Cloud-PC: Darum sagt Microsoft nichts zu Performance-Benchmarks
Microsoft bietet seine Cloud-PCs, bei denen der komplette Rechner in einer Azure-Instanz läuft, zwar in unterschiedlichen Konfigurationen zu jeweils anderen Preisen an, sagt aber nichts zur Leistung. Warum dies so ist, erläuterte das Unternehmen nun.
Laut Ron Martinsen, der das Produktmanagement für den Windows 365 Cloud PC leitet, habe man es hier schlicht nicht mit einzelnen Systemen zu tun. Vielmehr laufen in der Regel mehrere Cloud-PCs auf einem Cluster im Azure-Datenzentrum. Und diese benutzten dann jeweils wieder eine verschachtelte Virtualisierung, um beispielsweise das Windows Subsystem for Linux (WSL) oder das Windows Subsystem for Android (WSA) auszuführen.
Allein schon das führt dazu, dass es fast unmöglich ist, Tests mit identischen Umgebungen zu wiederholen, um genaue Leistungszahlen zu garantieren. Außerdem aktualisiert Microsoft ständig seine Infrastruktur, es kann also vorkommen, dass die gesamte Instanz über Nacht auf einen Cluster mit neuester Hardware verschoben wird und entsprechend mehr Leistung abbekommt. Auch das würde Messdaten direkt wieder ändern.
Auch wenn es keine absoluten Benchmark-Werte gibt, heißt das aber nicht, dass die Kunden hier völliger Willkür ausgesetzt wären. Microsoft bietet eine Übersicht relativer Leistungskennzahlen für verschiedene Cloud-PC-Konfigurationen an. Hier können sich die Nutzer zumindest zwischen den einzelnen Klassen orientieren. Eine gewisse Verlässlichkeit ist schließlich notwendig, da man sonst insbesondere bei Business-Kunden direkt unüberschaubare Support-Anfragen erhalten würde. Darüber hinaus würde es auch dem Ziel, den Cloud-PC zu einem festen Bestandteil der Windows-Strategie zu machen, eher schaden.
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Allein schon das führt dazu, dass es fast unmöglich ist, Tests mit identischen Umgebungen zu wiederholen, um genaue Leistungszahlen zu garantieren. Außerdem aktualisiert Microsoft ständig seine Infrastruktur, es kann also vorkommen, dass die gesamte Instanz über Nacht auf einen Cluster mit neuester Hardware verschoben wird und entsprechend mehr Leistung abbekommt. Auch das würde Messdaten direkt wieder ändern.
Änderungen am laufenden Band
Das ist auch der Grund, warum Windows 365 den Kunden nicht die Wahl einer bestimmten Hardware bietet, sondern sich für Stufen wie 2 vCPU/8-GB RAM/128-GB Speicher und 8 vCPU/32-GB RAM/128-GB Speicher entscheidet. Ziel sei es, die Service-Level-Agreements (SLAs) für Kunden zu erfüllen und gleichzeitig einen vorhersehbaren monatlichen Preis zu gewährleisten, erklärte Martinsen.Auch wenn es keine absoluten Benchmark-Werte gibt, heißt das aber nicht, dass die Kunden hier völliger Willkür ausgesetzt wären. Microsoft bietet eine Übersicht relativer Leistungskennzahlen für verschiedene Cloud-PC-Konfigurationen an. Hier können sich die Nutzer zumindest zwischen den einzelnen Klassen orientieren. Eine gewisse Verlässlichkeit ist schließlich notwendig, da man sonst insbesondere bei Business-Kunden direkt unüberschaubare Support-Anfragen erhalten würde. Darüber hinaus würde es auch dem Ziel, den Cloud-PC zu einem festen Bestandteil der Windows-Strategie zu machen, eher schaden.
Siehe auch:
Zusammenfassung
- Microsoft bietet Cloud-PCs an, sagt aber nichts zur Leistung.
- Cloud-PCs laufen auf einem Cluster im Azure-Datenzentrum.
- Tests mit identischen Umgebungen schwierig, da Infrastruktur ständig aktualisiert.
- Kunden haben keine Wahl bestimmter Hardware, sondern nur Stufen.
- Microsoft bietet Übersicht relativer Leistungskennzahlen.
- Cloud-PC soll fester Bestandteil Windows-Strategie werden.
- Verlässlichkeit notwendig, um Support-Anfragen zu vermeiden.
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