "Shake" und "People Nearby". Wir stellen Euch die wichtigsten Funktionen vor, inklusive der gerade genannten.Messaging
Klar, die Messenger-Funktionen sind zumeist von WhatsApp und anderen Diensten bekannt. Ihr schreibt einzelnen Personen oder Gruppen (bis zu 500 Personen), könnt Sprachnachrichten versenden, Bilder und Videos teilen und all das, was so einen Messenger ausmacht. Speziell in China hat jedes Unternehmen ein offizielles WeChat-Profil. Dadurch haben Kunden einen ganz kurzen Draht, wenn sie eine Firma erreichen möchten.Bezahlen: WeChat Pay
Vielleicht ist die Payment-Funktion die wichtigste, die WeChat besitzt. WeChat Pay kann als PayPal-Alternative betrachtet werden, bietet aber deutlich mehr. In China ist das Bezahlen per WeChat-Pay oder AliPay so gebräuchlich, dass in vielen Läden überhaupt keine Barzahlung mehr möglich ist. Ihr zahlt also nicht nur online per App, sondern auch in jedem chinesischen Laden.
Eher findet Ihr in China eine Auswahl an Mobile-Payment-Lösungen, als jemanden, der Bares annimmt
Das geht ganz unkompliziert vonstatten, indem lediglich ein QR-Code gescannt und dann der gewünschte, zu zahlende Betrag eingegeben wird. Egal, ob Ihr im Supermarkt seid, eine Bahnfahrkarte oder ein Flugticket kauft oder Eure Miete/Strom/Gas bezahlen wollt: Man bezahlt in Sekunden über diese App - selbst Immobilien lassen sich per WeChat erwerben.
Im Gegensatz zu den Gepflogenheiten hierzulande, könnt Ihr wirklich immer und überall per Smartphone zahlen. Das gilt auch für Straßenverkäufer, und selbst obdachlose Bettler können via WeChat Geld erhalten. Ihr werft also keinen Euro in einen Hut oder leeren Kaffeebecher, sondern scannt schlicht den QR-Code der Person.
Natürlich könnt Ihr mit WeChat auch Freunden unkompliziert Geld senden. Zudem könnt Ihr im WeChat Wallet auch Kreditkarten hinterlegen und unkompliziert damit bezahlen. Kreditkarten selbst werden in China dagegen eher selten akzeptiert.
WeChat Pay ist in Deutschland nicht bzw. nur eingeschränkt über diverse Umwege möglich. Mittlerweile erhöht sich aber zumindest die Zahl der Shops, die Chinesen in Deutschland das Bezahlen per WeChat ermöglichen.
Social Media: Moments
Die "Momente" sind quasi so etwas wie der Facebook- oder Instagram-Ersatz von WeChat. Hier könnt Ihr Bilder und Sonstiges teilen, auch mit Musik unterlegte Storys. Die Ergebnisse erscheinen - zusammen mit dem Output der WeChat-Kontakte - in einer Art Newsfeed. Ihr wollt Eure Lieben auf dem Laufenden halten? Dann passiert das in diesem Teil der App.
Auch in Deutschland bietet uns WeChat neben dem Chat den Momente-Feed und die Scan-Funktion
Auch diese Funktion ist außerhalb Chinas verfügbar. Ich habe sie gerade erstmals ausprobiert und kann Euch nicht sagen, ob das Feature in Deutschland tatsächlich von vielen Nutzern eingesetzt wird.
Dating: Shake / People Nearby
Eine wahre Super-App muss natürlich auch verkuppeln können. Oder besser gesagt: Auch das Kennenlernen geht einfacher von der Hand dank WeChat. Auch international verfügbar ist die Funktion "Shake". Die nutzt Ihr, indem Ihr schlicht Euer Smartphone schüttelt. Sofort ermittelt die App dann eine Person, die ebenfalls gerade geschüttelt hat - und Ihr könnt dann direkt mit Ihr chatten.Außerdem gibt es noch - ebenfalls in Deutschland verfügbar - die Funktion "People Nearby", die Euch, wie bei Snapchat, Leute anzeigt, die sich in Eurer Nähe befinden. Auch hier besteht unmittelbar die Möglichkeit, sofort das Profil des anderen zu checken und den Chat zu eröffnen.
Leute kennenlernen? Das klappt bei WeChat mitunter durch Schütteln
Scannen
Ähnlich wie Google Lens ermöglicht auch WeChat Gegenstände, Straßenschilder, Gebäude usw. zu scannen. Der QR-Code spielt in der App eine wichtige Rolle, egal ob Ihr bezahlen oder einen Kontakt abspeichern wollt. Kein Wunder also, dass auch eine Scan-Funktion in die App integriert wurde.Mit der scannt Ihr aber nicht nur beim Bezahlen oder Kennenlernen. Haltet die Kamera auf einen Gegenstand und WeChat erkennt das Objekt und wirft Euch einen Link zu, wo Ihr den Gegenstand direkt kaufen könnt. Scannt Ihr einen Text, beispielsweise in einer Speisekarte, könnt Ihr diesen direkt übersetzen lassen.
