James-Webb-Weltraumteleskop hat wieder neue Sensorprobleme
Beim James-Webb-Teleskop müssen für die wissenschaftliche Arbeit weiterhin eine Unzahl von komplexen Mechanismen ineinandergreifen. Einer davon ist jetzt in den Tiefen des Weltalls aus dem Tritt geraten. Für die Ingenieure gilt es, den Fehler zu kompensieren.
Im nächsten Schritt will die NASA mit den Partnern einen "systematischen Plan" zur Lösung des Problems entwickeln. Wie die Behörde aber betont, kann das James Webb abseits des einen gestörten Modus weiter seinen Dienst tun. Auch die Observation mit dem MIRI-Instrument selbst sollen wie geplant fortgesetzt werden können.
In ihrem Update am Freitag hatten die Ingenieure angedeutet, dass bereits erste Maßnahmen zur Kompensation des Problems diskutiert werden. Wie so oft setzt das Team dabei auf den Ansatz, bei Ausfall oder Fehlern von Hardware-Teilen diese durch den breit gefächerten technischen Aufbau des Teleskops zu kompensieren. Im aktuellen Fall könnte es demnach vorerst genügen, etwas längere Belichtungszeiten bei den betroffenen Wellenlängen zu nutzen.
Siehe auch:
MIRI-Instrument des James-Webb-Teleskops: Unerwartete Messwerte
James Webb hat Sensor-Probleme: Eine solche Meldung ist für die weltweite Gemeinde der Wissenschaftler, die mit dem Instrument arbeiten, immer erst einmal mit Besorgnis verbunden. In den letzten Tagen hatte die NASA vermeldet (via Space.com), dass man von einem Bauteil des Mid-Infrared Instrument (MIRI) unerwartete Messwerte erhält. Der Sensor habe in einem der Beobachtungsmodi weniger "Durchsatz", also eine geringere Lichtmenge, als erwartet.Im nächsten Schritt will die NASA mit den Partnern einen "systematischen Plan" zur Lösung des Problems entwickeln. Wie die Behörde aber betont, kann das James Webb abseits des einen gestörten Modus weiter seinen Dienst tun. Auch die Observation mit dem MIRI-Instrument selbst sollen wie geplant fortgesetzt werden können.
In ihrem Update am Freitag hatten die Ingenieure angedeutet, dass bereits erste Maßnahmen zur Kompensation des Problems diskutiert werden. Wie so oft setzt das Team dabei auf den Ansatz, bei Ausfall oder Fehlern von Hardware-Teilen diese durch den breit gefächerten technischen Aufbau des Teleskops zu kompensieren. Im aktuellen Fall könnte es demnach vorerst genügen, etwas längere Belichtungszeiten bei den betroffenen Wellenlängen zu nutzen.
Schon wieder dasselbe Instrument
Allerdings gibt es beim aktuellen Problem noch eine weitere Auffällig: Dieses wird einmal mehr vom "Medium Resolution Spectrometer" (MRS) verursacht, das dem Webb-Team schon länger Sorgen bereitet. Im Herbst letzten Jahres hatten wir darüber berichtet, dass ein Mechanismus in dem Instrument zu klemmen begann, sich nach Monaten aber wieder löste.
Zusammenfassung
- James Webb hat Sensor-Probleme, NASA sucht nach Lösung
- Kompensation durch breiten technischen Aufbau
- Längere Belichtungszeiten bei betroffenen Wellenlängen
- Problem verursacht durch "Medium Resolution Spectrometer"
- Mechanismus klemmte, löste sich aber wieder
- Ingenieure müssen komplexe Mechanismen ineinandergreifen lassen
Siehe auch:
- James Webb zeigt spektakuläre und detailreiche Aufnahme des Uranus
- Premiere: Webb fängt erstmals Licht von Planeten wie der Erde ein
- Tatooine in extrem: Webb-Teleskop findet dynamische Wüstenwelt
- Nancy Grace Roman: Hubble & Webb bekommen Weitwinkel-Schwester
- James-Webb-Teleskop sendet Sternenfoto kurz vor einer Nova
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