Forscher: Monty Pythons Silly Walks so gut wie intensiver Sport
Mr. Teabag aus Monty Pythons berühmtem Sketch "Ministry of Silly Walks" ist nicht nur lustig anzuschauen, sondern dürfte auch ein ziemlich fitter Mensch sein. Denn seine Art zu gehen, ist mit anderer intensiver körperlicher Betätigung durchaus vergleichbar.
So mancher dürfte sich wundern, dass es erst jetzt passiert - aber nun haben Wissenschaftler den Bewegungsablauf, der Komik-Fans seit Jahrzehnten begeistert, genauer analysiert. Die Ergebnisse ihrer Arbeit haben sie nun in der traditionellen Weihnachtsausgabe des renommierten British Medical Journal veröffentlicht. Diese Ausgabe ist stets etwas heiterer gehalten, doch wird betont, dass die Redaktion die gleichen strengen Kriterien an wissenschaftliche Arbeiten legt, wie sonst auch.
"Vor einem halben Jahrhundert hat der Sketch möglicherweise unwissentlich einen wirksamen Weg zur Verbesserung der kardiovaskulären Fitness bei Erwachsenen aufgezeigt", schreiben die Autoren des Papers. "Wäre in den frühen 1970er-Jahren eine Initiative zur Förderung ineffizienter Bewegung ergriffen worden, würden wir heute vielleicht in einer gesünderen Gesellschaft leben."
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Im Jahr 2020 führten zwei Wissenschaftler des Dartmouth College eine Ganganalyse der verschiedenen gezeigten albernen Schritte in dem Sketch durch und veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Zeitschrift Gait and Posture. Sie untersuchten sowohl die Gangzyklen von Mr. Putey (Michael Palin) als auch von Mr. Teabag (John Cleese) im Original aus dem Jahr 1970 als auch die Gangart von Teabag bei einem Live-Auftritt 1980 in Los Angeles. Sie fanden heraus, dass Teabags alberner Gang viel variabler ist als ein normaler menschlicher Gang - 6,7 Mal so viel - während Puteys Gang nur 3,3 Mal so variabel ist.
13 Testpersonen im Alter zwischen 22 und 71 Jahren mussten in dem Versuch die verschiedenen Bewegungsmuster nachahmen. Dabei wurde von Messgeräten die Entwicklung des Stoffwechsels erfasst. Die Forscher räumten ein, dass die Datenerfassung aufgrund öfter auftretender Lachanfälle etwas schwierig war. Doch am Ende erhielt man eindeutige Ergebnisse: Sowohl Männer als auch Frauen verbrauchten beim Teabag-Gehen deutlich mehr Energie - etwa 2,5 Mal mehr als beim normalen Gehen oder beim Gehen wie Putey. Der Teabag-Gang erreichte dabei Werte, die sehr intensivem Training entsprachen.
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"Vor einem halben Jahrhundert hat der Sketch möglicherweise unwissentlich einen wirksamen Weg zur Verbesserung der kardiovaskulären Fitness bei Erwachsenen aufgezeigt", schreiben die Autoren des Papers. "Wäre in den frühen 1970er-Jahren eine Initiative zur Förderung ineffizienter Bewegung ergriffen worden, würden wir heute vielleicht in einer gesünderen Gesellschaft leben."
Auf YouTube ansehenIm Jahr 2020 führten zwei Wissenschaftler des Dartmouth College eine Ganganalyse der verschiedenen gezeigten albernen Schritte in dem Sketch durch und veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Zeitschrift Gait and Posture. Sie untersuchten sowohl die Gangzyklen von Mr. Putey (Michael Palin) als auch von Mr. Teabag (John Cleese) im Original aus dem Jahr 1970 als auch die Gangart von Teabag bei einem Live-Auftritt 1980 in Los Angeles. Sie fanden heraus, dass Teabags alberner Gang viel variabler ist als ein normaler menschlicher Gang - 6,7 Mal so viel - während Puteys Gang nur 3,3 Mal so variabel ist.
Testläufe nicht einfach
Forscher der Arizona State University wiesen darauf hin, dass in dieser Arbeit der Kalorienverbrauch noch nicht analysiert wurde - und nahmen sich vor, "diese wichtige Forschungslücke zu schließen". Die Autoren stellen fest, dass sich der Mensch so entwickelt hat, dass er sich auf immer effizientere Weise bewegt", aber wenn es um die kardiovaskuläre Fitness geht, könnte die Ineffizienz der Bewegung eine erwünschte Eigenschaft sein.13 Testpersonen im Alter zwischen 22 und 71 Jahren mussten in dem Versuch die verschiedenen Bewegungsmuster nachahmen. Dabei wurde von Messgeräten die Entwicklung des Stoffwechsels erfasst. Die Forscher räumten ein, dass die Datenerfassung aufgrund öfter auftretender Lachanfälle etwas schwierig war. Doch am Ende erhielt man eindeutige Ergebnisse: Sowohl Männer als auch Frauen verbrauchten beim Teabag-Gehen deutlich mehr Energie - etwa 2,5 Mal mehr als beim normalen Gehen oder beim Gehen wie Putey. Der Teabag-Gang erreichte dabei Werte, die sehr intensivem Training entsprachen.
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