Bloß keine Amazon-Gewerkschaft:
Persönliche 'Stalker' für Mitarbeiter
Der weltweit größte Versandhändler Amazon versucht mit allen Mitteln die Gründung von Gewerkschaften in seiner Belegschaft zu verhindern. Dabei geht der Konzern mit teuren, aber eben auch effektiven Mitteln gegen Mitarbeiter vor, die sich organisieren wollen.
Wie das politisch linksgerichtete US-Magazin Jacobin berichtet, lässt Amazon nichts unversucht, um die Gründung einer Gewerkschaftsgruppe an einem seiner Standorte in Staten Island, New York, zu verhindern. Der Konzern lässt unter anderem bestimmte Mitarbeiter konstant von anderen Angestellten überwachen, um so zu verhindern, dass sie andere Lagerarbeiter für ein gewerkschaftliches Engagement gewinnen können.
Aktuell käme wohl auf 20 Mitarbeiter in dem Sortierzentrum in Staten Island jeweils ein "Consultant", der versucht, die Belegschaft zu beeinflussen. Außerdem habe man begonnen, aus den ganzen USA Führungskräfte an den Standort zu verlegen, die die Arbeiter vor Ort noch stärker als sonst überwachen und versuchen, die Interaktion zwischen ihnen zu verhindern.
Ebenso lässt Amazon die Mitarbeiter an verpflichtenden Präsentationen des Managements teilnehmen, in denen die angeblichen Nachteile einer Gewerkschaft vorgetragen werden. Zudem sind diverse Plakate über den Standort verteilt, auf denen man gegen die Gewerkschaften argumentiert.
Die Gewerkschaften kritisieren vor allem die Arbeitsbedingungen bei Amazon. Es geht um faire Löhne, die hohe Zahl an Zeitarbeitern und die schlechten Bedingungen innerhalb der Logistikeinrichtungen des Konzerns. Gerade am Standort LDJ5 gibt es großes Interesse an der Gründung einer Gewerkschaftsgruppe, auch weil erst in diesem Monat einer der meist jungen Mitarbeiter Selbstmord beging und im auf der anderen Straßenseite gelegenen Amazon Fulfillment-Center JFK8 erst kürzlich die erste Gewerkschaftsgruppe in der Region gegründet wurde.
Ein 'Consultant' auf 20 Mitarbeiter
So berichtet ein Amazon-Mitarbeiter, der an dem LDJ5 genannten Sortierzentrum in Staten Island versucht, weitere Menschen für eine Beteiligung an einer neu zu gründenden Gewerkschaftsgruppe zu werben, dass das Unternehmen mit diversen Maßnahmen versucht, "Union-Busting" zu betreiben. Man habe massenhaft externe "Berater" engagiert, die versuchen, die Belegschaft mit diverser Propaganda zu beeinflussen.Aktuell käme wohl auf 20 Mitarbeiter in dem Sortierzentrum in Staten Island jeweils ein "Consultant", der versucht, die Belegschaft zu beeinflussen. Außerdem habe man begonnen, aus den ganzen USA Führungskräfte an den Standort zu verlegen, die die Arbeiter vor Ort noch stärker als sonst überwachen und versuchen, die Interaktion zwischen ihnen zu verhindern.
Manager folgen Gewerkschaftern auf Schritt und Tritt
Der Gewerkschafter selbst werde derzeit im Grunde ständig von mindestens zwei "Managern" verfolgt, die stets an jedem Ort auftauchen, den er innerhalb des Sortierzentrums aufsucht. Es seien immer die gleichen zwei Vorgesetzten, die stets freundlich und zuvorkommend seien, aber eben auch merkbar versuchen würden, Gespräche mit anderen Mitarbeitern über die neu zu gründende Gewerkschaftsgruppe zu unterbinden.Ebenso lässt Amazon die Mitarbeiter an verpflichtenden Präsentationen des Managements teilnehmen, in denen die angeblichen Nachteile einer Gewerkschaft vorgetragen werden. Zudem sind diverse Plakate über den Standort verteilt, auf denen man gegen die Gewerkschaften argumentiert.
Die Gewerkschaften kritisieren vor allem die Arbeitsbedingungen bei Amazon. Es geht um faire Löhne, die hohe Zahl an Zeitarbeitern und die schlechten Bedingungen innerhalb der Logistikeinrichtungen des Konzerns. Gerade am Standort LDJ5 gibt es großes Interesse an der Gründung einer Gewerkschaftsgruppe, auch weil erst in diesem Monat einer der meist jungen Mitarbeiter Selbstmord beging und im auf der anderen Straßenseite gelegenen Amazon Fulfillment-Center JFK8 erst kürzlich die erste Gewerkschaftsgruppe in der Region gegründet wurde.
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