So decodiert man AMDs neues komplexes Namenschema für Ryzen-CPUs
Wird man als Techkonzern immer größer, verliert man offenbar die Fähigkeit, Dingen klare Namen zu geben. Aktuelles Beispiel: AMD verpasst seinen neuen mobilen Ryzen-CPUs ein so komplexes Namensschema, dass man den Kunden beim Decodieren helfen will.
Wie AMD beschreibt, war man mit dem alten Schema für Namen am Ende angekommen, da sich damit die vielen neuen SOCs und Kategorien, die man entwickelt, nicht mehr abbilden lassen. Das neue System habe man bewusst "technisch und informativ" gestaltet, "sodass ein Enthusiast die Nummer schnell ‘entschlüsseln' kann, um zu sehen, was sich dahinter verbirgt", so das Unternehmen. "Schnell" ist aber hier wohl sehr relativ, denn die neue Zahlenkombination setzt einiges an Vorwissen voraus.
AMD selbst stellt einen "Decoder-Ring" (Bild unten) bereit, mit dem sich die neuen Namen, immer zusammengesetzt aus 5 Symbolen, entschlüsseln lassen.
Die offizielle 'Decodier-Hilfe' von AMD
1. Portfolio-Jahr
2. Leistungs-Segment
3. Architektur
4. Funktionen-spezifischer Hinweis
5. Formfaktor/TDP
Siehe auch:
Warum können Dinge eigentlich keine einfachen Namen mehr haben?
Logik ist eine schöne Sache, wenn man denn das zugrundeliegende Prinzip verstanden hat. Geht es darum, Dingen einen Namen zu geben, folgt die Technikwelt oft ihrer ganz eigenen Vorgehensweise. Aktuell stellt sich AMD mit seiner neuen Ryzen-Prozessor-Famile für Notebooks für 2023 auf und ja: Das damit vorgestellte neue Namensschema ist logisch. Leicht zu verstehen ist es aber für viele wohl trotzdem nicht.Wie AMD beschreibt, war man mit dem alten Schema für Namen am Ende angekommen, da sich damit die vielen neuen SOCs und Kategorien, die man entwickelt, nicht mehr abbilden lassen. Das neue System habe man bewusst "technisch und informativ" gestaltet, "sodass ein Enthusiast die Nummer schnell ‘entschlüsseln' kann, um zu sehen, was sich dahinter verbirgt", so das Unternehmen. "Schnell" ist aber hier wohl sehr relativ, denn die neue Zahlenkombination setzt einiges an Vorwissen voraus.
AMD selbst stellt einen "Decoder-Ring" (Bild unten) bereit, mit dem sich die neuen Namen, immer zusammengesetzt aus 5 Symbolen, entschlüsseln lassen.
Die offizielle 'Decodier-Hilfe' von AMD
1. Portfolio-Jahr
- Hinweis auf das Modelljahr, in welchem der Prozessor hergestellt wurde. Kodiert nach: 7 = 2023, 8 = 2024, 9 = 2025
2. Leistungs-Segment
- Der wohl wichtigste "auf einen Blick"-Hinweis: eine größere Zahl bedeutet mehr Leistung. Allerdings macht man es trotzdem kompliziert: Auf jede CPU-Familie entfallen zwei Zahlen, beispielsweise werden Ryzen 5-Chips mit "5" und "6" markiert, mit der Zuordnung von "8" sowohl zu Ryzen 7 als auch Ryzen 9-CPUs ist diese Logik aber dann auch gleich wieder hinfällig.
3. Architektur
- Ein Hinweis darauf, welche Zen-Version verbaut ist. Hier steht 1 wirklich für Zen 1, 2 für Zen 2 etc.
4. Funktionen-spezifischer Hinweis
- Hinweis auf die Unterschiede innerhalb der Architekturen. "0" für ein Low-End-Modell oder "5" für ein High-End-Modell innerhalb eines Segments.
5. Formfaktor/TDP
- Hier sollen Angaben zu Formfaktor und Leistungsaufnahme zusammenfinden, die sich wiederum auf die Designkategorien zwischen Windows-Laptops und Chromebooks beziehen.
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