Ehemalige Megaupload-Mitglieder wurden zu 2,5 Jahren Haft verurteilt

Der Fall Megaupload ist auch elf Jahre nach der Polizeiaktion gegen dessen Betreiber nicht abgeschlossen, denn Kim Dotcom wehrt sich nach wie vor gegen seine Auslieferung in die USA. Seine früheren Wegbegleiter sind schuldig gesprochen worden und wissen nun auch das Strafmaß. Mathias Ortmann und Bram van der Kolk haben diesen Weg bewusst genommen, denn die beiden haben sich im Vorjahr in Neuseeland schuldig bekannt. Konkret bedeutete das, dass sie sich der Justiz im Inselstaat stellen werden, dafür aber um eine Auslieferung in die USA herumkommen.

Die beiden zählten zu den Drahtziehern des Online-Dienstes, dem massenhafte Urheberrechtsverstöße und dessen Betreibern organisierte Kriminalität und Geldwäsche vorgeworfen wurden. Neben Ortmann und van der Kolk standen Kim Dotcom sowie Finn Batato an der Spitze von Megaupload, letzterer ist allerdings vor einem Jahr verstorben.


2,5 Jahre Haft

Wie TorrentFreak berichtet war, Ortmann mit 25 Prozent an Megaupload Limited beteiligt, der Anteil von van der Kolk betrug 2,5 Prozent. Die beiden waren vor allem für die technische Seite des Filehoster zuständig. In Gerichtsdokumenten hieß es dazu: "Die technischen Kenntnisse der Angeklagten waren für die Gründung und das Wachstum von Megaupload unerlässlich. Mr. Dotcom bestimmte letztlich die Strategie und die Richtung, aber es fehlte ihm an praktischem Fachwissen, um seine Wünsche in die Tat umzusetzen."

Ortmann und van der Kolk wurden bereits im Vorjahr schuldig gesprochen, nun wurde im neuseeländischen Auckland das Strafmaß bekannt gegeben: Sie müssen für zwei Jahre und sechs Monate in Haft. Mit ihren Geständnissen und der Kooperation konnten sie die Länge ihrer Haft signifikant reduzieren, da ihnen rund zehn Jahre Haft gedroht haben.

Für Dotcom war das Geständnis der beiden alles andere als hilfreich, da dieser nach wie vor gegen die Vorwürfe kämpft. Denn im Zuge ihres eigenen Falles haben sich Ortmann und van der Kolk auch bereit erklärt, gegen ihren ehemaligen Mitstreiter auszusagen.

Zusammenfassung
  • Kim Dotcom kämpft nach wie vor gegen seine Auslieferung in die USA.
  • Ortmann und van der Kolk haben sich schuldig bekannt, 30 Monate Haft.
  • Ortmann und van der Kolk waren für technische Seite zuständig.
  • Geständnis und Kooperation reduzierten Haftstrafe von zehn Jahren.
  • Ortmann und van der Kolk erklärten sich bereit, gegen Dotcom auszusagen.

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