Größte deutsche Forschungs-Gesellschaft schmeißt bei Facebook hin
Die größte deutsche Forschungs-Gesellschaft hat sich vom Social Network Facebook zurückgezogen. Die Seite der Helmholtz-Gemeinschaft ist mit dem heutigen Tag abgeschaltet worden - die Schuld daran wird der Entwicklung der Plattform gegeben.
Als Hauptgrund für die Entscheidung, das noch immer größte Social Media-Angebot zu verlassen, benannte Henning Krause die Entkoppelung von Reichweite und Abonnenten. Diese war laut dem Social Media-Manager der Helmholtz-Gemeinschaft bereits vor vielen Jahren sichtbar, nahm aber in der letzten Zeit immer größere Ausmaße an, so dass man letztlich gezwungen war, eine Entscheidung zu treffen.
Das Problem besteht hier in der Zusammenstellung des Newsfeeds durch einen von Facebook entwickelten Algotihmus. Dieser sorgt dafür, dass nicht mehr jeder, der die Helmholtz-Seite per Like abonniert, auch die dort veröffentlichten Beiträge in seinem Feed angezeigt bekommt. Stattdessen wird nur noch ein Teil der User mit den Inhalten des Angebots versorgt.
Der Zweck der Social Media-Aktivitäten der Helmholtz-Gemeinschaft besteht weniger darin, Forschungsergebnisse bekannt zu machen. Stattdessen will man vor allem in Interaktion mit den Nutzern kommen. Wenn nun aber nur noch ein immer kleiner werdender Teil der Interessenten überhaupt über neue Beiträge informiert wird, funktioniert dies nicht mehr. Und ständig weitere Gelder in die Werbung für Posts zu investieren, sieht Krause kritisch. Als zweiten, aber eher untergeordneten Grund für den Rückzug gab er auch die Datenschutz-Problematik an, die in anderen Bereichen schon umfassend diskutiert wurde.
Ebenfalls beendet wird ein Experiment, auch auf Telegram aktiv zu sein. Auch hier gestalten sich die Interaktionsmöglichkeiten nicht so, wie man es sich vorstellt. Wer sich für die Arbeit der Helmholtz-Gemeinschaft interessiert, kann trotzdem verschiedene Wege nutzen. So wurde gerade der Resonator-Podcast wiederbelebt, in dem Helmholtz-Forscher über ihre Arbeit berichten. Und die Gemeinschaft betreibt eine Reihe von Blogs, in denen Wissenschaftsthemen so aufgearbeitet werden, dass sie auch für Nutzer verständlich sind, die keine wissenschaftlichen Publikationen lesen können oder wollen. Aber auch auf Instagram, Twitter und YouTube bleibt man präsent.
Das Problem besteht hier in der Zusammenstellung des Newsfeeds durch einen von Facebook entwickelten Algotihmus. Dieser sorgt dafür, dass nicht mehr jeder, der die Helmholtz-Seite per Like abonniert, auch die dort veröffentlichten Beiträge in seinem Feed angezeigt bekommt. Stattdessen wird nur noch ein Teil der User mit den Inhalten des Angebots versorgt.
Ohne Geld keine Interaktion
Die Plattform versucht immer stärker, die Betreiber der Facebook-Seiten dazu zu bringen, Geld zu zahlen. Wer einen bestimmten Betrag überweist, soll dann einen größeren Anteil der eigenen Abonnenten erreichen können. Entsprechend ist die Reichweite der Beiträge stark von der eigenen Anhängerschaft entkoppelt. "Wir haben in den zehn Jahren der Nutzung gelegentlich mit solchen 'Sponsored Posts' experimentiert, waren aber mit den Ergebnissen nie zufrieden", kommentierte Krause. Besser lief es, wenn die Beiträge durch andere Nutzer geteilt wurden.Der Zweck der Social Media-Aktivitäten der Helmholtz-Gemeinschaft besteht weniger darin, Forschungsergebnisse bekannt zu machen. Stattdessen will man vor allem in Interaktion mit den Nutzern kommen. Wenn nun aber nur noch ein immer kleiner werdender Teil der Interessenten überhaupt über neue Beiträge informiert wird, funktioniert dies nicht mehr. Und ständig weitere Gelder in die Werbung für Posts zu investieren, sieht Krause kritisch. Als zweiten, aber eher untergeordneten Grund für den Rückzug gab er auch die Datenschutz-Problematik an, die in anderen Bereichen schon umfassend diskutiert wurde.
Ebenfalls beendet wird ein Experiment, auch auf Telegram aktiv zu sein. Auch hier gestalten sich die Interaktionsmöglichkeiten nicht so, wie man es sich vorstellt. Wer sich für die Arbeit der Helmholtz-Gemeinschaft interessiert, kann trotzdem verschiedene Wege nutzen. So wurde gerade der Resonator-Podcast wiederbelebt, in dem Helmholtz-Forscher über ihre Arbeit berichten. Und die Gemeinschaft betreibt eine Reihe von Blogs, in denen Wissenschaftsthemen so aufgearbeitet werden, dass sie auch für Nutzer verständlich sind, die keine wissenschaftlichen Publikationen lesen können oder wollen. Aber auch auf Instagram, Twitter und YouTube bleibt man präsent.
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