Tatooine in extrem: Webb-Teleskop findet dynamische Wüstenwelt
Eine Welt wie Tatooine im Star Wars-Universum sieht bereits nach einem extremen Lebensraum aus. In unserer galaktischen Nachbarschaft gibt es allerdings einen Planeten, gegen den diese Wüstenwelt noch recht einladend wirken dürfte.
Dank der außerordentlichen Beobachtungsqualitäten des neuen James-Webb-Weltraumteleskops konnten Astronomen nun Details zum Exoplaneten VHS 1256 b herausarbeiten. Auf diesem findet sich ein 22-Stunden-Tag vor, währenddessen sich die ausgedehnten Sandwüsten massiv aufheizen und abkühlen. Das führt zu gigantischen Umwälzungen in der Atmosphäre, die enorme Sandstürme mit sich bringen. In den Daten zeigen sich diese als Silikatwolken.
So könnte VHS 1256 b etwa aussehen
Temperaturschwankungen um bis zu 1500 Grad lassen heiße Winde inklusive der Sandwolken nach oben steigen, während abgekühlte Luftmassen nach unten sinken. "Die daraus resultierenden Helligkeitsschwankungen sind so dramatisch, dass es sich um das variabelste Objekt mit Planetenmasse handelt, das bisher bekannt ist", teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA mit.
"Kein anderes Teleskop hat so viele Merkmale auf einmal für ein einziges Ziel identifiziert", erklärte Mitautor Andrew Skemer von der University of California, Santa Cruz. "Wir sehen eine Menge Moleküle in einem einzigen Spektrum von Webb, die die dynamischen Wolken- und Wettersysteme des Planeten detailliert darstellen." Genau diese detaillierte Beobachtung von Exoplaneten war eines der Ziele, mit denen Webb gestartet wurde und für das die mitgeführten Spektrographen unabdingbar sind.
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So könnte VHS 1256 b etwa aussehen
Temperaturschwankungen um bis zu 1500 Grad lassen heiße Winde inklusive der Sandwolken nach oben steigen, während abgekühlte Luftmassen nach unten sinken. "Die daraus resultierenden Helligkeitsschwankungen sind so dramatisch, dass es sich um das variabelste Objekt mit Planetenmasse handelt, das bisher bekannt ist", teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA mit.
Kind zweier Sterne
Der Planet ist etwa 40 Lichtjahre von uns entfernt und umkreist zwei Sterne, die in ihrer eigenen, engen Rotation gefangen sind. Die spektralen Analysen der Atmosphäre von VHS 1256 b zeigten darüber hinaus auch die größte bisher gemessene Vielfalt an Stoffen, so konnten unter anderem Wasser, Methan und Kohlenmonoxid nachgewiesen werden."Kein anderes Teleskop hat so viele Merkmale auf einmal für ein einziges Ziel identifiziert", erklärte Mitautor Andrew Skemer von der University of California, Santa Cruz. "Wir sehen eine Menge Moleküle in einem einzigen Spektrum von Webb, die die dynamischen Wolken- und Wettersysteme des Planeten detailliert darstellen." Genau diese detaillierte Beobachtung von Exoplaneten war eines der Ziele, mit denen Webb gestartet wurde und für das die mitgeführten Spektrographen unabdingbar sind.
Zusammenfassung
- VHS 1256 b: 22-Stunden-Tag, Sandstürme, Temperaturen bis zu 1500°C.
- 40 Lichtjahre entfernt, wird von zwei Sternen in enger Rotation umkreist.
- Wasser, Methan, Kohlenmonoxid nachgewiesen.
- Webb-Teleskop erkennt detaillierte Merkmale.
- Ziel der Webb-Mission: detaillierte Beobachtung von Exoplaneten.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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