In nur einem Tag ins All: Rocket Lab bereitet "Prime"-artigen Dienst vor

Amazon Prime ist populär, schließlich garantiert das in den meisten Fällen eine Lieferung am nächsten Tag. Etwas Vergleichbares plant nun das Raumfahrtunternehmen Rocket Lab. Dieses will Kunden die Beförderung von Nutzlast ins All innerhalb von 24 Stunden ermöglichen. Es ist noch nicht lange her, dass ein Flug ins All und auch die Beförderung von Satelliten viele Monate und Jahre vorher geplant werden mussten. Doch mit der immer größer werdenden Konkurrenz durch private Raumfahrtunternehmen verringern sich auch die Vorlaufzeiten, um kommerzielle wie auch Regierungs-Satelliten in den Weltraum zu schießen.

Das ursprünglich neuseeländische und mittlerweile kalifornische Unternehmen Rocket Lab will das demnächst auf die Spitze treiben: Denn man hat nun das so genannte Responsive Space Program angekündigt, das kann man in etwa mit "reaktionsschnelles Raumfahrtprogramm" übersetzen.

Rocket Lab: Test des Fangens einer Raketenstufe mit dem Helikopter

Vereinfacht erklärt sollen Kunden ihren Satelliten innerhalb von nur einem Tag ins All schießen können. Das ist aber natürlich deutlich komplexer, als einen Kugelschreiber auf Amazon bestellen und am nächsten Tag in den Händen halten zu können. Konkret geht es beim Responsive Space Program darum, die Zeit zwischen Bereitstellung der Nutzlast bis zur Ankunft im All möglichst zu verkürzen.

Schnelle "Lieferung" kostet extra

"Von der Ankunft am Startplatz bis zur Integration der Nutzlast, ihrer Verkapselung und dem Start wird es nicht länger als 24 Stunden dauern", schreibt Rocket Lab in einer Mitteilung (via TechCrunch). Freilich wird das nicht zum Standardpreis verfügbar sein, die Kunden werden hier auch einen Premium-Preis bezahlen müssen.

Diese werden hier natürlich nicht einfach so an der Startrampe mit ihrem Satelliten auftauchen können, Planung und Vorlauf sind auch beim Responsive Space Program erforderlich. Zudem wird Rocket Lab die dazugehörigen Satelliten teilweise selbst bauen, für den Start vorbereiten und diese auch betreiben. Ob und wie das in der Praxis tatsächlich funktioniert, muss Rocket Lab überdies erst unter Beweis stellen.

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