Magellansche Wolken: Zwerggalaxien-Schutzschild gegen Milchstraße

Zwei betagte Observatorien im Weltraum haben jetzt dazu geführt, dass ein altes Rätsel der Astronomie gelöst werden konnte: Warum können die Satellitengalaxien der Milchstraße - die Große und die Kleine Magellansche Wolke - noch neue Sterne bilden. Die beiden Zwerggalaxien umkreisen einander und werden zusätzlich auch immer weiter von der riesigen Milchstraße angezogen. Vor allem auch infolge des Gravitations-Sogs unserer Heimatgalaxie lösen sich die beiden kleinen Begleiter zunehmend auf. Weil dabei insbesondere zuerst große Mengen Gas aus den Zwerggalaxien abgezogen werden müsste, dürften sie eigentlich gar nicht mehr das Potenzial haben, noch neue Sterne hervorzubringen. Trotzdem tauchen aber immer wieder neue Sonnen in den Magellanschen Wolken auf.

Mithilfe von Daten des Hubble-Weltraumteleskops der NASA und eines ausgemusterten Satelliten namens Far Ultraviolet Spectroscopic Explorer (FUSE) hat ein Team von Astronomen jetzt die Antwort gefunden: Das Magellansche System ist von einer Korona umgeben, einem Schutzschild aus heißem, hoch aufgeladenem Gas. Dieser umhüllt die beiden Galaxien und verhindert, dass ihre Gasvorräte von der Milchstraße abgeschöpft werden, sodass sie weiterhin neue Sterne bilden können.


Unsichtbares finden

Diese Entdeckung, die in einem Forschungs-Paper im renommierten Journal Nature veröffentlicht wurde, befasst sich mit einem neuen Aspekt der Galaxienentwicklung. "Galaxien hüllen sich in gasförmige Kokons ein, die als Schutzschilde gegen andere Galaxien dienen", so Andrew Fox vom Space Telescope Science Institute in Baltimore, Maryland, der an der Arbeit mitgewirkt hat.

Astronomen haben die Existenz der Korona bereits vor einigen Jahren vorausgesagt. "Wir entdeckten, dass wir zum ersten Mal die Masse des herausgezogenen Gases erklären konnten, wenn wir eine Korona in die Simulationen der auf die Milchstraße zukommenden Magellanschen Wolken einbeziehen würden", erklärt Elena D'Onghia, die an der Universität von Wisconsin-Madison mit forscht. "Wir wussten, dass die Große Magellansche Wolke massiv genug sein müsste, um eine Korona zu haben."

Ihr Nachweis war allerdings nicht gerade einfach. Denn die Korona ist praktisch unsichtbar. Um sie zu kartieren, mussten 30 Jahre archivierter Daten nach geeigneten Messungen durchforstet werden. Die Forscher gehen davon aus, dass die Korona einer Galaxie ein Überbleibsel der ursprünglichen Gaswolke ist, die vor Milliarden von Jahren kollabierte und die Galaxie bildete.

Siehe auch:

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