Jetzt wirds teuer: Bußgeldverfahren gegen Netzbetreiber 1&1 eröffnet
Schon Anfang des Jahres deutete sich an, dass die Bundesnetzagentur sich das Trauerspiel rund um den Auf- und Ausbau des Mobilfunknetzes bei 1&1 nicht länger untätig anschauen will. Nun wurde bekannt: Dem Unternehmen droht ein empfindliches Bußgeld.
Denn mittlerweile läuft ein Bußgeldverfahren gegen 1&1. Das berichtet das Online-Magazin finanzen.net und beruft sich dabei auf eine Meldung der Nachrichtenagentur dpa. Der dpa liegt demnach ein Schreiben der Bundesnetzagentur vor, aus der die offizielle Verfahrenseröffnung hervorgeht.
Was das aber nun für 1&1 heißt, bleibt vorerst noch unklar. Als die Bundesnetzagentur im Januar dieses Jahres bekannt gab, dass man das Unternehmen überprüfen werde, wurden bereits mögliche Bußgelder ins Spiel gebracht. Infografik Mobilfunk: 51 Prozent vertrauen auf große Netzbetreiber
Damals hieß es, die Bundesnetzagentur halte sich eine Strafe je Standort von bis zu 50.000 Euro vor. Bei fast 1.000 Standorten wären das also bis zu 50 Millionen Euro. Erwartet wird allerdings keine ganz so hohe Summe, aber auf jeden Fall eine empfindliche Strafe. Unklar ist auch noch, wann man mit der Bekanntgabe der Untersuchungen rechnen kann.
Das Unternehmen sei aber "alles andere als untätig". Dass 1&1 die Ziele des Ausbaus verfehlt hat, ist eindeutig. Im Rahmen der Frequenzversteigerung im Jahr 2019 hatte sich der Konzern zur Inbetriebnahme von 1000 Funkstandorten mit 5G-Technologie bis zum Jahresende 2022 verpflichtet. Bestätigt wurde aber nur die Inbetriebnahme von fünf Standorten.
Siehe auch:
Großer Internet-Vergleichs-Rechner
Was das aber nun für 1&1 heißt, bleibt vorerst noch unklar. Als die Bundesnetzagentur im Januar dieses Jahres bekannt gab, dass man das Unternehmen überprüfen werde, wurden bereits mögliche Bußgelder ins Spiel gebracht. Infografik Mobilfunk: 51 Prozent vertrauen auf große Netzbetreiber
Damals hieß es, die Bundesnetzagentur halte sich eine Strafe je Standort von bis zu 50.000 Euro vor. Bei fast 1.000 Standorten wären das also bis zu 50 Millionen Euro. Erwartet wird allerdings keine ganz so hohe Summe, aber auf jeden Fall eine empfindliche Strafe. Unklar ist auch noch, wann man mit der Bekanntgabe der Untersuchungen rechnen kann.
Wer ist schuld?
Dass die Bundesnetzagentur nun offiziell das Verfahren eröffnet hat, ist womöglich für 1&1 vom großen Vorteil. Denn jetzt kann das Unternehmen eine Stellungnahme gegenüber der Behörde abgeben und darlegen, warum der Ausbau so stark verzögert wurde. 1&1 hatte bisher immer betont, dass der Ausbau durch Dritte verzögert werde. 1&1-CEO Ralph Dommermuth hatte im Januar die wenigen Standorte bestätigt: "Wir haben unser Ausbauziel für 2022 verfehlt, das ist mir auch unangenehm."Das Unternehmen sei aber "alles andere als untätig". Dass 1&1 die Ziele des Ausbaus verfehlt hat, ist eindeutig. Im Rahmen der Frequenzversteigerung im Jahr 2019 hatte sich der Konzern zur Inbetriebnahme von 1000 Funkstandorten mit 5G-Technologie bis zum Jahresende 2022 verpflichtet. Bestätigt wurde aber nur die Inbetriebnahme von fünf Standorten.
Zusammenfassung
- 1&1 droht empfindliches Bußgeld
- Bundesnetzagentur eröffnet Verfahren gegen 1&1
- Strafe je Standort bis zu 50.000 Euro
- 1&1 kann Stellungnahme abgeben
- 1&1 hat Ausbauziel für 2022 verfehlt
- Ziel waren 1000 Funkstandorte bis Ende 2022
- Bestätigt wurde nur die Inbetriebnahme von fünf Standorten
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