Surfen und Telefonieren: EU-Roaming für weitere 10 Jahre kostenlos

Das Texten, Surfen und Telefonieren innerhalb Europas wird auch in Zukunft ohne zusätzliche Kosten möglich sein. Der Europäische Rat stimmt der im Dezember auf den Weg gebrachten Verlängerung des "Roam like at Home"-Programms zu, das sonst im Juni 2022 ausgelaufen wäre.
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Seit beinahe fünf Jahren können EU-Bürger im europäischen Ausland zu den gleichen Konditionen surfen, telefonieren und SMS versenden, wie sie es aus ihrem jeweiligen Heimatland gewohnt sind. Das "Roam like at Home"-Programm wurde im Juni 2017 von den 27 EU-Staaten nebst Norwegen, Island und Liechtenstein beschlossen. Im Februar 2021 verständigte sich die EU-Kommission über eine mögliche Verlängerung des Programms, dessen Entwurf im Dezember letzten Jahres bestätigt und dem Europäischen Rat zur finalen Absegnung vorgelegt wurde. Infografik Mobilfunkstandard: 5G knackt 2022 die Milliarden-MarkeMobilfunkstandard: 5G knackt 2022 die Milliarden-Marke Per Pressemitteilung kündigt man nun an, dass nach dem Europäischen Parlament auch der Rat einer Verlängerung der Regelung für das Roaming zu Inlandpreisen bis zum Jahr 2032 zugestimmt hat. "Somit werden die Bürgerinnen und Bürger auch nach dem Ablauf der geltenden Roamingverordnung am 30. Juni 2022 ohne zusätzliche Kosten Anrufe tätigen, SMS versenden und im Internet surfen können."

Qualitätsoffensive für Roaming-Dienste und neue Obergrenzen

Zuvor wurde bereits angekündigt, dass die Roaming-Anbieter verpflichtet werden, dieselbe Netzqualität wie im Inland anzubieten, wenn die gleichen Bedingungen im Netz des Gastlandes verfügbar sind. Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments haben dahingehend eine Bestimmung durchgesetzt, die Praktiken verbieten soll, welche die Qualität von Roaming-Diensten verringert. Als Beispiel wird ein mögliches Umschalten der Verbindung vom 4G-Netz in das 3G-Netz genannt.

Sollten Verbraucher das Datenvolumen ihres Vertrags innerhalb des EU-Auslands überschreiten, greift ab diesem Jahr zudem eine Obergrenze von zwei Euro pro Gigabyte, die schrittweise bis zum Jahr 2027 auf einen Euro pro Gigabyte abgesenkt werden soll. Ebenso beraten die Abgeordneten über die Abschaffung von Aufschlägen für EU-interne Anrufe, die bisher bei 19 Cent pro Minute gedeckelt waren.

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