ISS: Erste Experimente zur Fertigung "unmöglicher Objekte"
Auf der Internationalen Raumstation ISS laufen aktuell Experimente mit der Fertigung von Objekten, die sich auf der Erde nicht herstellen lassen. Denn die Gravitation würde dies bereits im Ansatz verhindern.
Die Basis für die aktuellen Versuche bildet ein System in der Größe eines Desktop-PCs, das Ende November mit einem Versorgungsflug zur ISS gebracht wurde. Entwickelt wurde es von Forschern der Technologie-Universität MIT, die sich aus den damit angestellten Experimenten wichtige Erkenntnisse über die realen Möglichkeiten einer Produktion im Weltraum erhoffen.
Bei dem Verfahren wird eine flexible Silikonhaut mit einem flüssigen Harz gefüllt. "Man kann sie sich wie einen Luftballon vorstellen", sagte Martin Nisser, Ingenieur am MIT, im Magazin Popular Science. "Anstatt sie mit Luft zu füllen, injizieren wir ein Harz." Sowohl die Haut als auch das Harz sind handelsübliche Produkte.
Die Silikon-Form für ein erstes simples Objekt
Die Besonderheit: Das Harz ist empfindlich gegenüber ultraviolettem Licht. Wenn der Ballon von einem UV-Blitz getroffen wird, dringt das Licht durch die Haut und durchdringt das Harz. Es härtet aus, wird steif und bildet eine feste Struktur. Sobald es ausgehärtet ist, können die Astronauten die Haut abschneiden und das Innere des Ballons freilegen. Die ersten Objekte sind dabei noch relativ trivial.
Deutlich interessanter ist hingegen der Bau von Objekten, die ohnehin nur im Weltraum existieren sollen. Bisher muss man unter anderem Satelliten sehr robust konstruieren, da sie nicht nur beim Bau mit der Gravitation der Erde klarkommen müssen, sondern vor allem auch den heftigen Start einer Rakete überstehen sollen. In der Schwerelosigkeit könnte man hingegen Solarpanele und Sonnenschutz-Schilde bauen, die extrem filigran sind und große Flächen einnehmen können.
Siehe auch:
Bei dem Verfahren wird eine flexible Silikonhaut mit einem flüssigen Harz gefüllt. "Man kann sie sich wie einen Luftballon vorstellen", sagte Martin Nisser, Ingenieur am MIT, im Magazin Popular Science. "Anstatt sie mit Luft zu füllen, injizieren wir ein Harz." Sowohl die Haut als auch das Harz sind handelsübliche Produkte.
Die Silikon-Form für ein erstes simples Objekt
Die Besonderheit: Das Harz ist empfindlich gegenüber ultraviolettem Licht. Wenn der Ballon von einem UV-Blitz getroffen wird, dringt das Licht durch die Haut und durchdringt das Harz. Es härtet aus, wird steif und bildet eine feste Struktur. Sobald es ausgehärtet ist, können die Astronauten die Haut abschneiden und das Innere des Ballons freilegen. Die ersten Objekte sind dabei noch relativ trivial.
Planung kommender Objekte
Auf Grundlage der Versuche will man zukünftig aber deutlich filigranere Strukturen herstellen und plant auch Experimente außerhalb der ISS im freien Weltraum. Die Forscher verfolgen dabei verschiedene Ziele. So wollen sie einerseits Objekte fertigen können, deren Produktion unter Einfluss der Erdanziehung schwierig ist, die sich aber nach der Fertigstellung durchaus auf der Erde nutzen lassen.Deutlich interessanter ist hingegen der Bau von Objekten, die ohnehin nur im Weltraum existieren sollen. Bisher muss man unter anderem Satelliten sehr robust konstruieren, da sie nicht nur beim Bau mit der Gravitation der Erde klarkommen müssen, sondern vor allem auch den heftigen Start einer Rakete überstehen sollen. In der Schwerelosigkeit könnte man hingegen Solarpanele und Sonnenschutz-Schilde bauen, die extrem filigran sind und große Flächen einnehmen können.
- Auf der ISS werden Experimente zur Fertigung von Objekten durchgeführt, die sich auf der Erde nicht herstellen lassen.
- Das System, das für die Experimente genutzt wird, ist von MIT entwickelt worden.
- Verfahren mit Silikonhaut und UV-empfindlichem Harz.
- Erkenntnisse über Produktion im Weltraum durch Versuche.
- Zukünftige Experimente im freien Weltraum zur Erzeugung filigraner Strukturen.
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Thema:
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