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Größer als die Galaxie: Forscher finden den Friedhof der Milchstraße

In der Milchstraße existiert ein Friedhof toter Sterne. Und dieser ist wesentlich größer als das Gebilde, das wir normalerweise als unsere Galaxie wahrnehmen. Inklusive der Sternen-Überreste ist die Milchstraße wahrscheinlich dreimal so groß.
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Die Milchstraße ist rund 13 Milliarden Jahre alt. Seitdem sind in ihr viele Sterne entstanden und gestorben. Und wenn große Sterne in einer Supernova vergehen, verdichtet sich nur ein Teil von ihnen zu einem Neutronenstern oder einem Schwarzen Loch - eine enorme Menge an Materie wird auch weggeschleudert. Vieles von diesem Material wird dann wiederum von anderen Objekten eingefangen, einiges fliegt aber auch immer weiter aus dem sichtbaren Milchstraßensystem heraus.

In der Theorie wussten dies die Astronomen bereits, nun aber haben sich Forscher der Universität Sydney erfolgreich auf die Suche nach diesen Überresten toter Sterne gemacht. Die Beobachtungen konnten dahingehend hochgerechnet werden, dass 30 Prozent dieser stellaren Überreste vollständig aus der Galaxie herausgeschleudert wurden. Friedhof der MilchstraßeDie sichtbare Milchstraße ... "Eines der Probleme bei der Suche nach diesen uralten Objekten besteht darin, dass wir bis jetzt keine Ahnung hatten, wo wir suchen sollten", sagte Studiencoautor Peter Tuthill. "Die ältesten Neutronensterne und Schwarzen Löcher entstanden, als die Galaxie noch jünger und anders geformt war, und wurden dann über Milliarden von Jahren hinweg komplexen Veränderungen unterworfen. Es war eine große Aufgabe, all dies zu modellieren." Friedhof der Milchstraße... und die Verteilung ihrer Sternen-Überreste

Vergleicht man das aktuelle Aussehen der Milchstraße mit dem neuen Modell ihrer stellaren Nekropole, so zeigen sich auffällige Unterschiede. Die charakteristischen Spiralarme der Galaxie scheinen unter all den Supernova-Kicks zu verschwinden. Die "galaktische Unterwelt" erscheint auch größer und aufgeblähter als die Milchstraße, weil die Supernova-Kicks die Überreste in eine Art Halo-Formation um die Galaxie herumgedrückt haben.

"Es war ein ziemlicher Schock", sagte Sanjib Sharma, Mitautor der Studie, über die Modelle, die sich letztlich ergaben. "Ich arbeite jeden Tag mit Bildern der sichtbaren Galaxie, die wir heute kennen, und ich hatte erwartet, dass die galaktische Unterwelt zwar subtil anders, aber in groben Zügen ähnlich sein würde. Mit einer so radikalen Veränderung der Form hatte ich nicht gerechnet."

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