Mastodon-Gründer muss wiederholt hohe Geldangebote abwehren
Die Entwickler hinter der aktuell schwer angesagten Social-Plattform Mastodon müssen sich derzeit auch damit beschäftigen, lauter Geld-Angebote von sich fernzuhalten. Zahlreiche Investoren würden nur zu gern Kapital in den Dienst stecken.
Mastodon wurde ursprünglich im Jahr 2016 vom deutschen Entwickler Eugen Rochko gestartet. Dieser erklärte nun gegenüber der britischen Wirtschaftszeitung Financial Times, dass er seit der Übernahme Twitters durch Elon Musk und dem davon ausgelösten Wechsel zahlreicher User zu Mastodon, bereits fünf Angebote von in den USA ansässigen Investoren bekommen habe. Diese wollen jeweils "Hunderttausende von Dollar" in das Projekt stecken und im Gegenzug natürlich beteiligt werden.
Rochko wies allerdings alle Offerten zurück. Denn ein Einstieg von Investoren würden eine der wichtigsten Säulen des Projektes zerschlagen: Mastodon wird von einer gemeinnützigen Organisation getragen, was nicht mehr der Fall wäre, wenn herkömmliche Kapitalgesellschaften Anteile kaufen könnten. Der gemeinnützige Status der Plattform sei "unantastbar", so der Gründer.
Mastodon besteht ohnehin nicht aus einer zentralen Plattform, die sich monetarisieren ließe. Stattdessen handelt es sich um ein Netzwerk zahlreicher einzelner Server, die von jeweils eigenen Administratoren oder Organisationen betreut werden. Das heißt auch, dass auf den verschiedenen Servern unterschiedliche Moderations-Stile zu finden sind. Aus Sicht Rochkos mache dies einen Teil der Attraktivität aus. Immerhin kann sich jeder Nutzer den Server oder die Community suchen, die am besten zu ihm passt. Rochkos Firma, die Mastodon gGmbH, sorgt lediglich für die Bereitstellung der grundlegenden Software.
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Rochko wies allerdings alle Offerten zurück. Denn ein Einstieg von Investoren würden eine der wichtigsten Säulen des Projektes zerschlagen: Mastodon wird von einer gemeinnützigen Organisation getragen, was nicht mehr der Fall wäre, wenn herkömmliche Kapitalgesellschaften Anteile kaufen könnten. Der gemeinnützige Status der Plattform sei "unantastbar", so der Gründer.
Mastodon wird kein zweites Twitter
"Mastodon wird sich nicht in all das verwandeln, was man an Twitter hasst", sagte Rochko der Zeitung. "Die Tatsache, dass es an einen umstrittenen Milliardär verkauft werden kann, die Tatsache, dass es abgeschaltet werden kann, in Konkurs gehen kann und so weiter. Das ist der Unterschied in den Paradigmen."Mastodon besteht ohnehin nicht aus einer zentralen Plattform, die sich monetarisieren ließe. Stattdessen handelt es sich um ein Netzwerk zahlreicher einzelner Server, die von jeweils eigenen Administratoren oder Organisationen betreut werden. Das heißt auch, dass auf den verschiedenen Servern unterschiedliche Moderations-Stile zu finden sind. Aus Sicht Rochkos mache dies einen Teil der Attraktivität aus. Immerhin kann sich jeder Nutzer den Server oder die Community suchen, die am besten zu ihm passt. Rochkos Firma, die Mastodon gGmbH, sorgt lediglich für die Bereitstellung der grundlegenden Software.
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