Webb-Teleskop zeigt spektakulären Asteroidengürtel um anderen Stern
Das nahegelegene Fomalhaut-Sonnensystem zieht die Astronomen schon lange in seinen Bann. Jetzt hat man auch das leistungsfähige James-Webb-Weltraumteleskop auf dieses ausgerichtet und kam zu bahnbrechenden neuen Erkenntnissen.
Fomalhaut ist lediglich 25 Lichtjahre von der Erde entfernt, weshalb der Stern auch mit zu den hellsten Objekten am Nachthimmel gehört. Die Nähe macht das System natürlich besonders interessant für die ersten Versuche, Exoplaneten ausfindig zu machen. Vermeintlich war dies auch von Erfolg gekrönt und man taufte die Entdeckung auf den Namen Dagon.
Allerdings haben bereits einige spätere Beobachtungen Fragen aufgeworfen, ob es den Planeten Dagon überhaupt gibt. Die neuen Aufnahmen des Webb-Teleskops zeigen nun: Nein, es handelt sich nicht um einen Planeten, sondern um einen Asteroiden- und Staub-Gürtel, der den Stern umkreist. Und dieser gestaltet sich so, dass anzunehmen ist, dass man es hier mit den Überresten eines jungen Planeten zu tun hat, der von einem anderen großen Objekt wieder zerstört wurde.
Noch weiter entfernt von Fomalhaut befindet sich ein äußerer Trümmerring, der dem Kuipergürtel unseres Sonnensystems ähnelt. "Die Gürtel um Fomalhaut sind eine Art Krimi: Wo sind die Planeten?", sagte George Rieke, einer der an der Studie beteiligten Astronomen. "Ich denke, es ist kein großer Schritt zu sagen, dass es wahrscheinlich ein wirklich interessantes Planetensystem um den Stern gibt."
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Allerdings haben bereits einige spätere Beobachtungen Fragen aufgeworfen, ob es den Planeten Dagon überhaupt gibt. Die neuen Aufnahmen des Webb-Teleskops zeigen nun: Nein, es handelt sich nicht um einen Planeten, sondern um einen Asteroiden- und Staub-Gürtel, der den Stern umkreist. Und dieser gestaltet sich so, dass anzunehmen ist, dass man es hier mit den Überresten eines jungen Planeten zu tun hat, der von einem anderen großen Objekt wieder zerstört wurde.
Planeten gesucht
Doch das ist nicht alles. Außerhalb des inneren Asteroidengürtels gibt es einen zweiten Trümmergürtel, der um 23 Grad zu allen anderen Umlaufbahnen um den Stern geneigt ist. Die Astronomen vermuten, dass sich in dem Orbit ein Planet auf einem entsprechenden Kurs versteckt, der zahlreiche Materialbrocken aus der eigentlichen Rotationsscheibe eingefangen und in seinen Orbit gezogen hat.Noch weiter entfernt von Fomalhaut befindet sich ein äußerer Trümmerring, der dem Kuipergürtel unseres Sonnensystems ähnelt. "Die Gürtel um Fomalhaut sind eine Art Krimi: Wo sind die Planeten?", sagte George Rieke, einer der an der Studie beteiligten Astronomen. "Ich denke, es ist kein großer Schritt zu sagen, dass es wahrscheinlich ein wirklich interessantes Planetensystem um den Stern gibt."
Zusammenfassung
- Fomalhaut ist 25 Lichtjahre von der Erde entfernt und ein hellstes Objekt am Nachthimmel.
- Mit dem James-Webb-Teleskop wurde ein Asteroiden- und Staub-Gürtel entdeckt.
- Der Gürtel könnte von einem zerstörten, jungen Planeten stammen.
- Es gibt einen zweiten Trümmergürtel, in dem sich ein verborgener Planet verstecken könnte.
- Weiter entfernt gibt es einen äußeren Trümmerring, ähnlich dem Kuipergürtel.
- Die Astronomen vermuten ein interessantes Planetensystem um Fomalhaut.
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