We are doomed: Mikroplastik lässt Viren im Wasser länger überleben
Der Plastikmüll, den wir in großer Menge in die Umwelt verklappen, fällt uns wahrscheinlich auf eine Weise auf die Füße, mit der bisher niemand gerechnet hat: In Form von Mikroplastik bietet er Viren Schutz, die sich im Trinkwasser befinden.
Wissenschaftler der Universität Stirling haben herausgefunden, dass verschiedene gefährliche Viren mehrere Tage infektiös bleiben können, wenn sie sich an Mikroplastik-Partikel im Trinkwasser anheften. Während sie ohne solche Träger im Wasser relativ schnell unwirksam werden, bleibt die Infektionsgefahr bei der Möglichkeit, sich an die winzigen Plastikpartikel anzuheften, für drei Tage und eventuell noch länger bestehen, berichtet der Guardian.
Das kann insbesondere in den Sommermonaten Gefahren mit sich bringen. Denn während das Wasser aus dem Hahn eher ungefährlich sein dürfte, ist dies bei den Abwässern nicht der Fall. Die Forscher verweisen hier auf die Möglichkeit, dass Viren an den Plastikpartikeln durch die Kläranlage geschleust werden. Danach würden sie normalerweise recht schnell unschädlich werden - doch mit ihrem schützenden Träger können sie binnen drei Tagen problemlos bis zu einem Badestrand an einem See oder in der Nähe einer Flussmündung am Meer angespült werden.
Dass sich Viren an andere Materialien haften können, ist schon länger bekannt. Allerdings war noch wenig erforscht, wie es sich mit den immer häufiger zu findenden Mikroplastik-Partikeln verhält. Hier gab es zwar schon einige Untersuchungen unter Laborbedingungen, jetzt aber haben die Forscher die Angelegenheit direkt in der Umwelt untersucht.
Siehe auch: In Sekunden virenfrei: Forscher stellen Handy-Desinfektionsgerät vor
Das kann insbesondere in den Sommermonaten Gefahren mit sich bringen. Denn während das Wasser aus dem Hahn eher ungefährlich sein dürfte, ist dies bei den Abwässern nicht der Fall. Die Forscher verweisen hier auf die Möglichkeit, dass Viren an den Plastikpartikeln durch die Kläranlage geschleust werden. Danach würden sie normalerweise recht schnell unschädlich werden - doch mit ihrem schützenden Träger können sie binnen drei Tagen problemlos bis zu einem Badestrand an einem See oder in der Nähe einer Flussmündung am Meer angespült werden.
Passende Viren an Bord
"Selbst wenn eine Kläranlage alles tut, was sie kann, um die Abwässer zu reinigen, enthält das abgeleitete Wasser immer noch Mikroplastik, das dann den Fluss hinunter in die Flussmündung transportiert wird und schließlich am Strand landet", sagte Richard Quilliam, leitender Forscher des Projekts. Das ist insbesondere daher von Bedeutung, da es vor allem auch Viren trifft, die häufig in Abwasser zu finden sind - nämlich solche, die das Verdauungssystem angreifen und zu Durchfall-Erkrankungen führen.Dass sich Viren an andere Materialien haften können, ist schon länger bekannt. Allerdings war noch wenig erforscht, wie es sich mit den immer häufiger zu findenden Mikroplastik-Partikeln verhält. Hier gab es zwar schon einige Untersuchungen unter Laborbedingungen, jetzt aber haben die Forscher die Angelegenheit direkt in der Umwelt untersucht.
Siehe auch: In Sekunden virenfrei: Forscher stellen Handy-Desinfektionsgerät vor
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