Preisvergleich-Anbieter verklagt Google auf 2,1 Mrd. Euro Schadenersatz
Der schwedische Anbieter Pricerunner betreibt in vielen Ländern eigene Portale für die Durchführung von Preisvergleichen. Jetzt hat das Unternehmen eine Klage gegen Google angestrengt, weil man dem Suchmaschinenbetreiber einen Missbrauch seiner Marktmacht vorwirft.
Pricerunner hat bekanntgegeben, dass man Google auf die Zahlung von Schadenersatz in Höhe von insgesamt 2,1 Milliarden Euro verklagt hat, nachdem ein EU-Gericht bereits im letzten Jahr entschieden hatte, dass Googles prominente Platzierung seiner eigenen Preisvergleichs-Funktion in der weltweit meistgenutzten Suchmaschine gegen die in der EU geltenden Wettbewerbsgesetze verstößt.
Im November hatte der Europäische Gerichtshof eine frühere Entscheidung bestätigt, laut der Google eine Rekordstrafe von 2,42 Milliarden Euro zahlen soll. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass Google seinen eigenen Preisvergleich unrechtmäßig bevorteilt und auf illegale Weise vor den Seiten der Drittanbieter platziert.
Google habe in Europa praktisch eine Monopolstellung inne und noch immer keine Anstalten gemacht, sich an die Vorgaben der EU-Kommission zu halten. Das Unternehmen missbrauche seine dominante Position in Europa somit weiterhin. Der Internetkonzern leite den Traffic zu seinen eigenen Diensten und nicht an die Mitbewerber weiter, was letztlich den Kunden schade.
Seinerseits hatte Google mittlerweile erneut Berufung gegen die Strafe der EU eingelegt und behauptete zuletzt, dass es einige rechtliche Details gebe, zu denen die Vorgaben der Behörden nicht eindeutig seien. Infografik: Das Jahr 2021 in Google-Suchanfragen
Im November hatte der Europäische Gerichtshof eine frühere Entscheidung bestätigt, laut der Google eine Rekordstrafe von 2,42 Milliarden Euro zahlen soll. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass Google seinen eigenen Preisvergleich unrechtmäßig bevorteilt und auf illegale Weise vor den Seiten der Drittanbieter platziert.
Über viele Jahre hinweg massiver Schaden
Pricerunner begründet seine Klage damit, dass Google dem Unternehmen über viele Jahre hinweg massiven Schaden zugefügt hat. Gleichzeitig will man mit der Klage im Namen der europäischen Konsumenten gegen Google vorgehen, weil auch sie durch die Verstöße des US-Konzerns gegen Wettbewerbsgesetze Schaden genommen haben sollen.Google habe in Europa praktisch eine Monopolstellung inne und noch immer keine Anstalten gemacht, sich an die Vorgaben der EU-Kommission zu halten. Das Unternehmen missbrauche seine dominante Position in Europa somit weiterhin. Der Internetkonzern leite den Traffic zu seinen eigenen Diensten und nicht an die Mitbewerber weiter, was letztlich den Kunden schade.
Seinerseits hatte Google mittlerweile erneut Berufung gegen die Strafe der EU eingelegt und behauptete zuletzt, dass es einige rechtliche Details gebe, zu denen die Vorgaben der Behörden nicht eindeutig seien. Infografik: Das Jahr 2021 in Google-Suchanfragen
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