Forscher kippen Schwerkraft-Hypothese:
Gravitation schon immer gleich
Mit einer der bisher genauesten Messungen der Gravitations-Effekte im Universum haben Astronomen einen Erklärungsversuch für die bisherige Expansion unseres Raums widerlegt. Wissenschaftler müssen nun weiter nach dunkler Materie und dunkler Energie suchen.
Die Basis des derzeitigen Verständnisses der Kosmologie liegt in der Relativitätstheorie Albert Einsteins begründet. Diese hat zahlreiche Effekte korrekt vorhergesagt. Allerdings tauchten aufgrund einiger Beobachtungen auch Zweifel auf. Das betrifft unter anderem die Tatsache, dass die Gravitationswirkung massereicher Strukturen wie Galaxien und Galaxienhaufen nicht mit ihrer beobachteten Masse übereinstimmte.
Noch größere Unklarheiten bestehen bis heute auch hinsichtlich einer Veränderung der Expansionsgeschwindigkeit des Universums. In den ersten acht Milliarden Jahren war die Expansionsrate relativ konstant, da sie durch die Gravitationskraft gebremst wurde. Dank Missionen wie dem Hubble-Weltraumteleskop wissen die Astronomen jedoch seither, dass sich die Expansionsrate seit etwa fünf Milliarden Jahren beschleunigt hat.
Laut der neuen Untersuchung der internationalen Dark Energy Survey (DES) konnte man aber Belege dafür finden, dass die Gravitation während der gesamten Geschichte des Universums gleichgeblieben ist. Forscher von Universitäten und Instituten in den USA, Großbritannien, Kanada, Chile, Spanien, Brasilien, Deutschland, Japan, Italien, Australien, Norwegen und der Schweiz haben hierbei zusammengearbeitet und so immerhin eine mögliche Erklärung ausgeschlossen.
Die Erkenntnisse kommen zu einem recht guten Zeitpunkt: Demnächst sollen mit Nancy Grace Roman und Euclid zwei Weltraumteleskope der nächsten Generation ins All gebracht werden. Diese sind darauf spezialisiert, noch genauere Messungen über die Rolle der Schwerkraft in der Geschichte des Universums vorzunehmen.
Siehe auch: Gravitationswellen-Testmission: ESA kreiert "den ruhigsten Platz im All"
Noch größere Unklarheiten bestehen bis heute auch hinsichtlich einer Veränderung der Expansionsgeschwindigkeit des Universums. In den ersten acht Milliarden Jahren war die Expansionsrate relativ konstant, da sie durch die Gravitationskraft gebremst wurde. Dank Missionen wie dem Hubble-Weltraumteleskop wissen die Astronomen jedoch seither, dass sich die Expansionsrate seit etwa fünf Milliarden Jahren beschleunigt hat.
Dunkle Energie ist weiter im Spiel
Die meisten Kosmologen sehen die Ursache für die Beschleunigung in der sogenannten dunklen Energie, nach der bisher gefahndet wird. Es gab allerdings auch eine zweite Hypothese: Laut dieser hat sich die Gravitationskraft selbst verändert, was das Verhalten des Universums auch hätte erklären können.Laut der neuen Untersuchung der internationalen Dark Energy Survey (DES) konnte man aber Belege dafür finden, dass die Gravitation während der gesamten Geschichte des Universums gleichgeblieben ist. Forscher von Universitäten und Instituten in den USA, Großbritannien, Kanada, Chile, Spanien, Brasilien, Deutschland, Japan, Italien, Australien, Norwegen und der Schweiz haben hierbei zusammengearbeitet und so immerhin eine mögliche Erklärung ausgeschlossen.
Die Erkenntnisse kommen zu einem recht guten Zeitpunkt: Demnächst sollen mit Nancy Grace Roman und Euclid zwei Weltraumteleskope der nächsten Generation ins All gebracht werden. Diese sind darauf spezialisiert, noch genauere Messungen über die Rolle der Schwerkraft in der Geschichte des Universums vorzunehmen.
Siehe auch: Gravitationswellen-Testmission: ESA kreiert "den ruhigsten Platz im All"
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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