MoviePass: Anbieter der Kino-Flatrate stehen unter Betrugs-Verdacht

Die Kino-Flatrate MoviesPass hat für ihre Anbieter jetzt auch strafrechtliche Folgen. Die zuständige US-Behörde will die Verantwortlichen unter anderem wegen Betruges anklagen, nachdem sie schlicht nicht liefern konnten, was versprochen war. Bei dem Service handelte es sich um eine Flatrate, bei der Nutzer gegen eine Gebühr von lediglich 10 Dollar monatlich nahezu beliebig oft ins Kino gehen konnten. Die Einschränkung bestand lediglich darin, dass man täglich nur einen Film über die Offerte abgedekt bekam. Trotzdem war MoviesPass für Filmfreunde natürlich extrem interessant, da der Monatspreis schon niedriger lag als ein einzelnes Kino-Ticket.

Bereits zum Start des Angebotes gab es entsprechend viele Zweifel daran, ob der Service überhaupt längere Zeit überleben kann, bevor den Machern das Geld ausgeht. Immerhin gaben die Kino-Betreiber ihre Tickets nicht gerade deutlich billiger an den Flatrate-Anbieter ab. Entsprechend überraschte es kaum jemanden, als der Service bereits nach kurzer Zeit deutlich eingeschränkt wurde.

Scheitern vorhersehbar

Trotzdem genügte dies für die US-Handelsbehörde, gegen das Unternehmen vorzugehen, berichtet The Verge. Immerhin stellte sich die Sache nun so dar, dass man mit einem attraktiven Angebot Kunden anlockte, dann aber nicht den zugesicherten Service bereitstellte - ein klarer Fall für den Verbraucherschutz. Hinzu kamen hier auch noch schmutzige Tricks - so wurden insbesondere bei Usern, die regelmäßig ins Kino gingen und so hohe Kosten verursachten, gern einmal von einem vermeintlichen System zum Betrugsschutz die Konto-Zugänge gesperrt. Darüber hinaus wurden die Kundendaten nicht ordentlich vor Unbefugten gesichert.

In einem ersten Übereinkommen mit den Ermittlern der FTC mussten sich die Betreiber des Dienstes verpflichten, auch bei beliebigen zukünftigen Unternehmungen stets Sicherheitskonzepte für den Umgang mit Kundendaten vorzulegen. Die Ausgestaltung des absehbar unwirtschaftlichen Angebotes muss hingegen gerichtlich bewertet werden.

Siehe auch: MoviePass: Netflix-Mitbegründer startet 10-Dollar-Flat für alle Kinos Film, Kino, Kinofilm, Kinosaal Film, Kino, Kinofilm, Kinosaal Alfred Derks/CC0
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