Zusätzliche Gebühren: So will Netflix das Account-Sharing beschränken
Anstatt das Account-Sharing grundlegend zu verbieten, möchte Netflix lieber daran verdienen. Doch mit welchen Zusatzkosten müssen Kunden in Zukunft rechnen? Der Streaming-Dienst äußert sich jetzt zum aktuellen Stand seiner Pläne, die Nutzerkonten auf Haushalte beschränken.
Spätestens seit dem Frühjahr 2022 ist klar: Netflix möchte zukünftig alle Abonnenten zur Kasse bitte, die über den eigenen Haushalt hinaus ihre Accountdaten mit Freunden oder der Familie teilen. Somit wären weltweit über 100 Millionen Konten betroffen, die nach Preiserhöhungen und Co. dem Streaming-Anbieter zu finanziellem Aufwind verhelfen sollen - zumindest theoretisch. Ein passender Testballon wird bereits in Südamerika durchgeführt, scheinbar mit Erfolg.
Netflix-Kunden im Basic-Tarif können lediglich einen zusätzlichen Haushalt hinzufügen, bei Standard- und Premium-Verträgen steigt die Anzahl auf zwei respektive drei Haushalte. Würden die südamerikanischen Kosten 1-zu-1 übernommen werden, könnten sich in Deutschland aktuell vier Haushalte den Premium-Tarif samt 4K-HDR für insgesamt 29,95 Euro und somit ca. 7,50 Euro pro Haushalt teilen. Der kostenlos mit inbegriffene Haupthaushalt kann dabei in einem Zeitraum von sechs Monaten nur dreimal ausgetauscht werden, um eine Umgehung der Beschränkungen zumindest teilweise zu unterbinden.
Ein wenig aufatmen: Netflix scheint vorerst nur damit zu planen, die Haushaltsbeschränkungen für stationäre Fernseher einzuführen. Die mobilen Apps für Smartphones und Tablets sowie die Nutzung im Browser auf Laptops sollen vorerst nicht limitiert werden. Zudem sind Netflix' Pläne noch nicht in Stein gemeißelt, ob, wann und in welcher Form die Zusatzgebühren für das Account-Sharing nach Deutschland kommen.
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Aus zusätzlichen kostenpflichtigen Nutzern werden Haushalte
Wurden in Chile, Costa Rica, Peru, Argentinien und der Dominikanischen Republik bisher unter anderem zusätzliche Nutzer abseits der üblichen Grundgebühren berechnet, stellt Netflix jetzt die Alternative von zusätzlichen Haushalten vor. Jeder aktive Account kann dabei seinen eigenen Haushalt verknüpfen, für alle weiteren Standorte fallen Gebühren an. Diese betragen derzeit 2,99 US-Dollar für jeden zusätzlichen Haushalt, wobei der gewählte Tarif die maximale Anzahl beschränkt.Netflix-Kunden im Basic-Tarif können lediglich einen zusätzlichen Haushalt hinzufügen, bei Standard- und Premium-Verträgen steigt die Anzahl auf zwei respektive drei Haushalte. Würden die südamerikanischen Kosten 1-zu-1 übernommen werden, könnten sich in Deutschland aktuell vier Haushalte den Premium-Tarif samt 4K-HDR für insgesamt 29,95 Euro und somit ca. 7,50 Euro pro Haushalt teilen. Der kostenlos mit inbegriffene Haupthaushalt kann dabei in einem Zeitraum von sechs Monaten nur dreimal ausgetauscht werden, um eine Umgehung der Beschränkungen zumindest teilweise zu unterbinden.
14 Tage Schonfrist: Ausnahmeregelungen für den Urlaub
Für zwei Wochen können Nutzer ihre Accounts mit einem zusätzlichen Fernseher außerhalb der eigenen vier Wände verbinden, ohne zur Kasse gebeten zu werden - zum Beispiel im Urlaub. Allerdings nur solange das Konto im laufenden Jahr an diesem Ort bisher noch nicht verwendet wurde. Wer seine Ferienwohnung mehrmals im Jahr oder für einen längeren Zeitraum als 14 Tage besucht, muss diese somit spätestens nach zwei Wochen als kostenpflichtigen Haushalt hinzufügen. Es werden IP-Adressen, Geräte-IDs und die Account-Aktivität als Messlatte herangezogen, um zu bestimmen, ab wann ein Standort als Haushalt gelten muss.Ein wenig aufatmen: Netflix scheint vorerst nur damit zu planen, die Haushaltsbeschränkungen für stationäre Fernseher einzuführen. Die mobilen Apps für Smartphones und Tablets sowie die Nutzung im Browser auf Laptops sollen vorerst nicht limitiert werden. Zudem sind Netflix' Pläne noch nicht in Stein gemeißelt, ob, wann und in welcher Form die Zusatzgebühren für das Account-Sharing nach Deutschland kommen.
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