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Apple MacBook Air (2022) im Test:
Starkes Redesign mit M2-Chip

Der Apple M2-Chip bringt das MacBook Air auf Touren

Herzstück des MacBook Air (2022) ist der neue Apple M2-Chip, in unserem Fall mit acht Rechenkernen (4x Effizienz, 4x Performance), 8 GB Arbeitsspeicher und einer im SoC integrierten 10-Kern-GPU. Je nachdem, welchen synthetischen Benchmark man zurate zieht, liegt die Mehrleistung gegenüber dem Vorgänger mit Apple M1 im Schnitt zwischen 10 und 20 Prozent. Dafür sorgen höhere Taktraten (+400 MHz) und ein damit einhergehender angestiegener Stromverbrauch (+5 Watt).


In der Praxis ist der neue M2 allerdings subjektiv kaum von seinem bereits sehr flotten Vorgänger zu unterscheiden, zumindest nicht in den für das MacBook Air (2022) typischen Office- und Multimedia-Einsatzgebieten. Das MacOS-Betriebssystem läuft flüssig, das Aufwachen aus dem Standby erfolgt ohne große Verzögerung und die Programmstarts laufen blitzschnell ab. Nutzt man das Air allerdings über Browser, Mail- und Messaging-Apps hinaus, kann man sich über die zusätzliche Leistung vor allem bei der Bild- und Videobearbeitung freuen.

Wer Adobe Photoshop, Premiere, Final Cut und Co. beruflich nutzt, sollte allerdings ein Upgrade auf das MacBook Pro mit M1 Pro- oder gar M1 Max-Chip in Betracht ziehen. Durch die aktive Kühlung kann eine hohe Leistung hier auf Dauer aufrechterhalten werden, optimal also zum Beispiel für das Rendern von 4K-Videoprojekten. Das gänzlich lautlose MacBook Air (2022) muss seine Performance aufgrund thermischer Begrenzungen hingegen nach einer gewissen Zeit drosseln.

Datenblatt zum Apple MacBook Air 2022

Display 13,6 Zoll Liquid Retina, 2560 x 1664 Pixel, 224 ppi, 500 Nits, True Tone, P3-Farbraum
Betriebssystem Apple MacOS Monterey
Flash-Speicher 256 GB bis 2 TB SSD (PCIe 3.0)
Prozessor Apple M2 (8-Kern-CPU)
Grafikchip Apple M2 (8/10-Kern-GPU)
Arbeitsspeicher 8 bis 24 GB LPDDR5 RAM (On-Board)
Webcam 1080p FaceTime HD Kamera
Audio 4‑Laut­sprecher-System (3D Audio, Dolby Atmos), 3 Mikrofone
Anschlüsse 2x Thunderbolt 3 (USB-C 4), 3,5mm-Kopfhörer-Anschluss, MagSafe
Drahtlos WLAN 802.11ax (Wi-Fi 6), Bluetooth 5.0
Besonderheiten Touch ID (Fingerabdruckleser), Kamera-Notch, Magic Keyboard
Farben Silber, Space Grau, Polarstern, Mitternacht
Maße und Gewicht 30,41 x 21,5 x 1,13 cm (B x T x H), 1,24 kg
Akku Lithium-Polymer, 52,6 Wh

Ebenso raten wir zu einem größeren Solid State Drive. Da Apple in der Basisversion mit 256 GB Speicher nur einen einzigen NAND-Speicher verbaut, liegen die Lese- und Schreibraten der SSD bei niedrigen 1,5 GB/s. Erst ab 512 GB erreicht das MacBook Air (2022) seine volle SSD-Leistung mit bis zu 3 GB/s. Warum hier allerdings nur PCIe 3.0- anstelle der deutlich schnelleren PCIe 4.0-SSDs (mehr als 5,5 GB/s) zum Einsatz kommen, ist uns ein Rätsel. Schließlich werden für unsere Konfiguration stolze 1849 Euro fällig.

