Musikbranche: Fake-Streams sind größte Bedrohung für das Geschäft
Der riesige Erfolg des Musik-Streamings lockt natürlich auch diverse schwarze Schafe an. Der Branchenverband der Musikunternehmen BVMI will daher in der nächsten Zeit deutlich stärker gegen betrügerische Aktivitäten auf den Plattformen vorgehen.
Florian Drücke, der Vorstandsvorsitzende des BVMI, sieht vor allem in so genannten Fake-Streams ein massives Problem. Hier werden durch den Einsatz von Bots die Abruf-Zahlen bestimmter Titel in die Höhe getrieben, um für den jeweiligen Musiker mehr Einnahmen durch die Beteiligung an den Einnahmen aus den Streaming-Abos zu generieren.
"Das haben wir aus Deutschland heraus mit als erste in Angriff genommen und sehr viele Verfahren erfolgreich geführt, um solche Manipulationen einzudämmen", so Drücke gegenüber der Nachrichtenagentur DPA. Denn man könne nicht zuschauen und akzeptieren, wie das Vertrauen in den Streaming-Marktplatz durch solche Manipulationen erodiert werden.
Die ersten Ansätze für das Streaming im Abo-Modell stießen noch auf Skepsis, da man davon ausging, dass die Nutzer die Musik ihrer Lieblingskünstler jederzeit aus dem eigenen Bestand heraus verfügbar haben wollten. Beim Streaming hingegen sind die Titel nicht mehr verfügbar, wenn das Abo gekündigt wird. Da inzwischen aber nahezu immer und überall Internet-Verbindungen zur Verfügung stehen, entpuppte sich das Segment letztlich als massiver Wachstumstreiber und heute kann die Musikbranche mit den monatlichen Abo-Beiträgen den größten Teil ihres Umsatzes generieren.
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"Das haben wir aus Deutschland heraus mit als erste in Angriff genommen und sehr viele Verfahren erfolgreich geführt, um solche Manipulationen einzudämmen", so Drücke gegenüber der Nachrichtenagentur DPA. Denn man könne nicht zuschauen und akzeptieren, wie das Vertrauen in den Streaming-Marktplatz durch solche Manipulationen erodiert werden.
Wichtigster Umsatzfaktor
Immerhin ist das Streaming quasi der Retter der Musikbranche geworden. Als die CD-Umsätze aufgrund der Verbreitung von Musik im Internet einbrachen, versuchte man es erst damit, das klassische Geschäft einfach in den digitalen Raum zu verlagern. Statt Tonträgern wurden nun also Downloads verkauft - was aber nur bedingt funktionierte.Die ersten Ansätze für das Streaming im Abo-Modell stießen noch auf Skepsis, da man davon ausging, dass die Nutzer die Musik ihrer Lieblingskünstler jederzeit aus dem eigenen Bestand heraus verfügbar haben wollten. Beim Streaming hingegen sind die Titel nicht mehr verfügbar, wenn das Abo gekündigt wird. Da inzwischen aber nahezu immer und überall Internet-Verbindungen zur Verfügung stehen, entpuppte sich das Segment letztlich als massiver Wachstumstreiber und heute kann die Musikbranche mit den monatlichen Abo-Beiträgen den größten Teil ihres Umsatzes generieren.
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