E-Auto von Wiesmann: Deutscher Autobauer zeigt 300.000 Euro-Roadster

Nicht nur Tesla kann Elektro-Roadster bauen. Mit dem Projekt Thunderball stellt der deutsche Autobauer Wiesmann seinen Beitrag zur Elektrifizierung der Fahrzeugwelt vor. Der soll 300.000 Euro kosten, kommt aber in der Leistung nicht an Teslas Angebot heran.

Wiesmann stellt seinen ersten elektrischen Roadster auf die Strecke

Nach schweren Jahren mit Insolvenz im Jahr 2013 und Übernahme durch Finanzinvestoren im Jahr 2015 meldet sich der deutsche Autobauer Wiesmann jetzt mit einem Elektroauto-Projekt zurück. Der Thunderball setzt auf den modernisierten Charme alter Zeiten, wird unter der Haube aber einen vollelektrischen Antrieb bieten - wie die Marketing-Abteilung darauf kommt, hier den "weltweit ersten vollelektrischen Roadster" geschaffen haben zu wollen, erschließt sich aber nicht. Wiesmann Projekt ThunderballEher klassischer Look gepaart mit E-Auto-Technik Unabhängig von diesem etwas verwirrenden, mindestens zweifelhaften Superlativ - Teslas rein elektrischer Roadster ist seit 2008 auf Straßen unterwegs - will Wiesmann bei dem Modell Leistung auf Super-Sportwagenniveau bieten können. Dafür setzt man auf zwei an der Hinterachse montierte Elektromotoren, die eine Leistung von 500KW (680PS) entfalten, das Drehmoment liegt bei bis zu 1100 Nm. Bei einer anvisierten Beschleunigung von 0-100 km/h in unter 3 Sekunden ist man sehr schnell unterwegs, wird aber doch deutlich hinter anderen Modellen wie dem Model S Plaid zurückbleiben, das offiziell einen Wert von 2,1 Sekunden erreicht.

Wiesmann Projekt ThunderballWiesmann Projekt ThunderballWiesmann Projekt ThunderballWiesmann Projekt Thunderball
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300.000 Euro, noch kein Datum

Beim Chassis setzt man auf Aluminium, die Karosserie selbst wird mit Kohlefaser aufgebaut. So kann man ein für ein Elektroauto relativ leichtes Gewicht von 1.700kg erreichen, das entspricht einem Leistungsgewicht von 2,5 kg pro PS. Mit dem verbauten wassergekühlten 92 kWh-Akku soll das Modell dann auf 500 km Reichweite kommen, hier spricht man aber noch vorsichtig davon, dass dies "angestrebt" werde.

Laden läuft On-Board mit 22 KW und an Schnellladesäulen mit bis zu 300 KW. Wie üblich wird auch der Thunderball in der Wiesmann-Manufaktur im westfälischen Dülmen in Handarbeit gefertigt werden. Der Preis liegt bei rund 300.000 Euro, ein Datum für die Auslieferung gibt es aber noch nicht.
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