Akku für den ganzen Arbeitstag und neue Netzteil-Optionen

Das neue MacBook Air (2022) ist ein echter Dauerläufer. Zwar erreichen wir die von Apple angepeilten 18 Stunden nur bei Videowiedergaben mit stark abgedunkeltem Display, doch selbst bei einer klassischen Office-Nutzung mit Safari oder Chrome, Slack, Discord, Zoom und Co. kommen wir je nach Intensität problemlos auf 10 bis 14 Stunden. Nach dem üblichen 8-Stunden-Arbeitstag bleibt also noch genug Kapazität übrig, um am Feierabend die Bilder aus dem Sommerurlaub zu bearbeiten oder den nächsten Serienmarathon zu starten. Apple MacBook Air M2Dual-USB-C-Netzteil: Mit 35 Watt nicht das Schnellste, dafür vielseitig Unserer Konfiguration mit 10-Kern-GPU und 512 GB SSD liegt Apples neuer Dual USB-C Port Power-Adapter bei, der - wie es der Name verspricht - zwei USB-Anschlüsse und eine Leistung von 35 Watt bietet. So kann neben dem MacBook Air auch zusätzlich das iPhone oder iPad aufgeladen werden. Die schnellstmögliche Ladung erreicht man allerdings mit dem optionalen 67-Watt-Netzteil, das in unserem Fall ohne Aufpreis ausgewählt werden kann. Mit ihm lädt man das Air von null auf 50 Prozent in etwa 30 Minuten.

Bei den neuen Stromversorgern handelt es sich ohne Ausnahme um MagSafe-Netzteile. Die sind allerdings nicht zwingend notwendig. Klassisch kann auch weiterhin über USB-C mit älteren Netzteilen oder jenen aus dem Windows-Lager geladen werden.

Unser Fazit zum Apple MacBook Air (2022) mit M2-Chip

Wer sich nach über einem Jahrzehnt am keilförmigen Design sattgesehen hat, der kommt mit dem neuen MacBook Air voll und ganz auf seine Kosten. Eine gelungene, moderne Optik trifft auf eine erstklassige Verarbeitung und tolle Eingabegeräte. Nicht weniger haben wir von Apple erwartet. Im Vergleich zum Vorgänger konnte man in nahezu allen Bereichen sinnvoll nachlegen: mehr Leistung, helleres Display, starker Sound, schärfere Kamera und das Comeback der MagSafe-Technologie. Apple MacBook Air M2Gelungenes Update: Das neue MacBook Air überzeugt optisch und technisch Das Performance-Plus des neuen Apple M2-Chips sehen wir im MacBook Air (2022) vor allem als Zukunftssicherheit. Browser-Tabs, Mails, Dokumente und die Wiedergabe von Filmen und Musik bewältigt die zweite Generation der ARM-Basis mühelos. Erst bei der professionellen Foto- und Videobearbeitung kommt der Achtkerner ins Schwitzen. Sollte das Air also hauptsächlich als "Schreibmaschine" verwendet werden, sind für die nächsten Jahre genügend Leistungsreserven vorhanden.

Apple MacBook Air M2Apple MacBook Air M2Apple MacBook Air M2Apple MacBook Air M2

Doch wo die Sonne ist, da ist bekanntlich auch Schatten. Dass die SSDs des MacBook Air erst ab 512 GB ihre volle Leistung entfalten und dabei noch auf den älteren PCIe 3.0-Standard setzen, ist uns bei einem Preis ab 1500 Euro (256 GB) bzw. 1729 Euro (512 GB) und ganz im Gegensatz zur oft kritisierten Notch ein Dorn im Auge. Sollte man sich zudem für die Farbvariante "Mitternacht" entscheiden, ist aufgrund der Anfälligkeit für Fingerabdrücke wohl auch direkt ein Sparabo auf Mikrofasertücher nötig.

Am Ende ist und bleibt das Apple MacBook Air (2022) ein erstklassiges, kompaktes und vor allem leistungsstarkes Ultrabook mit einer langen Akkulaufzeit, das sich im Test nur vergleichsweise wenig Schnitzer leistet.
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