Intel: Aufbau des Foundry-Geschäfts erleidet zwei herbe Rückschläge
Beim Chipkonzern Intel sieht seit einiger Zeit zwar vieles nach Erholung aus - allerdings hat das Unternehmen noch immer mit gravierenden Problemen zu kämpfen. Insbesondere der Aufbau des so wichtigen Foundry-Geschäfts erleidet Rückschläge.
Intel war lange Zeit der unangefochtene Star der globalen Halbleiter-Branche. Doch die Zeiten haben sich verändert. Allein mit den klassischen Produkten aus eigener Entwicklung, Prozessoren für Desktop-PCs, Notebooks und Server, kann man nicht mehr ausreichend Einnahmen generieren, um die gigantischen Investitionen stemmen zu können, die nötig sind, um bei der Prozesstechnik vorn mitzuspielen.
Daher ist es ein zentrales Anliegen des Intel-Chefs Pat Gelsinger, das Unternehmen auch als Auftragsproduzenten zu positionieren. Hier ist es aber nicht damit getan, dass man einfach Fertigungs-Aufträge annimmt, die gewünschten Chips produziert und an den Kunden ausliefert. "Auftragsherstellung ist ein Dienstleistungsgeschäft", sagte Gelsinger gegenüber dem Wall Street Journal. "Das ist nicht die Kultur, die Intel bisher hatte."
Gelsinger ist sich sicher, dass Intel diese Schwierigkeiten binnen der kommenden Jahre überwinden kann - ebenso, wie auch verschiedene andere Probleme. Deutlich weniger hoffnungsvoll scheint man hingegen bei den Anlegern zu sein. So schafft Intel es seit längerer Zeit nicht, an der Börse mit den erfolgreichen Entwicklungen von Konkurrenten wie AMD oder Nvidia mitzuhalten.
Gelsinger sagte, er sei zuversichtlich, dass Intel einer der beiden größten Auftragsfertiger der Welt werden könne. "Wird TSMC bis zum Ende des Jahrzehnts weiter wachsen?", fragte er. "Ja. Wird Samsung wachsen? Ja. Wird Intel wachsen? Ich hoffe, viel schneller als diese beiden." Die Führungskräfte von Intel haben sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 die Nummer 2 hinter TSMC aus Taiwan zu werden. Die Gewinnung einiger Flaggschiff-Kunden könnte nach internen Schätzungen von Intel bis zum Ende des Jahrzehnts zwischen 20 und 25 Milliarden Dollar Umsatz pro Jahr einbringen. Das wäre Geld, das unbedingt für die Schaffung modernster Fertigungsprozesse benötigt würde.
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Daher ist es ein zentrales Anliegen des Intel-Chefs Pat Gelsinger, das Unternehmen auch als Auftragsproduzenten zu positionieren. Hier ist es aber nicht damit getan, dass man einfach Fertigungs-Aufträge annimmt, die gewünschten Chips produziert und an den Kunden ausliefert. "Auftragsherstellung ist ein Dienstleistungsgeschäft", sagte Gelsinger gegenüber dem Wall Street Journal. "Das ist nicht die Kultur, die Intel bisher hatte."
Zwei Top-Aufträge sind verloren
Das zeigen auch zwei prestigeträchtige Großaufträge, die Intel am Ende nicht bekommen hat. Sowohl der Autohersteller Tesla als auch der Smartphone-Versorger Qualcomm wollten bei dem Konzern Halbleiter-Produkte produzieren lassen. Wie aus informierten Kreisen zu erfahren war, stoppte aber Tesla das Projekt, weil Intel nicht die Unterstützung bei der Entwicklung der Architekturen anbieten konnte, die von anderen Foundrys wie TSMC bereitgestellt wird. Qualcomm zog sich hingegen aufgrund technischer Schwierigkeiten zurück.Gelsinger ist sich sicher, dass Intel diese Schwierigkeiten binnen der kommenden Jahre überwinden kann - ebenso, wie auch verschiedene andere Probleme. Deutlich weniger hoffnungsvoll scheint man hingegen bei den Anlegern zu sein. So schafft Intel es seit längerer Zeit nicht, an der Börse mit den erfolgreichen Entwicklungen von Konkurrenten wie AMD oder Nvidia mitzuhalten.
Gelsinger sagte, er sei zuversichtlich, dass Intel einer der beiden größten Auftragsfertiger der Welt werden könne. "Wird TSMC bis zum Ende des Jahrzehnts weiter wachsen?", fragte er. "Ja. Wird Samsung wachsen? Ja. Wird Intel wachsen? Ich hoffe, viel schneller als diese beiden." Die Führungskräfte von Intel haben sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 die Nummer 2 hinter TSMC aus Taiwan zu werden. Die Gewinnung einiger Flaggschiff-Kunden könnte nach internen Schätzungen von Intel bis zum Ende des Jahrzehnts zwischen 20 und 25 Milliarden Dollar Umsatz pro Jahr einbringen. Das wäre Geld, das unbedingt für die Schaffung modernster Fertigungsprozesse benötigt würde.
Zusammenfassung
- Intel kämpft mit gravierenden Problemen, v.a. Aufbau des Foundry-Geschäfts.
- Lange Zeit war Intel der Star der Halbleiter-Branche.
- Intel muss sich als Auftragsproduzent positionieren.
- Zuletzt hat man zwei große Aufträge verloren.
- Intel-Chef ist zuversichtlich, dass Intel Nr. 2 hinter TSMC werden kann.
- Bis 2030 sollen 20-25 Mrd. Umsatz pro Jahr erzielt werden.
- Geld muss für modernste Fertigungsprozesse aufgewendet werden.
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