ZF: Deutscher Auto-Zulieferer mit neuem E-Antrieb und Lob aus China
Der Automobilzulieferer ZF hat angesichts der Transformation des Sektors in Richtung Elektromobilität längst die Flucht nach vorn angetreten. Davon zeugt unter anderem ein komplett neuer Antriebsstrang für kommende Elektroauto-Generationen - den EVSys800.
Zu Demonstrationszwecken wurde dieser im Konzeptfahrzeug EVbeat umgesetzt, das von dem Unternehmen jetzt gezeigt wurde. Der Antrieb - zu dem nicht nur der Motor, sondern auch zusätzliche Komponenten gehören - wiegt komplett relativ geringe 74 Kilogramm. Dieser kann dabei mit 70 Nm/kg Drehmomentdichte aufwarten. Ein weiteres besonderes Merkmal soll das verbesserte Thermomanagement sein, durch das man die Reichweite eines Elektroautos bei niedrigen Temperaturen um den Gefrierpunkt um bis zu einem Drittel verbessern könne. Gesteuert wird das ganze System dabei von einer Firmware mit Cloud-Anbindung.
"Bei der Drehmomentdichte stehen wir ganz oben auf dem Treppchen, wenn wir uns mit derzeit auf dem Markt erhältlichen E-Antrieben für Pkw vergleichen. Zugleich haben wir bei der Entwicklung stark auf den Aspekt Nachhaltigkeit geachtet", sagte Otmar Scharrer, Entwicklungsleiter für elektrische Antriebssysteme bei ZF. Letzteres bedeutet konkret: Der E-Motor kommt ohne Seltene Erden und das Thermomanagementsystem ohne fluorhaltiges Kältemittel aus.
Das Antriebssystem ist allerdings nur ein Teil dessen, was ZF zu bieten hat. Die ehemalige Zahnradfabrik machte ihr Hauptgeschäft lange mit Getrieben und anderen Komponenten für Verbrenner-Fahrzeuge. Heute tragen diese schon nur noch zu einem Viertel des Umsatzes bei. Lob bekam der Konzern zuletzt auch von Kunden aus China. Denn man hatte es geschafft, die Zeit vom Anfang der Entwicklung eines neuen Produkts bis zu dessen Serienproduktion um teils mehr als die Hälfte zu reduzieren. Diese Beschleunigung der Prozesse ist entscheidend, wenn man auf dem größten Automarkt der Welt mithalten will.
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"Bei der Drehmomentdichte stehen wir ganz oben auf dem Treppchen, wenn wir uns mit derzeit auf dem Markt erhältlichen E-Antrieben für Pkw vergleichen. Zugleich haben wir bei der Entwicklung stark auf den Aspekt Nachhaltigkeit geachtet", sagte Otmar Scharrer, Entwicklungsleiter für elektrische Antriebssysteme bei ZF. Letzteres bedeutet konkret: Der E-Motor kommt ohne Seltene Erden und das Thermomanagementsystem ohne fluorhaltiges Kältemittel aus.
Auch weniger Kupfer
Zur Kühlung lässt ZF Öl direkt die Kupferstäbe im Motor umfließen - genau an der Stelle, an der die meiste Wärme während des Betriebs entsteht. Dadurch kann hier auf preiswertere Materialien gesetzt werden, die die Wärme allein weniger schnell abtransportieren. Die von ZF entwickelte "Braided-Winding"-Wicklungstechnologie, eine Weiterentwicklung der sogenannten Wellenwicklung, ermöglicht einen insgesamt zehn Prozent geringeren Bauraum des Motors. Allein der Wickelkopf wird bis zu 50 Prozent kleiner als bei herkömmlichen Ansätzen, damit werden rund zehn Prozent Kupfer gespart.Das Antriebssystem ist allerdings nur ein Teil dessen, was ZF zu bieten hat. Die ehemalige Zahnradfabrik machte ihr Hauptgeschäft lange mit Getrieben und anderen Komponenten für Verbrenner-Fahrzeuge. Heute tragen diese schon nur noch zu einem Viertel des Umsatzes bei. Lob bekam der Konzern zuletzt auch von Kunden aus China. Denn man hatte es geschafft, die Zeit vom Anfang der Entwicklung eines neuen Produkts bis zu dessen Serienproduktion um teils mehr als die Hälfte zu reduzieren. Diese Beschleunigung der Prozesse ist entscheidend, wenn man auf dem größten Automarkt der Welt mithalten will.
Zusammenfassung
- ZF mit Flucht nach vorn: neuer Antriebsstrang für Elektroautos.
- EVSys800 ist leicht und hat hohe Drehmomentdichte.
- Thermomanagement erhöht Reichweite bei tiefen Temperaturen.
- ZF spart Kupfer und Seltene Erden, reduziert Bauraum des Motors.
- Kunden aus China honorieren Beschleunigung der Entwicklungsprozesse.
- ZF macht nur noch ein Viertel Umsatz mit Verbrenner-Komponenten.
- Cloud-Anbindung des Systems.
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