Milliarden-Raub bei Bitfinex:
Walmart-Gutschein führte zu den Tätern
Der Bitfinex-Fall zeigt einmal mehr, wie schwer es inzwischen geworden ist, sich vor den Strafverfolgungsbehörden zu verstecken. Das Pärchen, das Milliarden-Werte von einer Kryptobörse gestohlen haben soll, verriet sich am Ende durch feine digitale Spuren.
Kürzlich hatte das US-Justizministerium stolz den jüngsten Fahndungserfolg der Behörden präsentiert: Man konnte endlich Verdächtige ausfindig machen, die im Jahr 2016 in die Kryptobörse Bitfinex eingebrochen sein sollen. Dabei erbeuteten sie 119.754 Bitcoin-Einheiten, die nach heutigen Kurs mehrere Milliarden Dollar wert sind. Den größten Teil dessen konnten die Ermittler durch einen Zugriff auf die entsprechende Wallet sicherstellen.
Inzwischen kommen auch einige Details ans Licht, wie die beiden Verdächtigen ausfindig gemacht werden konnten. Demnach hat das mutmaßliche Diebespärchen wohl bereits vor ersten Versuchen, die gestohlenen Werte zu waschen, mit einem Teil von ihnen eingekauft. Unter anderem tauschten sie bei anderen Nutzern Bitcoins gegen einen Walmart-Gutscheincode für 500 Dollar und verschiedene andere Wertkarten von Uber, Hotels.com und Playstation.
Dies zeigt einmal mehr, dass Kryptowährungen denkbar ungeeignet sind, um wirklich anonyme Transaktionen durchführen zu können. Die Systeme erlauben zu einem gewissen Grad Pseudonymität, halten aber letztlich einer hartnäckigen polizeilichen Ermittlungsarbeit kaum stand. Der Bitfinex-Fall ist die bisher größte Beschlagnahmung von Krypto-Werten, der der US-Justiz bisher gelungen ist.
Siehe auch: US-Behörden beschlagnahmen bei Diebes-Paar Bitcoin für 4 Mrd. Dollar
Inzwischen kommen auch einige Details ans Licht, wie die beiden Verdächtigen ausfindig gemacht werden konnten. Demnach hat das mutmaßliche Diebespärchen wohl bereits vor ersten Versuchen, die gestohlenen Werte zu waschen, mit einem Teil von ihnen eingekauft. Unter anderem tauschten sie bei anderen Nutzern Bitcoins gegen einen Walmart-Gutscheincode für 500 Dollar und verschiedene andere Wertkarten von Uber, Hotels.com und Playstation.
Puzzle-Arbeit im Digitalen
Da die Ermittler das Wallet über die gesamte Zeit unter Beobachtung hielten, fielen die Einkäufe auf. Letztlich gelang es, die genutzten Gutscheincodes mit E-Mail-Adressen und Cloud-Service-Providern in Verbindung zu bringen, so dass sich letztlich genug Hinweise ergaben, die in Richtung des Pärchens wiesen, wie das Wall Street Journal berichtet.Dies zeigt einmal mehr, dass Kryptowährungen denkbar ungeeignet sind, um wirklich anonyme Transaktionen durchführen zu können. Die Systeme erlauben zu einem gewissen Grad Pseudonymität, halten aber letztlich einer hartnäckigen polizeilichen Ermittlungsarbeit kaum stand. Der Bitfinex-Fall ist die bisher größte Beschlagnahmung von Krypto-Werten, der der US-Justiz bisher gelungen ist.
Siehe auch: US-Behörden beschlagnahmen bei Diebes-Paar Bitcoin für 4 Mrd. Dollar
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