Entwicklungsländer überspringen fossile Energien wie das Festnetz
Die Menschheit hat "Peak Fossil", also den Höhepunkt der Nutzung fossiler Energieträger, wahrscheinlich schon hinter sich gelassen. In den Schwellen- und Entwicklungsländern gibt es bei der Stromerzeugung einen ähnlichen Effekt wie bei der Telekommunikation.
Eine aktuelle Analyse des indischen Council on Energy, Environment and Water (CEEW) in Zusammenarbeit mit dem Think-Tank Carbon Tracker kommt zu dem Ergebnis, dass außerhalb der Industriestaaten die Stromerzeugung aus Kohle, Erdöl und Erdgas zu einem wachsenden Teil einfach übersprungen wird. Da die Nutzung regenerativer Quellen seit Jahren immer billiger wird, deckt man dort den steigenden Bedarf zunehmend aus Sonne und Wind. Laut den Daten sinkt dadurch die Nutzung fossiler Energieträger bereits seit 2018.
Einen ähnlichen Effekt kennt man bereits aus der Telekommunikation: Vor allem in den Entwicklungsländern ist oft nie ein Festnetz gebaut worden oder es gab nur rudimentäre kabelgebundene Netze in den wohlhabenderen Vierteln der größeren Städte. Stattdessen setzte man dann gleich auf Mobilfunk-Anlagen, die letztlich einfacher und schneller - und damit kostengünstiger - zu installieren waren.
Lediglich China ist bisher noch ein Ausreißer in der Geschichte: Hier hat beim Zubau zusätzlicher Kraftwerks-Kapazitäten die Kohle noch immer die Nase vorn. Die Autoren der Studie gehen aber davon aus, dass sich dies bis 2025 auch ändern wird - dafür sorgen schlicht die wirtschaftlichen Tatsachen - Kohle kann beim Preis einfach nicht mehr mithalten.
Die Kernkraft spielt in den meisten dieser Länder ohnehin keine Rolle, da es sich mit Abstand um die teuerste Form der Stromerzeugung handelt. Der Aufbau und Betrieb einer Atom-Infrastruktur wird im Grunde nur noch dort vorangetrieben, wo weitergehende - also macht- und militärpolitische Interessen - damit verbunden sind.
Einen ähnlichen Effekt kennt man bereits aus der Telekommunikation: Vor allem in den Entwicklungsländern ist oft nie ein Festnetz gebaut worden oder es gab nur rudimentäre kabelgebundene Netze in den wohlhabenderen Vierteln der größeren Städte. Stattdessen setzte man dann gleich auf Mobilfunk-Anlagen, die letztlich einfacher und schneller - und damit kostengünstiger - zu installieren waren.
China ist die einzige Ausnahme
Der Energiebedarf steigt weltweit an und die Prognosen laufen darauf hinaus, dass bis zum Jahr 2040 ein Anteil von etwa 88 Prozent auf die so genannten sich entwickelnden Märkte entfällt. An erster Stelle steht hier China, gefolgt von Indien und diversen anderen Staaten. Und in den meisten dieser Länder deckt man den zusätzlichen Bedarf inzwischen vor allem über die erneuerbaren Quellen: Allein im Jahr 2019 machten diese 87 Prozent des Zuwachses auf der Erzeugerseite aus. Der Löwenanteil entfällt dabei auf Solaranlagen, Windkraft spielt vor allem im globalen Süden noch eine untergeordnete Rolle.Lediglich China ist bisher noch ein Ausreißer in der Geschichte: Hier hat beim Zubau zusätzlicher Kraftwerks-Kapazitäten die Kohle noch immer die Nase vorn. Die Autoren der Studie gehen aber davon aus, dass sich dies bis 2025 auch ändern wird - dafür sorgen schlicht die wirtschaftlichen Tatsachen - Kohle kann beim Preis einfach nicht mehr mithalten.
Die Kernkraft spielt in den meisten dieser Länder ohnehin keine Rolle, da es sich mit Abstand um die teuerste Form der Stromerzeugung handelt. Der Aufbau und Betrieb einer Atom-Infrastruktur wird im Grunde nur noch dort vorangetrieben, wo weitergehende - also macht- und militärpolitische Interessen - damit verbunden sind.
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