Schlüsselbausteine für Leben in Wolke nahe dem Zentrum der Galaxie
Die letzten Jahre zeigen: die Schlüsselbausteine für Leben sind an erstaunlichen Orten im Kosmos zu finden. Jetzt haben Forscher beim Blick auf das Zentrum der Milchstraße eine spannende Entdeckung gemacht. Eine Molekülwolke, gefüllt mit wichtigen Vorläuferstoffen.
Radioteleskop 'Meerkat' liefert die bisher schärfste Aufnahme des Zentrums unserer Galaxie
"Hier zeigen wir, dass die Chemie im interstellaren Medium in der Lage ist, effizient mehrere Nitrile zu bilden, die wichtige molekulare Vorläufer des Szenarios der 'RNA-Welt' sind", so Dr. Víctor M. Rivilla, Forscher am Zentrum für Astrobiologie des spanischen Nationalen Forschungsrats (CSIC) und Erstautor der neuen Studie. Mit der 'RNA-Welt' beschreibt Rivilla ein Szenario, bei dem RNA als die erste Basis von Leben auf der Erde eingestuft wird und sich Proteinenzyme und DNA erst später entwickeln.
Rivilla und sein Team konnten für die Theorie jetzt eine interessante Frage weiter beleuchten: Wo im All können die Schlüsselbausteine überall entstehen? Die Antwort: Fast überall wohin wir unseren Blick richten, scheinen die Bedingungen für die benötigten Prozesse gegeben. Paradebeispiel ist hier die Entdeckung des Teams auf deren Beobachtung die Arbeit fußt.
Die Molekülwolke G+0,693-0,027 nahe dem Zentrum der Milchstraße hat einen Durchmesser von etwa drei Lichtjahren und eine Masse, die etwa tausendmal so groß ist wie die unserer Sonne. "Der chemische Gehalt von G+0.693-0.027 ähnelt dem (…) von Objekten des Sonnensystems wie Kometen. Das bedeutet, dass seine Untersuchung uns wichtige Erkenntnisse über die chemischen Bestandteile liefern kann, die in dem Nebel vorhanden waren, aus dem unser Planetensystem entstanden ist", erklärt Rivilla.
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Die RNA-Welt-Theorie hat ein neues Argument in der Hand
Ohne die richtigen Bausteine kann das Leben, wie wir es kennen, nicht entstehen. Für das Leben auf der Erde unerlässlich sind unter anderem Ribonukleotid-Moleküle, wiederum die Basis für RNA. Ein internationales Forscherteam mit Beteiligung aus Spanien, Japan, Chile, Italien und den Vereinigten Staaten konnte jetzt laut SciTechDaily aufzeigen, dass es für die Bausteine für organische Moleküle auch im interstellaren Raum Ballungszentren gibt.
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"Hier zeigen wir, dass die Chemie im interstellaren Medium in der Lage ist, effizient mehrere Nitrile zu bilden, die wichtige molekulare Vorläufer des Szenarios der 'RNA-Welt' sind", so Dr. Víctor M. Rivilla, Forscher am Zentrum für Astrobiologie des spanischen Nationalen Forschungsrats (CSIC) und Erstautor der neuen Studie. Mit der 'RNA-Welt' beschreibt Rivilla ein Szenario, bei dem RNA als die erste Basis von Leben auf der Erde eingestuft wird und sich Proteinenzyme und DNA erst später entwickeln.
Wo kommt der Baustein her?
Ebenfalls Teil dieser Theorie: Die Bausteine für Leben müssen nicht zwingend auf der Erde entstanden sein, sondern könnten auch im Weltraum entstanden und dann mit Kometen und Meteoriten auf unserem Planeten gelandet sein - dass die Stoffe in solchen Himmelskörpern durchs All reisen, konnte man in den letzten Jahren zweifelsfrei nachweisen.Rivilla und sein Team konnten für die Theorie jetzt eine interessante Frage weiter beleuchten: Wo im All können die Schlüsselbausteine überall entstehen? Die Antwort: Fast überall wohin wir unseren Blick richten, scheinen die Bedingungen für die benötigten Prozesse gegeben. Paradebeispiel ist hier die Entdeckung des Teams auf deren Beobachtung die Arbeit fußt.
Die Molekülwolke G+0,693-0,027 nahe dem Zentrum der Milchstraße hat einen Durchmesser von etwa drei Lichtjahren und eine Masse, die etwa tausendmal so groß ist wie die unserer Sonne. "Der chemische Gehalt von G+0.693-0.027 ähnelt dem (…) von Objekten des Sonnensystems wie Kometen. Das bedeutet, dass seine Untersuchung uns wichtige Erkenntnisse über die chemischen Bestandteile liefern kann, die in dem Nebel vorhanden waren, aus dem unser Planetensystem entstanden ist", erklärt Rivilla.
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