Nvidia stellt Linux-Treiber unter Open-Source-Lizenz zur Verfügung
Nvidia hat angekündigt, die Linux-Treiber für seine Grafikkarten unter einer dualen GPL/MIT-Lizenz zu veröffentlichen. Den Start macht die Treiber-Version R515, welche bereits bei GitHub zur Verfügung steht.
Das kommt überraschend: Der Prozessoren-Hersteller Nvidia hatte bisher - anders als Intel oder AMD - noch keine Ambitionen gezeigt, Teile seiner Treiber unter einer Open-Source-Lizenz zur Verfügung zu stellen. Nun wird sich das ändern. Das geht aus einer Meldung des Unternehmens hervor, man hat jetzt Kernel-Bestandteile des Grafiktreibers als Open Source freigegeben und will damit Linux-Nutzern entgegenkommen. Die Freigabe wird die Bereitstellung von Treibern für Linux deutlich vereinfachen.
Auch bei Suse zeigt man sich von dem Schritt begeistert und hat dazu gleich selbst eine Ankündigung: "Dies ist ein echter Meilenstein für die Open-Source-Community und das Accelerated Computing. Suse ist stolz darauf, die erste große Linux-Distribution zu sein, die diesen Durchbruch mit Suse Linux Enterprise 15 SP4 im Juni erzielt," so Markus Noga von Suse.
Mike McGrath, Vizepräsident Linux Engineering bei Red Hat, freut sich besonders über die Effekte, die die Änderung für die Nutzer haben wird: "Open Source für Unternehmen kann Innovationen vorantreiben und die Kundenerfahrung verbessern - etwas, für das sich Red Hat immer eingesetzt hat. Wir begrüßen die Entscheidung von Nvidia, den GPU-Kernel-Treiber als Open Source zu veröffentlichen. Red Hat arbeitet seit vielen Jahren mit Nvidia zusammen, und wir freuen uns, dass sie diesen nächsten Schritt machen. Wir freuen uns darauf, diese Fähigkeiten unseren Kunden zur Verfügung zu stellen und die Interoperabilität mit Nvidia-Hardware zu verbessern."
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Treiber R515 noch im Beta-Stadium
Laut Nvidia hat man in einem ersten Schritt den Quellcode für die Kernel-Module über die "Nvidia Open GPU Kernel Modules Repo" auf GitHub verfügbar gemacht. Die aktuelle Version R515 ist allerdings noch in der Beta-Testphase. Die Version enthält vorkompilierte Versionen sowohl des Closed-Source-Treibers als auch der Open-Source-Kernelmodule. Diese Versionen schließen sich gegenseitig aus, daher lässt sich bei der Installation eine Wahl treffen.Zusammenarbeit gestartet
Zudem meldet Nvidia, dass sowohl Canonical (Ubuntu) als auch Suse als Entwickler die nun offenen Kernel-Module in ihre Distributionen einbinden können. Nvidia hat mit den beiden Firmen sowie mit Red Hat zusammengearbeitet, um die Bereitstellung der Pakete zu verbessern.Stimmen zur Open-Source-Entscheidung
"Die neuen Open-Source-GPU-Kernel-Module von Nvidia werden die Installation vereinfachen und die Sicherheit für Ubuntu-Nutzer erhöhen, egal ob sie KI/ML-Entwickler, Gamer oder Cloud-Nutzer sind", erklärte Canonical-Manager Cindy Goldberg. Es wird erwartet, dass die neuen Treiber in den nächsten Monaten ihren Weg in das kürzlich von Canonical veröffentlichte Ubuntu 22.04 LTS finden werden.Auch bei Suse zeigt man sich von dem Schritt begeistert und hat dazu gleich selbst eine Ankündigung: "Dies ist ein echter Meilenstein für die Open-Source-Community und das Accelerated Computing. Suse ist stolz darauf, die erste große Linux-Distribution zu sein, die diesen Durchbruch mit Suse Linux Enterprise 15 SP4 im Juni erzielt," so Markus Noga von Suse.
Mike McGrath, Vizepräsident Linux Engineering bei Red Hat, freut sich besonders über die Effekte, die die Änderung für die Nutzer haben wird: "Open Source für Unternehmen kann Innovationen vorantreiben und die Kundenerfahrung verbessern - etwas, für das sich Red Hat immer eingesetzt hat. Wir begrüßen die Entscheidung von Nvidia, den GPU-Kernel-Treiber als Open Source zu veröffentlichen. Red Hat arbeitet seit vielen Jahren mit Nvidia zusammen, und wir freuen uns, dass sie diesen nächsten Schritt machen. Wir freuen uns darauf, diese Fähigkeiten unseren Kunden zur Verfügung zu stellen und die Interoperabilität mit Nvidia-Hardware zu verbessern."
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