Mini-Programme
Die Mini-Programme gibt es nicht in Deutschland, sie sind aber ein essenzieller Baustein für den Erfolg von WeChat. Die Programmierung ist deutlich unkomplizierter, als würde man eigenständige Apps programmieren. Auf diese Weise wird WeChat auch zu einer Art App-Store mit ganz vielen verschiedenen Tools.Auch das Installieren der Mini-Programme funktioniert, indem Ihr lediglich den QR-Code scannt, ausgeführt werden die Programme in der Cloud. Als Beispiel seien die Programme Meituan und Didi genannt - die wichtigsten Apps in China, wenn man etwas zu essen oder ein Taxi bestellen möchte.
Das ist tatsächlich nur ein kleiner Überblick über die Kernfunktionen. Es gibt in China noch die Möglichkeit Games zu zocken, Filme zu streamen, Nachrichten zu lesen und Restaurants in der Nähe zu buchen. Ihr reserviert Plätze im Kino, im Zug oder im Flieger, ruft den Handwerker, holt Euch Arzttermine, mietet eine Wohnung, hinterlegt Ausweisdokumente und unendlich viel mehr. Ganz vieles davon wird über die "Mini-Programme" realisiert.
Der Discover-Tab ist mit Moments, Scan, Shake und People Nearby dünner bestückt als in China
WeChat: Das sind die Kritikpunkte
Ja, WeChat ist das, was auch Google oder Meta gerne hätten: Quasi eine Eier legende Wollmilchsau, die es nahezu unnötig macht, überhaupt noch andere Apps zu verwenden. Dass dieser Feature-Segen zu einem Preis kommt, ist aber vermutlich schon klar, oder? Allein die Herkunft der App lässt darauf schließen, dass sie ganz sicher keine Datenschutz- und Sicherheits-Awards abräumt.Apropos: Ihr könnt ja spaßeshalber mal bei der Privacy-Checker-Plattform Exodus vorbeischauen. Dort erfahrt Ihr, dass WeChat sage und schreibe 72 (!) Berechtigungen verlangt, darunter viele bedenkliche. Wollt Ihr tatsächlich, dass eine chinesische App immer weiß, wo Ihr seid, was Ihr bezahlt und mit wem Ihr was kommuniziert?
Allein die schiere Größe bzw. der Umfang der App entwickelt sich zu einem Problem: Kann alles in einer einzigen App erledigt werden, landen auch alle Daten, die tagtäglich anfallen, bei einem einzigen Unternehmen. Umso schlimmer ist das dann, wenn wir befürchten müssen, dass all diese Daten brühwarm an die chinesische Regierung weitergereicht werden.
Das ist kein Spaß in einem Land, das nach wie vor an einem Social-Scoring-System feilt. Ach, übrigens: Während in Europa die Handynummer reicht, um einen Account einzurichten, ist das in China direkt an die offizielle China-ID gekoppelt. Gläserner Bürger? Ja, in China ist das längst so.
Und ja: Die Regierung in China liest nicht nur mit, sie entscheidet auch darüber, was überhaupt gelesen werden darf. Private und Gruppennachrichten werden in Echtzeit (!) zensiert. Kritik an Xi Jinping oder regimefeindliche Memes kommen gar nicht erst beim Empfänger an. Teilt Ihr kritische Beiträge im "Momente"-Newsfeed, wird immerhin binnen zehn Minuten gelöscht. Systemkritiker werden zudem von der Plattform ausgeschlossen.
Noch einmal zusammengefasst: Die schöne, neue Alles-aus-einer-Hand-Welt bezahlt Ihr durch den miesen bis nicht vorhandenen Datenschutz und Zensur.
Thema:
Beiträge aus dem Forum
Interessante Links
Neue Nachrichten
- Disney+ europaweit eingeschränkt: Dolby-Vision-Streit geht weiter
- Nach Flugzeugabsturz: Spielebranche trauert um Ubisoft-Gründer
- Galaxy Watch 9 & Ultra 2: Leak enthüllt Design der neuen Smartwatches
- Neue Weekend-Deals sind da: Media Markt & Saturn senken die Preise
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- Ryzen-CPUs: AMD killt RAM-Verschlüsselung - und rudert jetzt zurück
- Windows 11 26H2: Microsoft veröffentlicht allererste Vorschau-Version
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen