Nvidia erwägt Fertigung von Grafikchips bei Intel
Nvidia ist offenbar durchaus dafür offen, seine Grafikchips künftig auch bei Intel fertigen zu lassen. Hintergrund ist natürlich der Plan des führenden US-Chipherstellers, in den nächsten Jahren zu einem der wichtigsten Vertragsfertiger für diverse Chips und SoCs zu werden.
Wie Nvidia-CEO Jensen Huang vor kurzem bei einem Auftritt während eines Online-Events des Unternehmens verlauten ließ, erwägt man eine Zusammenarbeit mit Intel als Vertragsfertiger für seine Grafikchips und andere Prozessoren. Allerdings sieht Huang auch diverse Hürden, die Intel überwinden muss, bevor der US-Konzern die von CEO Pat Gelsiger angestrebten Ziele tatsächlich erreichen kann.
Man sei offen dafür, mit Intel als Fertigungspartner zu arbeiten, so Huang. Gespräche mit den sogenannten Foundries seien aber langwierig, es gehe also nicht nur um das Verlangen nach einer eventuellen Zusammenarbeit. Die Börse reagierte laut dem US-Wirtschaftsdienst Bloomberg positiv auf Huangs Überlegungen und ließ den Aktienkurs von Intel steigen.
Intel müsse sich unter anderem daran gewöhnen, auf die Bedürfnisse seiner Fertigungskunden einzugehen, was nicht zu den Erfahrungen des US-Konzerns gehöre, da Intel bisher fast ausschließlich seine eigenen Designs produziert. Allerdings sei Intels Neuausrichtung auf die Fertigung der Chipdesigns anderer Anbieter ein notwendiger Schritt, für das Unternehmen, sagte der Nvidia-Boss weiter.
Intel plant Investitionen in Höhe von zig Milliarden Dollar, um künftig zu einem der größten Vertragsfertiger zu werden. Unter anderem sollen mehrere neue Chipwerke am Stadtrand von Magdeburg in Sachsen-Anhalt gebaut werden. Deutschland bekommt damit eine tragende Rolle in Intels Zukunft.
Nvidia will Abhängigkeit von TSMC und Samsung reduzieren
Huang erklärte, dass Nvidia künftig selbstverständlich auf eine größere Zahl von Fertigungspartnern setzen will, um seine Abhängigkeit von einzelnen Anbietern zu reduzieren. Derzeit lässt Nvidia den Großteil seiner Chips beim weltgrößten Vertragsfertiger TSMC in Taiwan und bei Samsungs Halbleitersparte in Südkorea produzieren.Man sei offen dafür, mit Intel als Fertigungspartner zu arbeiten, so Huang. Gespräche mit den sogenannten Foundries seien aber langwierig, es gehe also nicht nur um das Verlangen nach einer eventuellen Zusammenarbeit. Die Börse reagierte laut dem US-Wirtschaftsdienst Bloomberg positiv auf Huangs Überlegungen und ließ den Aktienkurs von Intel steigen.
Intel muss lernen, sich auf Wünsche der Kunden einzustellen, sagt Nvidia
Damit Intel allerdings mit TSMC oder Samsung konkurrieren könne, bedarf es laut Huang jedoch mehr als einfach nur den Bau neuer Produktionsstätten. Intel müsse seine Unternehmenskultur und seine Art zu Arbeiten grundlegend verändern, so der Nvidia-Chef. Wer zu einem Chipfertiger vom Kaliber der taiwanischen Firma TSMC aufsteigen wolle, müsse einiges leisten, schließlich arbeitet TSMC mit mehr als 300 wichtigen Kunden aus aller Welt zusammen.Intel müsse sich unter anderem daran gewöhnen, auf die Bedürfnisse seiner Fertigungskunden einzugehen, was nicht zu den Erfahrungen des US-Konzerns gehöre, da Intel bisher fast ausschließlich seine eigenen Designs produziert. Allerdings sei Intels Neuausrichtung auf die Fertigung der Chipdesigns anderer Anbieter ein notwendiger Schritt, für das Unternehmen, sagte der Nvidia-Boss weiter.
Intel plant Investitionen in Höhe von zig Milliarden Dollar, um künftig zu einem der größten Vertragsfertiger zu werden. Unter anderem sollen mehrere neue Chipwerke am Stadtrand von Magdeburg in Sachsen-Anhalt gebaut werden. Deutschland bekommt damit eine tragende Rolle in Intels Zukunft.
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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