Amazon AWS arbeitet an einem eigenem Quantencomputer
Amazon will für die bereits bestehende Amazon AWS Quantencomputing-Sparte jetzt einen eigenen Quantencomputer bauen. Das geht aus Medienberichten hervor. Der Chef des AWS-Teams gewährte einen ersten Einblick in das Projekt.
Während sich Amazon-Gründer Jeff Bezos noch von seinem Raumflug erholt, startet das nächste Mammut-Projekt bei Amazon AWS: Die direkte Tochterfirma des Handelsriesen, die sich komplett auf Cloud-Computing-Angebote spezialisiert hat, wird nun den ersten eigenen Quantencomputer entwickeln. Das berichtet das Handelsblatt (Paywall). Das Magazin hatte dazu ein Gespräch mit Oskar Painter geführt, der Chef des Quantenhardware-Teams bei Amazon AWS ist. Painter bestätigte die hochgesteckten Ziele: "Wir haben ein internes Projekt, einen eigenen Quantencomputer zu bauen, Software und Algorithmen dafür zu entwickeln."
Europas erster Quantencomputer Quantum System One steht seit Juni 2021 in Deutschland
"Wir bei AWS konzentrieren uns gewöhnlich nicht auf Probleme, die weit in der Zukunft liegen. Wir machen die Dinge, die unsere Kunden von uns wollen", erläuterte Richard Moulds, Geschäftsführer von Amazon Braket im Gespräch mit dem Handelsblatt.
Zudem will Amazon AWS die Erfahrung nutzen, um neue Hardware zu entwickeln, da man mit der bisher genutzten Technologie an physikalische Grenzen stößt. Zu den aktuellen Quantencomputing-Kunden bei AWS gehören dabei Großkonzerne wie Volkswagen und BMW. Mit dem neuen Projekt wird Amazon dann aber nicht nur zum Service-Anbieter, sondern auch zum Hardware-Hersteller. Bisher laufen die AWS-Supercomputer laut dem Handelsblatt noch mit Hardware von Rigetti Computing.
Mehr zum Thema: Supercomputer
Europas erster Quantencomputer Quantum System One steht seit Juni 2021 in Deutschland
Der eigene Quantencomputer ist nur noch eine Frage der Zeit
Demnach will der Konzern mit dem neuen Projekt voll in den milliardenschweren Markt der Supercomputer einsteigen. Hintergrund ist, dass man selbst über die Jahre genügend Expertise aufgebaut hat und vor allem genau weiß, in welchen Bereichen die Kunden Verbesserungen fordern. Der eigene Quantencomputer ist demnach schon in Arbeit. Wie weit vorangeschritten das Projekt ist, wurde aber nicht verraten."Wir bei AWS konzentrieren uns gewöhnlich nicht auf Probleme, die weit in der Zukunft liegen. Wir machen die Dinge, die unsere Kunden von uns wollen", erläuterte Richard Moulds, Geschäftsführer von Amazon Braket im Gespräch mit dem Handelsblatt.
Zudem will Amazon AWS die Erfahrung nutzen, um neue Hardware zu entwickeln, da man mit der bisher genutzten Technologie an physikalische Grenzen stößt. Zu den aktuellen Quantencomputing-Kunden bei AWS gehören dabei Großkonzerne wie Volkswagen und BMW. Mit dem neuen Projekt wird Amazon dann aber nicht nur zum Service-Anbieter, sondern auch zum Hardware-Hersteller. Bisher laufen die AWS-Supercomputer laut dem Handelsblatt noch mit Hardware von Rigetti Computing.
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