Ohne Zeiss kein Apple Silicon:
Traditionsfirma wird zum Überflieger
Den Optik-Konzern Carl Zeiss kennen die meisten von hochwertigen Linsen in Kamera-Systemen. Doch sind es inzwischen ganz andere Hightech-Segmente, die dem Traditionsunternehmen zu einem überragenden Geschäft verhelfen.
Der Konzern befindet sich voll auf Rekordkurs: Im jetzt abgeschlossenen Geschäftsjahr 2021/22 hat man immerhin eine Umsatzsteigerung um 16 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro erzielt. Und es sieht alles danach aus, dass es sogar noch besser weitergeht. Denn der Vorstandschef Karl Lamprecht erklärte, dass der Auftragseingang sogar um 19 Prozent auf 10,7 Milliarden Euro nach oben ging. Das Unternehmen ist sogar profitabler als der Luxusauto-Hersteller Porsche, was für eine Firma, die im Grunde ausschließlich als Industriezulieferer arbeitet, ungewöhnlich ist.
Den Grund dafür bringen die Kollegen vom Handelsblatt recht treffend auf den Punkt: Ohne die optischen Komponenten aus dem Hause Zeiss würde es die aktuellen Chips in Apples iPhones und MacBooks nicht geben. Denn deren winzige Strukturen lassen sich nur mit dem Extreme Ultra Violet (EUV)-Prozess fertigen, über den nur sehr wenige Halbleiter-Hersteller verfügen.
Im Ergebnis konnte Zeiss seinen Umsatz mit Produkten für die Halbleiter-Branche um rund 20 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro ausbauen. Und man investiert kräftig in die Entwicklung, um diesen Schub noch mehr zu befeuern. So arbeitet man in Süddeutschland bereits an Technologien für das kommende High-NA-EUV-Verfahren, mit dem sich noch kleinere Chip-Strukturen produzieren lassen.
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Den Grund dafür bringen die Kollegen vom Handelsblatt recht treffend auf den Punkt: Ohne die optischen Komponenten aus dem Hause Zeiss würde es die aktuellen Chips in Apples iPhones und MacBooks nicht geben. Denn deren winzige Strukturen lassen sich nur mit dem Extreme Ultra Violet (EUV)-Prozess fertigen, über den nur sehr wenige Halbleiter-Hersteller verfügen.
Hohe Investitionen
Die dafür nötigen Maschinen entstehen in der Zusammenarbeit eines Triumvirats: Die Geräte entwickelt und baut der niederländische Hersteller ASML. Und dieser bekommt die dafür nötige Laser-Technologie von Trumpf und die optischen Bauteile eben von Zeiss. Die so entstehenden Lithographie-Maschinen, mit denen die Silizium-Wafer belichtet werden, sind so teuer, dass nur wenige große Chipproduzenten für TSMC und Samsung überhaupt in der Lage sind, die enormen Investitionen zu stemmen.Im Ergebnis konnte Zeiss seinen Umsatz mit Produkten für die Halbleiter-Branche um rund 20 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro ausbauen. Und man investiert kräftig in die Entwicklung, um diesen Schub noch mehr zu befeuern. So arbeitet man in Süddeutschland bereits an Technologien für das kommende High-NA-EUV-Verfahren, mit dem sich noch kleinere Chip-Strukturen produzieren lassen.
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